The Bone Garden

Autorenwertung
  • Geschichte
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  • Story
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  • Realismus
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  • Gesamt
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The Bone Garden

Tess Gerritsen. Ballantine Books 2008, Taschenbuch, 512 Seiten, € 21,89

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

The Bone Garden von

Inhalt

Dieser Roman enthält zwei Handlungsstränge, die beide in Boston (USA) spielen: einen in der Gegenwart, in der die junge Lehrerin Julia nach ihrer Scheidung spontan ein sehr altes Haus kauft und bei den ersten Gartenarbeiten auf ein Skelett stößt, und einen in der Vergangenheit um 1830, in der es um die junge Rose Connolly und eine Gruppe junger Medizinstudenten geht, die ihre ersten Ausflüge in die Welt der Pathologie und der Geburtsmedizin machen und dabei mit Armut, einem unheimlichen Mörder und anderen Widrigkeiten konfrontiert werden. Nach und nach verdichten sich beide Handlungsstränge, die auf verschiedene Arten miteinander verknüpft sind.

Julia Hamill möchte, nachdem die Gerichtsmedizinerin festgestellt hat, daß es sich bei dem Skelett zwar um eine ermordete Frau handelt, es sich jedoch um eine sehr alte Leiche handelt, auf eigene Faust weiter ermitteln, um zu erfahren, wer die Frau war, die vor über 100 Jahren auf ihrem Grundstück begraben wurde. Dabei lernt sie Henry Page kennen, einen 89jährigen schrulligen alten Herren, der die Geschichte seiner Familie in Form von Briefen und Zeitungsartikeln aufbewahrt hat und sie Julia zugänglich macht. In seiner Familie gab es über Generationen hinweg immer wieder Ärzte.

Rose Conolly ist eine arme Irin, die gemeinsam mit ihrer Schwester Aurnia vor kurzem in die USA eingewandert ist, um dort ihr Glück zu machen. Ihre Schwester ist mit dem Schneider Tate verheiratet, der sich jedoch nicht viel aus ihr macht. Aurnia steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes und wurde aufgrund ihres schlechten Zustands ins Krankenhaus eingeliefert, wo Rose bei ihr Tag und Nacht wacht. Sie hat eine Infektion, die immer schlimmer wird und an der sie – wie viele andere Patientinnen zur gleichen Zeit – wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Margaret stirbt. Kurz darauf interessieren sich merkwürdig viele Menschen für Margaret, die in ein Waisenhaus soll, aber Rose wehrt sich trotz ihrer Armut und Zukunftslosigkeit dagegen, ihren nunmehr einizigen Familienangehörigen wegzugeben und flieht.

Sie bekommt dabei Unterstützung von Norris Marshall, einem jungen, ebenfalls eher armen, Medizinstudenten, der auf einer Farm aufgewachsen ist.

Norris selbst fühlt sich im Vergleich zu seinen reichen Kommilitonen ausgegrenzt, obwohl diese – inbesondere der talentierte Oliver Wendell Holmes – durchaus versuchen, ihn in ihre Aktivitäten mit einzubinden. Was sie nicht wissen: Wendell hat nicht das Geld, um mit ihnen abends in Bars zu gehen, sondern muß sich sein Studiengeld und seinen Unterhalt verdienen, was er nacht mit Grabplünderungen macht. Dies ist ein einträgliches Geschäft, da die Medizinfakultäten des Landes zu dieser Zeit für ihren Pathologieunterricht einen hohen Bedarf an frischen Leichen haben.

Norris unterstützt Rose zunächst offen – gegen den Befund seines Lehrers, den behandelnden Arzt von Aurnia – darin, daß ein weiteres Aderlassen Aurnia keine Besserung bringt und hilft ihr schließlich auch weiter mit Unterkunft, als Rose auf der Flucht vor den Menschen, die ihr Meggie wegnehmen wollen. Als plötzlich zwei Krankenschwestern kurz hintereinander brutal ermordet werden – von jemanden, der sich sowohl mit Medizin als auch mit Schlachten auskennt – überschlagen sich die Ereignisse.

Fazit

Zunächst ist der Leser etwas verwirrt, denn der sowohl der Titel „Bone Garden“ als auch der hintere Klappentext lassen nicht darauf schließen, daß es sich um einen hauptsächlich in der Vergangenheit spielenden Medizinthriller handelt. Die Gegenwartshandlung bildet bis kurz vor Schluß lediglich einen Rahmen, der prinzipiell auch hätte wegfallen können. Erst am Schluß werden die Stränge so verknüpft, daß es nicht nur Sinn macht, sondern auch hoch interessant ist.

Die historische Handlung ist mit ihren auf Tatsachen beruhenden Fakten über die Enwicklungsgeschichte der Medizin sehr interessant und von der tatsächlich ausgebildeten Ärztin Gerritsen nicht nur wahrheitsgemäß, sondern auch sehr spannend erzählt.

Daher trotz der etwas irreführenden Verkaufstaktik eine sehr lohnenswerte und spannende Lektüre, jedoch nicht unbedingt ein Pageturner.

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