Unsere Lieblingslieder

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  • Interpretation
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SÜDTIROLER SAHNESTÜCKE!

Die Band:

2001 gründeten (Gitarre, Gesang) und Jonas Notdurfter (Gitarre) in Brixen, Südtirol eine Band. Schon bald stießen Jochen Gargitter (Bass) und Christian Fohrer (Schlagzeug) dazu und waren geboren. Geprägt durch Bands wie Rammstein, und vor allem die Böhsen Onkelz wenden sich dem Deutschrock zu. 2002 erscheint ihr Debütalbum „Eines Tages“. Zu Kontroversen führt die angeblich politische Einordnung der Gruppe. Immer wieder besingen sie ihre Heimatliebe zu Südtirol und die damit verbundenen deutschsprachigen Wurzeln und werden dadurch von manchen Medien in Richtung Neo-Nazi-Szene geschoben. In Interviews und anderen Statements macht die Band aber mehr als einmal deutlich, dass sie keine politisch gesinnte Musikgruppe sind und das sie sich klar vom Links- und Rechtsextremismus distanzieren.

Das Album:

Kurz vor dem ersten großen Stadionkonzert ihrer Karriere am 05. Juli 2019 in der Commerzbank Arena in Frankfurt kommt die Rockband aus Südtirol mit einem neuen Album daher. Allerdings nicht mit Songs aus eigener Feder, sondern mit einem Streifzug durch die deutsche Rock-, Pop- und HipHop-Szene. Dabei hat man sich pikanterweise auf die Bands konzentriert, die Frei.Wild immer wieder kritisiert oder gar zum einem Boykott aufgerufen haben.

Natürlich dürfen Die Ärzte oder nicht fehlen. Ob es allerdings wirklich „Schrei nach Liebe“ (hier gibt es bereits eine tolle Coverversion von den Toten Hosen) und „Zehn kleine Jägermeister“ sein mussten, lasse ich mal dahingestellt. Bei Songs wie „Schüsse in die Luft“ von oder „Ruby, Light & Dark“ von den sind Frei.Wild vom musikalischen Stil einfach zu nah dran, um einem Cover eine vollkommen neue Richtung zu geben. Trotzdem gefallen mir die Songs.

Richtig gut ist das Album immer dann, wenn Frei.Wild sich bei dem zu covernden Song von ihrer eigenen Musikrichtung entfernen. „Im Ascheregen“ (im Original von ) kommt so druckvoll und eingängig daher, dass sie dieser Titel wirklich zu einem der ihren machen. Gleiches gilt für „Wir“ von , der in der Version von Frei.Wild ebenfalls deutlich dazugekonnt. Auch „Alles auf Rausch“ von ist einer der großen Gewinner dieses Albums.

Ein anderer Titel, auf dem ich mich richtig gefreut habe, konnte mich nicht so mitreißen. „Still“ von zählt für mich zu den besten deutschen Stücken der letzten Jahre. Leider schaffen es Frei.Wild nicht, obwohl sie selbst herausragende Balladen im Repertoire haben, an die Klasse des Originals heranzukommen. Vielleicht wäre hier eine akustische Version eine gute Alternative gewesen.

Trackliste:

01 – Im Ascheregen

02 – Schüsse in die Luft

03 – Schrei nach Liebe

04 – Wir waren hier

05 – Wir

06 – Ruby, Light & Dark

07 – Still

08 – Alles auf Rausch

09 – Zehn kleine Jägermeister

Fazit:

Auch wenn „Unsere Lieblingslieder“ kein Meilenstein in der Diskografie von Frei.Wild ist, ist es eine nette Idee, zumal ich einige Songs („Im Ascheregen“, „Wir“, „Alles auf Rausch“) richtig toll finde. Vielleicht findet der eine oder andere Titel sogar Einlass in die Setlist für das große Stadionkonzert. Und als Überbrückung bis zum nächsten regulären Frei.Wild-Album (müsste nicht „Still 2“ in den Startlöchern stehen?) ist es mit Sicherheit ein nettes Gimmick.

 

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