Todesblick

Autorenwertung
  • Charaktere
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  • Story
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  • Dramatik
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  • Dialoge
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  • Realismus
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  • Gesamt
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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Todesblick von

Inhalt
Die Pilotin Kate Gallagher nimmt immer mal wieder ihre kleine Tochter Molly mit auf ihre Linienflüge. Diesmal sind sie auf dem Flughafen Los Angeles, als ein Fremder die Kleine versehentlich anrempelt. Die fünfjährige Molly ist danach etwas verwirrt, und während des Fluges schreit sie plötzlich vor Schmerzen, redet „wirres Zeug“ und kann kaum beruhigt werden. Ihre Mutter kann sich nicht richtig um sie kümmern, da es in der Luft mit einer anderen Maschine fast einen Zusammenstoß gibt.

Der Leser weiß, dass in diesem anderen Flugzeug alle elektrischen Geräte ausgefallen sind, so dass der Pilot völlig blind und taub fliegen muss, und er weiß auch, dass der Fremde in dieser Maschine sitzt und von seinen Auftraggebern verfolgt wird. Molly kommt sofort nach der Landung in Miami ins Krankenhaus, wo Kate erfährt, dass es einen Flugzeugabsturz gegeben hat und daher alle Krankenhäuser in Alarmbereitschaft sind. Sie ahnt, dass es sich um das Flugzeug, das ihr in der Luft zu nahe gekommen war, handelt. Da sich der Zustand ihrer Tochter aber mehr und mehr verschlimmert, macht sie sich zwar Sorgen um die anderen Passagiere und Besatzung, hat jedoch mit ihrem eigenen Kummer genug zu tun. Ihre Mutter, eine vor Jahren in die USA eingewanderte Griechin, kommt ins Krankenhaus, um sie zu unterstützen, denn die Ärzte finden keine physische Ursache für Mollys schlechten Zustand. Sie phantasiert und scheint echte Schmerzen eines Feuers zu erleben, ohne dass klar ist, woher das kommt.

Der Leser erfährt in der Zwischenzeit mehr über den Fremden, der für eine private Öl-Firma als „Remote Viewer“ (Fernwahrnehmung) gearbeitet hat, d.h. jemand der über außersinnliche Fähigkeiten verfügt und damit Objekte oder Vorgänge auch (zeitlich und räumlich weit entfernt) wahrnehmen kann. Dieser Fremde, Evan, war ein ganz besonderer Remote Viewer. Sein letztes Projekt war besonders geheim, man hatte ihn mehr „sehen“ lassen als ursprünglich geplant. Diese schwer zu verarbeitenden Eindrücke hat er mittels seiner Technik zufällig auf Molly übertragen.

Nach und nach kommt Kate dahinter, dass sie zunächst die Ursache des Absturzes der anderen Maschine klären muss, da die Erlebnisse ihrer Tochter offenbar Ereignisse aus dieser Maschine sind! Dabei trifft sie zufällig Michael O´Rourke wieder, ihren ehemaligen Liebhaber und Ermittler von Flugzeugabstürzen der NTSB, der ihr bei den weiteren Ermittlungen hilft, als er merkt, dass etwas faul ist an dem Absturz. Sie schaffen es, die anderen vier Remote Viewer aus Evans Team ausfindig zu machen – zwei davon werden leider kurz vor dem Treffen ermordet -, die ihnen ebenfalls helfen und dabei in Lebensgefahr geraten.

Parallel verfolgt der Vorstandsvorsitzende des Ölkonzerns, Bradley, weiter die Remote Viewer und nun auch Kate und Molly, damit diese nicht über die Geheimnisse seiner Projekte und die dahinterstehenden Machenschaften kommen bzw. diese publik machen können. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn Bradley hat mit Hilfe seines Handlangers Hawkins, Molly in seiner Gewalt…

Fazit
Wieder ein super spannender Roman von Majd, ebenfalls mit Kate als Protagonistin. Majd schafft es wieder, alle Charaktere wunderbar einfühlsam und so genau darzustellen, dass der Leser das Gefühl hat, die Menschen gut zu kennen, unabhängig vom Geschlecht! Dabei wird die Spannung über die 400 Seiten sehr gut aufgebaut und beibehalten, auch wenn die ersten Seiten zunächst einmal nach einem etwas psychedelischen Roman wirken und man nicht genau versteht, worum es geht. Dies ist jedoch das einzige Manko an dem Roman, der auch wieder sehr gut übersetzt ist. Letztendlich jedoch sind gerade auch die einleitenden Seiten für das Verständnis des Buches wichtig. Wirklich schade ist jedoch, dass Majd bisher nur zwei Romane („Todesflug“ 2002 und „Todesblick“ 2003) veröffentlicht hat – seine Geschichten und Art und Weise zu schreiben sind einzigartig und wirklich lesenswert!

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