The Life And Times Of Scrooge

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimmen
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DAS VERTONTE LEBEN VON ONKEL DAGOBERT!

Der Musiker:

erblickte im Dezember 1976 in Kitee, Finnland das Licht der Welt. Im zarten Alter von acht Jahren erlernte er das Klavierspielen, mit neun Jahren das Spielen der Klarinette. Nach der Schule studierte er diese beiden Instrumente an einer Musikhochschule. Eine Initialzündung für seine musikalischem Ambitionen gab es im September 1982, als er als Austauchschüler in den USA ein Konzert von Metallica und Guns N´Roses besuchte. So war der Wunsch geboren, eigene Musik zu machen, die sich mit der Gründung einer Band namens manifestierte. Anfangs als rein akustisches Projekt gedacht, war es die stimmliche Qualität der damaligen Sängerin Tarja Turunen, die Holopainen dazu bewog, in eine Metalband umzuwandeln. Mit Erfolg: Die Finnen zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Metalbands und haben das Genre des Symphonic Metal nachhaltig begründet und geprägt.

Das Album:

Die Bandpause von Nightwish hat Tuomas Holpainen zum Anlass genommen, ein wenig auf Solopfaden zu wandeln. Allerdings wollte der Mastermind der finnischen Rocker nicht einfach nur ein weiteres Metalalbum vorlegen, sondern die Zeit nutzen, um sich einen Herzenswunsch zu erfüllen. Schon seit Jahren ist Holopainen ein großer Bewunderer der bekannten Filmkomponisten wie oder James Horner. Eine Vorliebe, die man gerade auf den letzten Alben „Dark Passion Play“ und „Imaginaerum“ deutlich hören konnte. Was lag also näher, als das Soloprojekt in diese Richtung zu lenken.

Allerdings hat Toumas Holopainen keinen Soundtrack zu einem Film gemacht, sondern sich von einem ganz besonderen Comic inspirieren lassen: „The Life And Times Of Scrooge“ von erzählt in zwölf Kapiteln die Lebensgeschichte des Fantastilidärs Dagobert Duck.

Und so hat Tuomas Holopainen eine Schar Gastmusiker um sich gepaart und ein Stück Musik aufgenommen, dass den Hörer schlicht aus den Socken haut. Allein die grandiose Ouvertüre „Glasgow 1877“ ist ein Indikator dafür, welch großer Songschreiber Holopainen ist. Ein sich steigernder Song, der stimmlich von Johanna Kurkela, einer finnischen Sängerin und Alan Reid meisterhaft getragen wird.

Doch damit bei weitem nicht genug. Banjo-Klänge („Into The West“), dominierende Keyboards („Dreamtime“) oder herzzerreißenden Flöten („Cold Heart Of The Klondike“) – Tuomas Holopainen liefert alle Spielarten der modernen Musik ab. Wobei an der Stelle schon deutlich gesagt werden muss: Das Album ist kein Metalalbum. Auch wenn Holopainen kongeniale Unterstützung von Tony Kakko bekommen hat, der seinerseits für die finnische Metalband die Gitarre spielt. Das Album ist vielmehr eine malerische Mischung aus Filmmusik, Pop-, Rock- und Klassikelementen.

Über den als Single bekannten Song „A Lifetime Of Adventure“ kommt man letztlich bei „Go Slowly Now, Sands Of Time“ an, bei dem Alan Reid ein letztes Mal den Hörer schier begeistern kann und mit einer Gänsehaut zurücklässt.

Trackliste:

01 – Glasgow 1877

02 – Into The West

03 – Duel & Cloundscapes

04 – Dreamtime

05 – Cold Heart Of The Klondike

06 – The Last Sled

07 – Goodbye, Papa

08 – To Be Rich

09 – Al Lifetime Of Adventure

10 – Go Slowly Now, Sands Of Time

 

Fazit:

Mit Begriffen wie Meisterwerk ist man heutzutage schnell dabei. Im Fall von „The Life And Times Of Scrooge“ bin ich geneigt, diese Floskel zu verwenden. Wer Tuomas Holopainen bisher nur als harten Rocker kannte und daher sich nicht mit diesem Werk beschäftigt hat, dem sei geraten, dies unbedingt zu ändern. Wer hofft, einen Nightwish-Ersatz zu bekommen, sollte zuvor ein Ohr riskieren. Unabhängig davon werden beide Parteien mit einem großen Stück Musik belohnt. Tolle Stimmen und die wirklich fantastische Musik von Tuomas Holopainen lassen Onkel Dagobert zumindest musikalisch für eine gute Stunde vor den inneren Augen der Hörer lebendig werden.

 

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