The Seventh One

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

EINES DER BESTEN -ALBEN DER 80er!

Die Band:

1976 gründeten Jeff Porcaro (Schlagzeug) und David Paich (Keyboards) in Los Angeles die Band . Zusammen mit Steve Lukather (Gitarre), der sich in den Jahren zum musikalischen Mastermind der Band entwickeln sollte, Bobby Kimball (Gesang) und David Hungate (Bass) nahmen sie 1977 ihr Debütalbum auf, das ihnen gleich eine Grammynominierung als beste Newcomer einbrachte. Der internationale Durchbruch kam 1982 mit dem Album „ IV“, das die Welthits „Rosanna“ und „Afrika“ enthielt. Im Läufe der nächsten Jahre erlebte die Band zahlreiche Umbesetzungen und wurde auch von Schicksalsschlägen nicht verschont. So starb Jeff Porcaro 1992 an einem allergischen Schock. Auch wenn das letzte Studioalbum bereits 2006 veröffentlicht wurde, ist die Band auch heute noch aktiv und tourt vor allem in Europa und Asien, wo sich noch immer großer Beliebtheit erfreuen.

Das Album:

„The Seventh One“ ist das siebte Studioalbum aus dem Jahr 1988 – und ein echter Meilenstein des AOR (Adult Oriented Rock). Wie kaum eine andere Band in den 80ern hat es Toto verstanden die Balance zwischen Mainstream und musikalischem Anspruch zu finden. Auch wenn „Toto IV“ ihr erfolgreichstes Album ist – „The Seventh One“ ist mit Sicherheit ihr bestes!

Nachdem Sänger Bobby Kimball immer wieder durch Drogenexzesse aufgefallen ist, wurde er durch Fergie Fredericksen ersetzt, der jedoch nicht lange dabei war. Ihm folgte Joseph Williams, der, mit Unterbrechungen, noch heute mit Toto unterwegs ist. Schon auf dem vorherigen Album „Fahrenheit“ war er dabei und präsentiert sich auf diesem in absoluter Bestform.

Toto war schon immer eine Band aus hervorragenden Studiomusikern, die von Kollegen gerne und häufig gebucht wurden. Auf diesem Album drehte man den Spieß um, und holte sich namenhafte Kollegen wie David Lindley, Jerry Horn oder Linda Ronstadt ins Studio. Mit Erfolg. Inzwischen hat das Album 25 Jahre auf dem Buckel und noch immer zählt es zu meinen All-Time-Favorits. Elf Songs befinden sich auf dem Album, von denen jeder eine Perle ist.

Den Auftakt bildet mit „Pamela“ eine Up-Tempo-Nummer, die durchaus mit „Rosanna“ verglichen werden kann, ohne eine billige Kopie zu sein. Frauennamen scheinen es der Band angetan zu haben, denn mit „Anna“ gibt es einen weiteren Namen, der Toto auf diesem Album als Titel dient. Der Song ist eine von zwei starken Balladen von Steve Lukather (die andere ist „These Chains“), die dieser auch persönlich singt. Immer wieder schaffen es Toto auch rockige Klänge in ein massentaugliches und melodiöses Gewand zu kleiden. „You Got Me“, „Stay Away“, „Straight For The Heart“ oder „Only The Children“ sind Paradebeispiele dafür. Auch nach unzähligen Durchgängen kann man sich an der Musikalität dieser Songs begeistern. Eingängige Gitarrenriffs, zurückhaltende Keyboardpassagen und Joseph Williams tolle Stimme veredeln die Songs.

Drei Titel ragen auf diesem Album heraus: „Mushanga“ ist vielleicht der Geheimtipp des Albums. Für mich hat der Song auch nach 25 Jahren noch nichts von seiner Faszination verloren. Gerade die Drums von Jeff Porcaro sind hier ein echter Hochgenuss!

Fragt man Musikfans nach Toto werden Hits wie „Africa“, „Rosanna“ oder auch „Hold The Line“ genannt. Für mich ist ein anderer Song DER Hit von Toto: „Stop Loving You“ gehört noch heute zum Liveprogramm und wird von den Fans immer wieder gefordert. Kein Wunder, allein das Intro mit dem grandiosen Zusammenspiel von Schlagzeug und Bass erzeugt noch heute eine Gänsehaut. Vielleicht einer der unterschätztesten, aber mit Sicherheit besten Songs der 80er!

Den Abschluss des Albums bildet eine weitere Toto-Hymne: „Home Of The Brave“ ist seit vielen Jahren der Abschlusssong der Konzerte. Mit sechseinhalb Minuten ist der Song eine kleine Pop-Oper. Nach einem ruhigen Intro schaukelt sich der Titel von Refrain zu Refrain hoch, bevor er in einem starken Instrumentalteil gipfelt. Besser kann man AOR nicht spielen!

Trackliste:

01 – Pamela

02 – You Got Me

03 – Anna

04 – Stop Loving You

05 – Mushanga

06 – Stay Away

07 – Straight For The Heart

08 – Only The Children

09 – A Thousand Years

10 – These Chains

11 – Only The Brave

 

Fazit:

Immer wieder gibt es die berühmte Frage, welche drei Alben man auf eine einsame Insel mitnehmen würde (immer vorausgesetzt, es gäbe dort auch Strom:-)). „The Seventh One“ wäre mit Sicherheit ein solcher Kandidat. Wie gesagt, ich besitze das Album seit seinem Erscheinungstag im Jahr 1988, habe es unzählige Male gehört und kann mich an den Songs noch immer begeistern. Mit diesem Album haben Toto ihren Zenit erreicht. Die nachfolgenden Alben waren sicher nicht schlecht, aber ein so ausgewogenes und homogenes Album gelingt einem Künstler meist nur einmal.

 

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