The Formation Of Demnation

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

The Formation Of Demnation von Testament

Die Band:

Testament gehört zu den Bay-Area-Trash-Bands, die sich Anfang der 1980er in der San Francisco Bay Area gegründet haben. Neben ihrem Debüt „The Legacy“ waren es vor allem die Alben „The New Order“ und „Practice What You Preach“, die den Ruf der Band festigten. Im Laufe der Jahre wurde Testament von zahlreichen Umbesetzungen gebeutelt, die sich auch auf den musikalischen Stil der Band auswirkten. Ein Tumor im Brustbereich von Sänger Chuck Billy zwang die Band dann, eine längere Auszeit zu nehmen. Erst Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends wagten sich Testament dann an ein Comeback.

Das Album:

Mit „The Formation Of Demnation“ aus dem Jahr 2008 feierten Testament neun Jahre nach dem letzten Studioalbum ein spektakuläres Comeback. Nachdem Sänger Chuck Billy genesen war, kam die Band fast in Originalbesetzung zusammen. Neben Eric Peterson (Gitarre), Greg Christian (Bass) und Paul Bostaph (Schlagzeug) war es vor allem die Tatsache, dass Saitenhexer Alex Sklonick wieder dabei war, die Fans und Kritiker in Verzückung versetzte. Ausgestattet mit einem Plattenvertrag beim Branchenriesen ging es ins Studio. Und hier besann man sich auf alte Trash-Tugenden. In Zusammenarbeit mit Andy Sneap, der später auch der deutschen Metallegende Accept zu einem fulminanten Comeback verhalf, legten die Amerikaner ein Album vor, dass man in dieser Güte nicht erwartet hat.

Nach dem Instrumentalopener „For The Glory Of…“ startet das Album mit der Midtemponummer „More Than Meets The Eye“. Ein starker Track mit einem äußerst stimmgewaltigen Chuck Billy und tollen Soli von Alex Sklonick und Eric Peterson, der alle Titel komponierte. Testament waren immer ein Garant für politische Texte. Das wird auch auf diesem Album deutlich. „The Evil Has Landed“ setzt sich mit den Terroranschlägen vom 11.September auseinander, der Titelsong „The Formation Of Demnation“ nimmt Stellung zur Haltung der USA im Krieg gegen den Irak und „Killing Season“ beschäftigt sich mit Menschen, die ungewollt in einen Krieg Zehen müssen. „Bei Dangers Of The Faithless“ wird die Band experimenteller und verwendet Stimmeffekte, ohne die klassischen Trash-Elemente zu vernachlässigen. „The Persecuted Won’t Forget“ ist dann ein Meisterstück. So einen Titel haben seit Master-Of-Puppets-Zeiten nicht mehr hinbekommen.

Das dem Album auch zum Schluss keinesfalls die Luft ausgeht, spricht für dessen Qualität. „Afterlife“ und „F.E.A.R.“ sind zwei flotte Nummern, bei denen immer wieder Alex Skolnicks virtuoses Gitarrenspiel zu gefallen weiß. Zum Abschluss gibt es mit „Leave Me Forever“ noch ein echtes Schmankerl. Plötzliche Tempowechsel und vielschichtige Melodiebögen machen aus der Nummer ein echtes Highlight.

Trackliste:

01 – For The Glory Of…

02 – More Than Meets The Eye

03 – The Evil Has Landed

04 – The Formation Of Demnation

05 – Dangers Of The Faithless

06 – The Persecuted Won’t Forget

07 – Henchmen Ride

08 – Killing Season

09 – Afterlife

10 – F.E.A.R.

11 – Leave Me Forever

 

Fazit:

Das Album erschien seinerzeit im gleichen Jahr wie Metallicas „Death Magnetic“. Während das Album von und Co. gemischte Reaktionen hervorrief, waren sich Fans und Kritiker bei „The Formation Of Demnation“ einig. Testament ist mit diesem Album ein grandioses Comeback gelungen. Das Songwriting ist ausgereift und überaus abwechslungsreich. Auch nach mehrmaligen Hören entdeckt man immer wieder neue Passagen an den Songs. Insbesondere das Gitarrenspiel von Alex Skolnick macht das Album zu einer wahren Perle. Tolle Riffs und eingängige Hooks machen jeden Song zu einem Volltreffer. Dazu kommt Chuck Billys Gesang, der mal ein wenig guttural („The Formation Of Demnation“) mal absolut trashig („More Than Meets The Eye“) klingt und dem man keine Sekunde anmerkt, dass er eine schwere Krankheit überwinden müsste. Völlig zurecht wurde das Album von einschlägigen Magazinen zum Album des Monats gekürt. Wer sich im Ansatz für Trash-Metal begeistern kann, muss „The Formation Of Demnation“ in seinem Besitz haben. Gespannt darf man dem Nachfolger „Dark Roots Of The Earth“ entgegensehen, der Ende Juli 2012 erscheint.

 

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