Träume, was du träumen willst: Die Kunst des luziden Träumens

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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

/Rheingold: , was du träumen willst: Die Kunst des luziden Träumens

Aufwachen im Schlaf

Wer hat denn die Autoreninformationen im Klappentext geschrieben? Wer auch immer es war, dort findet sich ein jetzt schon legendärer Satz über den Hauptautor des vorliegenden Buches, Stephen LaBerge. „Als Sohn eines Luftwaffenoffiziers hat er viel von unserem Planeten gesehen.“ Das nennt man mal eine Aussage mit hohem träumerischem Gehalt. Womit wir auch schon beim Thema wären. Dem bewussten oder luziden Träumen. Ein so spannendes Thema, dass solch lustige Autoreninformationen natürlich völlig verblassen. Fast so im Übrigen wie Co-Autor Howard Rheingold, dem im Klappentext drei Zeilen gewidmet sind. LaBerge kommt auf 21.

Jene Positionierung aber hat sich LaBerge auch wirklich verdient. Er ist ein altbekannter Onreinonaut (so nennt man leider etwas wurmstichig die luziden Träumer), seine Werke sind seit Jahren die unangefochtene Nummer Eins auf dem Markt und sein Institut in den USA untersucht und fördert seit mittlerweile über 25 Jahren Schlaf- und Traumverhalten der Menschen. Seine Techniken und Ideen sind mittlerweile Klassiker, sein Status (vor allen Dingen seit der ebenfalls sehr angesehene Paul Tholey gestorben ist) unangefochten. Und in dem über 300 dicken Seiten neuesten Werk, welches im -Verlag in München veröffentlicht wurde, steckt alles drin, was ihn in seinem Leben bisher ausgezeichnet hat.

Neuerfindungen oder Entdeckungen werden hier nicht geboten. Was nicht Wunder nimmt, denn die Techniken und das klare Träumen sind nicht nur uralt, sondern eben auch in einem gewissen Maße (aber nur dem methodischen) begrenzt. Dennoch darf sich jeder, auch der bereits das ein oder andere Werk von LaBerge oder Kollegen im Bücherschrank – besser neben dem Bett – hat, auf ein vollgepacktes Sammelsurium an Tipps, Tricks und vielen guten Erklärungen freuen.

Der Überblick ist gelungen, der Einstieg verständlich, die Reihenfolge logisch. Alle bekannten Techniken (MILD, Autosuggestion, Weiße/Schwarze Punkt, kritische Frage, hypnagoge Bilder, Zwillingskörper und viele mehr) werden vorgestellt, bevor im zweiten Teil die Möglichkeiten des bewussten Träumens ausgelotet werden. Erkundungen, Alpträume überwinden, Heil- und Kreativträume: alles dabei, was man so oder so auch schon mal woanders gelesen hat. Aber in dieser Dichte und Komplettheit hebt sich dieses Buch deutlich von allen anderen ab!

LaBerge schreibt authentisch und zitiert sehr viele Fälle anderer Träumer, quasi autobiographische Berichte seiner Probanden im Institut. Das nimmt insgesamt einen großen Anteil des Buches ein, den man sicher hätte etwas reduzieren können. Andererseits macht ja auch der Erfahrungsbericht Appetit auf mehr und man kann sich gut darin wiederfinden (aber auch sich nicht widerfinden, was zu Problemen führen könnte).

Will man überhaupt was Negatives sagen, dann nur das, was man über vieles an sich Vielversprechende auch sagen kann. Nämlich die Unfähigkeit, dass Träumen als solches in eine Position zu verorten, die eben nichts mit dem eigenen Ich oder dem Verstand zu tun hat. Auch das gelingt LaBerge in leidvoller Tradition mit Descartes nicht.

Fazit:

Rundum gelungen, voll mit allen Techniken, Tipps, Tricks und Hintergründen. Ein Kompendium für Menschen, die wissen, dass die meisten unter ihnen immer noch nicht aufgewacht sind.

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