The Black Mages

Autorenwertung
  • Musik
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  • Anspruch
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: Tobe | Rezensionsdatum:

von

Musik aus Videospielen wird immer mehr als Kunstform angesehen, da sie genauso wie Filmmusik das Geschehen musikalisch begleitet und die Atmosphäre untermalt.

Mittlerweile werden ganze Konzertsäle gefüllt mit Fans von Videospielen, die sich die verschiedensten Neuauflagen alter Klassiker der Videospielmusik anhören wollen, ob nun von Rockbands, Solo-Pianisten oder ganzen Orchester.

„The Black Mages“ ist eine dieser Rockbands und wird von keinem geringerem geleitet als dem Japaner , Ikone der Videospielmusik und Hauptkomponist für preisgekrönte Serien wie Final Fantasy oder Blue Dragon.

Der Name „The Black Mages“ leitet sich von einer Klasse innerhalb des Final Fantasy Universum ab, den Schwarzmagiern, die für ihre besonders kraftvolle und zerstörerische Magie bekannt sind.

Zusammen mit den Black Mages nimmt Uematsu seine bekanntesten Werke für die Final Fantasy Reihe neu auf,  das selbstbetitelte Album „The Black Mages“ ist auch zugleich das Debütalbum des Projekts.

Titelliste (Original Spiele in Klammern)

  1. Battle Scene (Final Fantasy I)
  2. Clash on the Big Bridge (Final Fantasy V)
  3. Force Your Way (Final Fantasy VIII)
  4. Battle, Scene II (Final Fantasy II)
  5. The Decisive Battle (Final Fantasy VI)
  6. Battle Theme (Final Fantasy VI)
  7. J-E-N-O-V-A (Final Fantasy VII)
  8. Those Who Fight Further (Final Fantasy VII)
  9. Dancing Mad (Final Fantasy VI)
  10. Fight With Seymour (Final Fantasy X)

Das Album

Wie an der Titelliste schon zu erkennen, widmet sich das Album den bekanntesten „Battle Themes“, also Liedern, die hitzige Gefechte und Schlachten begleiten sollen, aus Uematsu’s Werken für die Final Fantasy Reihe und wandelt sie in Rock-Songs um, dementsprechend ist die schnelle und aggressive Natur des Albums nicht verwunderlich.

Die Vorlagen sind, je nach Alter und damaliger Technik auf kurze 8-Bit Melodien beschränkt, was das Umwandeln in 4 Minuten lange Lieder umso eindrucksvoller macht. Das älteste Lied auf „The Black Mages“  ist die „Battle Scene“ aus dem 1987 veröffentlichen NES-Titel Final Fantasy, dem ersten Spiel der nun über 20 Jahre alten Serie.

Da Uematsu’s Projekt sich auf die Standard-Aufstellung einer Rockband mit Keyboard & Synthesizer  beschränkt und aufgrund der textlosen Vorlagen keinen Sänger braucht, sind über das ganze Album hinweg nur 2 Instrumente im Vordergrund, E-Gitarre und die von Uematu’s persönlich einspielten Synthesizer-Einlagen, die entweder die Klänge der Vorlagen nachahmen oder wie eine Hammond-Orgel klingen.

Die Mitglieder der Black Mages weisen hohes Können mit ihren Instrumenten vor, jedes Gitarren oder Synthesizer Solo hat es in sich und die musikalische Umsetzung selbst überzeugt auf ganzer Linie.

Leider werden E-Gitarre und Synthesizer alleine ohne Gesang auf Dauer eintönig, hinzu kommt, dass die Umsetzung der gerade älteren Melodien häufig dasselbe Muster aufweist: Gitarre und Synthesizer spielen die original-Melodie, dann kommt ein neu komponierter Part, gefolgt von intensiven E-Gitarren und/oder Synthesizer Soli und der Wiederholung des ersten Schrittes, womit das Album als Ganzes sehr linear und schematisch wirkt.

Ausnahme dieser Regel ist der 9. Track, „Dancing Mad“, Neuauflage des großen Finales des 6. Final Fantasy Titels, der sich als 11-minütige bombastische Orgel-Orgie mit grandiosen E-Gitarren Solo als Abschluss entpuppt.

Besonders erwähnenswert sind das eben genannte „Dancing Mad“ sowie  „Clash on the Big Bridge“ und „Those Who Fight Further“, die die besten Beispiele des Sound der Black Mages sind.

Fazit

Trotz aller Schemata macht die Musik der Black Mages Spaß, die Melodien bleiben im Ohr und Herr Uematsu und seine Band weisen ein musikalisches Können auf, dass selten so gehört wird.

Fans der Final Fantasy Serie werden hiermit sicherlich ihre Freude haben, Freunde von Rock und hitzigen Soli sollten ebenso fündig werden. Da die CD selbst nur in Japan veröffentlicht wurde, muss man sich leider mit hohen Importpreisen rumärgern, die die Preise teilweise auf das dreifache treiben, somit sollte man sich nach günstigeren MP3 Downloads umsehen.

„The Black Mages“ liefert einen Eindruck von Uematsu’s Talent als Komponist und den Fähigkeiten der Musiker, lässt aber durch die auf Kampf-Melodien beschränkte Titelauswahl einiges an Tiefgründigkeit und Abwechslung zu wünschen übrig.

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