Ulf Sommer: Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands Eine Blockpartei unter Führung der SED

Das Buch ist im Jahre 1996 im aus Münster veröffentlicht worden; mit 360 Seiten ist es doch sehr umfangreich geraten.

Die Inhaltsangabe
Die LDPD = Liberal-Demokratische Partei Deutschlands war die FDP der Ostzone. Kann man so sagen? Ja, im gewissen Sinne schon. Faktisch war sie eine bürgerlich-liberale, „antifaschistische“ Blockpartei, die seit ihrer Gründung in der Zeit direkt nach dem 2. Weltkrieg personell und inhaltlich von der SED abhängig war.

Das Buch ist das Ergebnis einer Dissertation, die der Autor 1996 an der philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster abgegeben hat. Das Buch erzählt die Geschichte der ostdeutschen Partei von der Gründung bis zur Wende 1989. Weitere Daten über ihn sind in dem Buch nicht enthalten.

Inhaltlich konzentriert sich das Buch dabei auf die 1950er Jahre und die Zeit der Wende 1989. Die `60er, `70er und frühen `80er Jahre fehlen komplett. Was den wissenschaftlichen Anspruch und Charakter des Buches anbelangt, ist diese zeitliche Lücke doch sehr unbefriedigend. Hier hätte doch viel über das politische Innenleben der DDR erzählt werden können.

Das Ende des Buches bietet einige Statistiken über die LDPD sowie Kurzbiographien wichtiger LDPD-Politiker aus den Anfangstagen.

Die Buchbesprechung
Die Texte sind zwar so anschaulich, lebendig und voller Zitate geschrieben, wie es sich für ein wissenschaftliches Werk gehört; gleichzeitig ist das Buch aber auch eine Bleiwüste. Kein Porträtfoto, kein historisches Bilddokument läßt die damalige Zeit noch einmal lebendig werden.

Es ist schwierig abzuschätzen, wie vollständige die Dissertation hier wiedergegeben wird. Als Leser, der die damalige Zeit nicht (bewußt) miterlebt hat, möchte man die Geschichte einer Partei natürlich komplett erzählt bekommen.

Der Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel zufolge fehlt es oft an Originaldokumenten. Dieses Argument überzeugt nur bedingt. So fehlen beispielsweise Interviews mit Zeitzeugen. Die subjektive Erinnerung eines Menschen mag vielleicht nicht unbedingt wissenschaftlichen Kriterien genügen, ist aber besser als nichts. Selbst die wenigen Originaldokumente, die es gibt, hätte ausgereicht, um eine Bilder der fehlenden Zeit zu geben.

Das Fazit
Das Buch enttäuscht ein wenig. Es beschreibt die LDPD nur sehr unzureichend, weil – unter chronologischen Gesichtspunkten – doch weite Teile der Geschichte fehlen. Es ist nicht ersichtlich, ob sie in der Dissertation, die die Grundlage des Buches bildet, tatsächlich enthalten sind. Der heutige Leser, der unter Umständen die DDR nicht mehr erlebt hat, wird hier nur unzureichend informiert. Es hätte zumindest erklärt werden müssen, warum die vorhandenen Unterlagen unvollständig sind und wie es zu diesen Lücken kommen konnte.

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