Todesflug

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Charaktere
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  • Story
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  • Dialoge
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  • Übersetzungsqualität
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  • Gesamt
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Todesflug

Peter Beyer (Übersetzer). Goldmann 2003, Taschenbuch, 350 Seiten, € 49,95

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Todesflug von

Inhalt
Kate Gallagher ist Pilotin aus Leidenschaft bei einem amerikanischen Passagierflugzeugunternehmen. Beim Landeanflug auf New York während eines Schlechtwettertages fallen plötzlich die Instrumente aus und Kate schafft es nur mit Mühe und Not – und mit wenig Unterstützung ihres 1. Offiziers -, die Maschine einigermaßen heil zu landen. Dennoch sterben bei der Bruchlandung 6 Menschen, auch Kate wird verletzt. Wie üblich übernimmt das NTSB (National Transportation Safety Board) die Untersuchung des Wracks und des Unfalls, unter Leitung von Michael O´Rourke. Kate ist überzeugt, keinen Fehler gemacht zu haben, sondern dass die Instrumente versagt haben. Genau dies aber zeigen alle Indikatoren nicht und daher wird der Vorfall schnell als „Pilotenfehler“ deklariert.

Als weiblicher Pilot, Tochter einer griechischen Einwanderin und eines amerikanischen Soldaten und Witwe mit einer 5jährigen Tochter ist Kate es gewöhnt, sich in einer männerdominierten Welt durchzusetzen und dies mit hohem Sachverstand, Logik und Durchhaltevermögen. Unterstützt wird sie nicht nur von ihrer Mutter, die sich in den Jahren in den USA eine eigene Taverne aufgebaut hat, sondern auch von ihrem ehemaligen Ausbilder Spencer Hill. So erfährt der Leser über ihn, dass Kate zwar die erste Frau in der Fluggesellschaft war, dort aber unwissentlich härtere Tests überstehen musste, damit sie eben nicht als „Quotenfrau“ deklariert werden kann. Gemeinsam mit Hill überlegt sie, welche Ursachen der Absturz gehabt haben könnte. Sie lässt sich bei der NTSB die Unterlagen fraglicher anderer Abstürze geben und analysiert diese. Es kristallisiert sich heraus, dass ein Fehler im speziellen Navigationssystem STAR der Firma Searchlight vorliegen könnte.

Kate macht sich also auf den Weg und wird in der Firma sogar mit offenen Armen empfangen; der Geschäftsführer Davis Thompson empfängt sie und sie darf mit dem Chefentwickler sprechen. Was sie nicht weiß, ist, dass Thompson die Firma quasi übernommen hat vom Dot.com-Gründer Marshall Hayes und von Unbekannten erpresst wird, die in der Tat angedroht haben, insgesamt sogar 5 Flugzeuge zum Absturz zu bringen, indem sie in STAR einen Virus eingebaut haben, der sich nach 3.000 Flugstunden selbst aktiviert und nicht zu stoppen ist. Somit beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem Kate dann glücklicherweise noch die Hilfe von O´Rourke erhält, der langsam beginnt, ihr zu glauben und ihr seine Infrastruktur als Unterstützung bietet. Sie bekommen schließlich einen Hinweis darauf, dass gerade in diesem Moment eine mit dem Virus infizierte Maschine mit 262 Passagieren an Board auf dem Weg nach London ist, und es bleiben nur knapp 1 1/2 Stunden, um den sicheren Absturz zu verhindern. Kate greift zu sehr drastischen Mitteln…

Hintergrundinformationen
Kam Majd ist sicherlich für die meisten Leser ein unbeschriebenes Blatt. Bislang gibt es von ihm scheinbar nur 2 veröffentlichte Bücher (das hier vorliegende und ein weiteres mit Kate als Hauptfigur mit dem Titel „Todesblick“). Majd ist im Iran geboren (Jahrgang 1958), verbrachte jedoch seine Jugend in Indien, den USA und England und lebt heute in den USA. Außerdem ist er selbst Flugpilot. Das hier vorliegende Buch ist sein Erstlingswerk, 2002 erschien es im amerikanischen Original (Titel „High Wire“) und wurde sofort für den Edgar Allen Poe Preis 2003 nominiert.

Fazit
Die Story ist absolut überzeugend und spannend, der Charakter der Kate und ihrer Familie absolut überzeugend (sicherlich kann sich der Autor, der selbst als Kind mehr oder weniger als Immigrant in fremden Ländern gelebt hat, in die Psyche dieser Menschen gut hineinversetzen). Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Kate und Molly wird sehr einfühlsam und mitreißend geschildert. Demgegenüber beschreibt er genauso glaubwürdig und zielsicher auch Kates logisches Handeln und ihre Zivilcourage bei der Suche nach der wahren Absturzursache. Auch die anderen Charaktere werden sehr glaubwürdig beschrieben, so dass man die Menschen quasi vor sich sieht. Ein Lob gebührt auch dem Übersetzer: die Texte sind flüssig, die Wortwahl sehr präzise und passend. Das Buch verdient wirklich viele Leser!

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