Udo Steinbach: Geschichte der Türkei

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Udo Steinbach: Geschichte der Türkei

Das Buch ist im Jahre 2001 im Verlag München erschienen. Es ist 127 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die Türkei ist das Grenzgebiet zwischen Europa und Asien. Der Inhaltsangabe zufolge zeichnet Steinbach „die innen- und außenpolitische Entwicklung der Türkei seit ihrer Gründung im Jahre 1923 nach“.

Über den Autoren

Udo Steinbach wurde 1976 in Pethau geboren. Er studierte Islamwissenschaften und Klassische Philologie in Freiburg und Basel. Das Studium schloß er 1970 mit der Dissertation ab. Nach einigen anderen Stationen war er 1976 bis 2007 Direktor des Deutschen Orient-Instituts, Hamburg.

Derzeit lehrt er am Zentrum für Nah- und Mitteloststudien der Philipps-Universität Marburg. Seit 1991 ist er außerdem Honorarprofessor an der Universität Hamburg. Nach Verlagsangaben gilt Steinbach „als herausragender Experte für den Nahen und Mittleren Osten“.

Die Besprechung

Das Buch hält, was die Inhaltsangabe verspricht. Es bietet eine leicht verständliche Zuasmmenfassung der Geschichte der Türkischen Republik. Die Ausführungen begrenzen sich auf die offizielle Politik. Auf Themen wie Kultur, Sozialwesen, Religion oder die Emigration nach Deutschland wird überhaupt nicht eingegangen.

Das Buch kann daher bestenfalls eine Übersicht sein, ein Einstieg in das Thema, das zu weiterer Lektüre anregt. Wie schon oben gesagt: Es werden viel zu viele Themen vernachlässigt, als daß das Buch eine gründliche Beschreibung der türkischen Geschichte wäre.

Natürlich wird in dem Buch auf das Osmanische Reich als Vorgängerstaat eingegangen. Liest man den Begriff „Türkei“ im Titel eines Buches, denkt der Leser von heute an die Türkei, die wir heute kennen. Da wäre es also sinnvoll gewesen, auf diesen Teil des früheren Osmanischen Reiches etwas genauer einzugehen.

Von den beiden Landkarten jeweils im Innenteil der beiden Buchdeckel einmal abgesehen ist da Buch ein reine Bleiwüste. Was schon irgendwie bedauerlich ist. Historische Persönlichkeiten werden genausowenig gezeigt die fotographisch dokumentierte wichtige geschichtliche Ereignisse. Gerade Bilder aus der Türkei der `20er bis `50er Jahre wären für heutige Leser schon interessant und hätten durchaus einen Informationswert.

Der Verlag hat so eine gute Chance vertan, Niveau und Qualität des Buches, das zur Reihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“ gehört, zu heben.

An wen wendet sich das Buch? Türkischstämmige Migranten in Deutschland können es genauso nutzen wie einheimische Leser, die sich für das Land interessieren. Es wendet sich dabei bevorzugt an Erwachsene; ob es auch für Schulzwecke genutzt werden kann, werden Lehrer besser beurteilen können.

Das Fazit

Das Buch ist eine komprimierte Zusammenfassung der politischen Geschichte der Türkei, schwerpunktmäßig ab 1923.

Da weder historisch interessante Personen porträtiert oder gar biographisch vorgestellt noch geschichtlich wichtige Ereignisse genauer beschrieben werden, kann das Buch als Einstieg für Personen gelten, die sich mit der Geschichte des Landes beschäftigen wollen.

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