Tegtmeier klärt auf!

Autorenwertung
  • Ausstattung
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  • Charaktere
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  • Satire
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Tegtmeier klärt auf!

Inhalt
, 1923 in Koblenz geboren und 1994 in Herne gestorben, hat die Figur des mit „Ruhrpott“-Dialekt sprechenden Tegtmeier ursprünglich für das Radio entwickelt. Aufgrund des großen Erfolges wurden diese Episoden zu Fernsehserien ausgebaut (neben „Tegtmeier klärt auf!“ auch „Tegtmeiers Reisen“ und „Mensch bleiben, sagt Tegtmeier“) und in den 70er und 80er Jahren vom ZDF im Vorabendprogramm ausgestrahlt. Von Manger kann damit wohl als Vorläufer der heutigen Comedians bezeichnet werden. Er war damals einer der bekanntesten Schauspieler Deutschlands, und die „älteren“ Leser werden sich sicherlich an ihn gut erinnern.

Hintergrund der Serie
„Tegtmeier klärt auf“ behandelt Themen, die zur damaligen Zeit (Ausstrahlungszeit dieser 14 unten genannten Folgen war 1981-1983) die Menschen in Deutschland bewegt haben und heute noch bewegen: Von „schöner Sparen“, „soziales Verhalten“ und „schöner Essen“ über „Politik und Käse“, „gute und schlechte Töne“ bis hin zu „Holzaugen“ und „Laster dieser Erde“. Von Manger hat damit dem sogenannten kleinen Mann „aufs Maul“ geschaut und ihn ins Komische gezogen.

Neben von Manger spielen auch in einzelnen Episoden weitere Schauspieler mit, so zum Beispiel die unvergessene Helga Feddersen. Immer dabei ist seine „Enkelin“ (die damals etwa 9-jährige Karen Jansen), die kleine Liedchen mit ihm singt, kurze Dialoge führt oder Bilder malt – anhand derer von Manger dann in einer Art „xy für Dummies“ komplizierte Sachverhalte für seine Zuschauer erklärt, so zum Beispiel Stromerzeugung. Er zieht Sprichwörter durch den Kakao („Ich muss mich genauso lieben wie mein Nächster“) und parodiert den deutschen Kleinbürger, ohne dass dieser sich moralisch zu sehr auf den „Schlips“ getreten fühlen muss, da es in der liebenswert-trotteligen Verpackung des scheinbar der gleichen Schicht entstammenden Tegtmeier daherkommt.

Fazit
Zunächst zu den technischen Details: Allein die Tatsache, dass es diese Folgen nun auf DVD gibt (es gibt nämlich bislang keine weiteren Fernsehausstrahlungen), wird sicherlich viele Fans der Serie und von Mangers freuen. Die 4 DVDs kommen in einem recht simplen Schuber, es gibt keinerlei Beilagen, Flyer oder ähnliches, lediglich eine Biographie von von Mangers auf der Innenseite der Verpackung. Die Folgen sind lediglich auf DVD gebannt worden, es gibt keine heutzutage üblichen Extraszenen wie ein „Making of“ oder „entfallene Szenen“. Das ist sehr schade und wäre heute besser – ohne große Zusatzkosten – möglich gewesen.

Inhaltlich sind die Folgen für Fans von Mangers nach wie vor ein Highlight, sein Humor hat Standards gesetzt. Für alle, die sich an die 80er Jahre erinnern können, ist es außerdem ein liebenswerter Ausflug in die „Vergangenheit“. Szenen, die zeigen, wie die ersten Geschirrspülmaschinen in die Haushalte kommen, starre Besuchszeiten in deutschen Krankenhäusern, Ölkrise usw. lassen einen denken „Oh, so lange ist das alles ja noch gar nicht her!“ Und für Fans des „Ruhrpott“-Dialekts ist es sicherlich ein ganz besonderes Schmankerl.

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