Tricky – Mixed Race

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Produktion
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Mixed Race

  1. Every Day
  2. UK Jamaican
  3. Early Bird
  4. Ghetto Stars
  5. Hakim
  6. Come To Me
  7. Murder Weapon
  8. Time To Dance
  9. Really Real
  10. Bristol To London

Mixed Race, das Album

Der experimentelle Musiker Tricky gehört zu den Begründern des sogenannten Trip Hop, eine Musikrichtung, die vor allem durch Bands wie Massive Attack oder Portishead berühmt geworden ist. Markenzeichen des Trip Hop sind langsame Drumrhythmen, die oft von düsteren elektronischen Klängen begleitet werden und nicht selten auch aus dem Repertoire von Jazz und Hip Hop schöpfen.

Mixed Race ist Trickys bereits neuntes Studioalbum. Auf ihm kombiniert er düstere Soundlandschaften mit afroamerikanischen Musikeinflüssen. Es entstand unter Mitwirkung von Sängerin Martina Tople-Bird, die ihn bereits schon auf seinem Debut Maxinquaye unterstützte.

„UK Jamaican“ ist eine gelungene Melange aus Funkgitarren, elektronischen Drumbeats und von einem britischen Akzent gefärbten Frauenvocals, dabei bedient sich der Track einem alten Klassiker der New Wave-Musik, ist die elektronische Synthpassage doch ein Sample des 1978 erschienenen Elektroklassikers Warm Leatherette.

„Early Bird“ ist sehr smooth, Tricky intoniert die Vocals mit seiner asthmatischen Stimme und wird von einer locker lässigen Topley-Bird begleitet.

„Ghetto Stars“ wartet mit einem dramatischen Violinenspiel auf, man sieht sich regelrecht mit einer bedrohlichen Bandenkriegsituation in einem der amerikanischen Ghettos konfrontiert, jedenfalls erzeugt dieser Song eine beklemmende Atmosphäre, aus der man sich nicht so leicht befreien kann.

„Hakim“ ist ganz anders als die anderen Songs, es singt ein mir unbekannter Mann etwas in Arabisch und wird dabei von typischen Hip Hop Beats begleitet, dieser Song versucht orientalische Klänge mit Hip Hop-Elementen zu kombinieren. Im Grunde funktioniert das ganz gut, doch verstört dieser arabische Gesang des Mannes ein bisschen.

„Come To Me“ klingt recht psychedelisch mit verzerrten Gitarren, Tricky trägt recht lässig seine Vocals vor, auch Topley-Bird steuert wieder ein paar Gesangsparts bei, bleibt aber weitgehend im Hintergrund. Das Stück entwickelt sich im Verlauf immer mehr in Richtung Jazz.

„Murder Weapon“ beginnt mit einer Spieluhrversion von Frank Sinatras „I Did It My Way“, der Song hat einen sehr eingängigen Refrain und ein kantiges Gitarrenriff, diesmal bekommt Tricky gesangliche Unterstützung von einem anderen Sänger, der Song gehört zu den stärksten auf dem Album und wurde zurecht als Single veröffentlicht.

„Time To Dance“ macht dann auch seinem Namen alle Ehre, ein tanzbarer Elektrosong mit Funkelementen. Passt sehr gut zum Wiederrunterkommen nach einer durchzechten Disconacht.

Die Beats von „Really Real“ könnte man fast schon als R’n’B bezeichnen, doch dafür ist er doch eine Spur zu experimentell.

Der letzte Track „Bristol To London vermischt Dancehall mit elektronischen Dancefloorbeats und dramatischen Stilwechseln. Ein recht interessantes Stück.

Fazit

Mixed Race klingt nicht wie die übrigen Alben von Tricky, hier kombiniert er  Stile, die auf den ersten Blick nicht viel gemein miteinander haben, aber nach und nach so richtig zünden. Größtes Manko dieser Scheibe ist die kurze Spieldauer. Das Album besitzt bei 10 Tracks gerade mal eine Spielzeit von kaum einer halben Stunde. Die einzelnen Stücke sind sehr kurz und wirken eher wie kleine Hörproben. So fällt es dem Hörer schwer, so richtig in das Album hineinzukommen, kaum glaubt man Zugang zu einem Track gefunden, zu haben, ist er auch schon zu Ende. Dennoch ist Mixed Race sehr abwechslungsreich und beweist Trickys Gespür für innovative Sounds.

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