Tina Schlosser: Skispringen verständlich gemacht

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Skispringen verständlich gemacht

Das Buch ist im Jahre 2001 im aus München erschienen. Es umfaßt 128 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Zuerst steigen sie auf einen Turm. Dann schnallen sie sich Skier an. Ist dies erledigt, rasen sie mit über 100 km/h eine Konstruktion entlang, die einer Rutsche ähnelt. Sind sie bei der Höchstgeschwindigkeit angelangt, drücken sie sich am Schanzentisch ab. Einem Vogel gleich fliegen die Skispringer dann für einige Sekunden durch die Luft, bevor sie dann sicher im Zielgebiet landen. Der perfekte Sprung ist der Vater aller Wünsche, nicht etwa der weiteste Sprung oder die Eleganz in der Luft. Zumindest dann, wenn man der Autorin Glauben schenken kann.

Das Skispringen ist eine Wintersportart. Sie wurde beispielsweise durch die Vier-Schanzen-Tournee berühmt. Die wird ja auch regelmäßig im Fernsehen übertragen. Zu der Zeit, als das Buch entstand, waren die deutschen Ski-Springer ja auch erfolgreich.

Die Buchbesprechung

Ob Schlosser jemals den Skisprung-Sport betrieben hat, sei einmal dahingestellt. Im Buch wird nichts darüber gesagt. Sicher ist aber, daß das Buch gut und reichlich bebildet ist. Die teilweise großformatigen Farbfotographien illustrieren den Wintersport anschaulich. Der Textteil bildet aber inhaltlich und formal das Schwergewicht.

Ausgehend von den Verhältnissen im bundesdeutschen Skisprung-Team (also der Nationalmannschaft) versucht die Autorin, die Sportart vorzustellen. Auf die Organisation rund um den Sprung wird genauso eingegangen wie etwa das Regelwerk, Ausrüstung, Schanzen und Sprungtechnik. Wirklich befriedigend sind die Ausführungen aber nicht. Sie bewegen sich auf den Niveau der Profis und vernachlässigen dabei die Amateure und interessierten Laien. Hintergrundwissen wird hier genausowenig vermittelt wie Praxisanleitungen für Anfänger.

Hier wird kein Grundlagenwissen vermittelt. Die Ausführungen bleiben leider sehr oberflächlich. Wer keinen Bezug zum Skispringen hat (wie er beispielsweise vom Niederrhein, aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern kommt), wird also auch nach der Lektüre nicht zu einem begeisterten Anhänger des Skispringsports werden. Ein bißchen mehr Tiefgang, ein paar genauere Erklärungen hätte dem Buch sicherlich gut getan. Auch eine sichtbare Trennung von Theorie und Tagesaktualität (!) wären vonnöten gewesen. Wer weiß heute denn noch, wer Martin Schmitt ist?

Ein Fazit

Das Skispringen ist sicherlich eine populäre Sportart, wie die vielen Fernsehübertragungen insbesondere im Winter zeigen. Muß man da wirklich noch die Wintersportart vorstellen und beschreiben? Na, nämlich dann, wenn man den Nachwuchs und Neueinsteiger im Blickpunkt hat? Kann man Skispringen auch im Sommer üben? Wie sieht die ideale Ausrüstung aus? Wie sehen „Trockenübungen“ aus? Fragen wie diese werden hier überhaupt nicht beantwortet, obwohl es erforderlich gewesen wäre. Sollte es jemals eine Neuauflage geben, wäre eine neutralere und sachlichere Schreibweise notwendig.

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