Todesengel

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Todesengel

Andreas Eschbach. Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover) 2013, Gebundene Ausgabe, 544 Seiten, € 14,95

Rezension von: amidala | Rezensionsdatum:

Todesengel von Andreas Eschbach

Inhalt

Erich Sassbeck wird an einer U-Bahn von zwei Halbstarken zusammen geschlagen, dabei hat er den zwei Rowdies nur gesagt, dass man fremdes Eigentum nicht zerstört. Als er am Boden liegend mit seinem Leben abschließt, sieht er plötzlich eine Erscheinung und die Schläge hören auf. Sassbeck erwacht im Krankenhaus mit der tiefen Überzeugung, ein Engel hat ihn gerettet und die Täter erschossen. Natürlich glaubt ihm die Staatsgewalt seine Geschichte nicht und versucht ihm die Morde zu beweisen. Auch die Presse nimmt Sassbeck direkt als Täter aufs Korn. Da die Tatwaffe das gleiche Fabrikat ist, wie sie die DDR Grenzer benutzt haben und Herr Sassbeck früher als Grenzer eingesetzt war. Während sich Staatsanwalt Ortheil völlig auf Sassbeck fixiert, tritt der Engel wieder in Erscheinung und lässt diesmal absichtlich einen Zeugen am Leben.

Ein Engel oder ein Wahnsinniger?

Ingo, ein kleiner Reporter, mit festen Vorstellungen worüber er schreiben möchte, wird mit einem Bericht über Erich Sassbeck beauftragt. Ingo stört schon lange, dass sich immer alle um die Täter kümmern und die Opfer froh sein können, wenn man ihnen nicht sagt, sie wären selber Schuld. Dies ist seine Chance endlich mal ein Thema zu behandeln, hinter dem er steht. Dabei lernt er Evelyn Sassbeck (Erichs Schwiegertochter) kennen und fühlt sich schnell zu ihr hingezogen. Nach dem ersten erfolgreichen Bericht für das Opfer Erich Sassbeck, übernimmt Ingo eine Fernsehsendung „Anwalt der Opfer“, die wie eine Bombe einschlägt. Plötzlich wird den Zuschauern bewusst, wie oft die Opfer als Täter verurteilt und bestraft werden, nur weil sie sich gewehrt haben, oder anderen geholfen haben. Es geht eine Welle der Empörung durch das Volk und viele fangen an mit dem Todesengel, der von nun an die Bürger beschützen will,  zu sympathisieren. Andererseits gibt es da die Familien der jungen erschossenen Täter, die den Todesengel natürlich einfach nur für einen Mörder halten und ein Bruder schwört Rache. Es ist fraglich, ob der Todesengel sein Ziel erreichen kann, denn erst mal nimmt die Gewalt dramatisch zu.

Fazit

Ich bin ein großer Fan von Andreas Eschbachs Büchern und habe die meisten gelesen. Todesengel gehört für mich mit zu den Besten seiner mir bekannten Werke. Ich finde das Thema wirklich aktuell und sehr gut umgesetzt. Das Buch gibt einem einen realistischen Eindruck über das Thema wie in unserem Rechtsstaat mit Tätern und Opfern verfahren wird. wann ist man nur Opfer und wann wird man selber zum Täter. Auf eine gewisse Art war mir der Todesengel sympathisch und ich konnte seine Taten irgendwie verstehen, aber gleichzeitig zeigt einem das Buch, wie gefährlich und kontraproduktiv  diese Selbstjustiz in Wirklichkeit ist. Das Cover finde ich ansprechend, dieses Buch würde mir im Laden direkt auffallen.  Ein Buch das ich nur empfehlen kann.

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