Unterwegs in Marokko

Autorenwertung
  • Humor
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  • Geschichte
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  • Lesbarkeit
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
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Rezension von: B.Agada | Rezensionsdatum:

Unterwegs in Marokko – Reiseroman von

Eigentlich ist er seiner Veronika treu ergeben – eigentlich…
So beginnt ein amüsanter Reiseroman mit dem Reiseleiter Paul, der Marokko, das Reisen und die Frauen liebt.

Inhalt:
Als kleiner Junge lernt Paul kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs im österreichischen Vorarlberg ein „Marokkanerle“ kennen. Sie heißt Veronika und wird seine erste Geliebte.
Nachdem Paul, inzwischen erwachsen geworden, seine Tätigkeit als Lehrer aufgeben muss, wird er eher zufällig von einem Reisebüro in Innsbruck als Reiseleiter nach Marokko geschickt, das war Weihnachten 1976. Anstatt von seiner Frau Karin wird er von Ute begleitet, die er bei einer seiner ersten Reisen nach Frankreich „eroberte“. Seine Begeisterung gilt von da an dem Land am Atlas und seinen Bewohnern. Immer wieder bereist er mit den Reisegruppen und den einheimischen Reiseführern Isa, Said, Mustapha und anderen das Königreich Marokko.

Königsstädte und andere „Königinnen“
Die Königsstädte-Tour beginnt mit dem Flug nach Casablanca, aber schon geht es mit dem Bus weiter nach Rabat. Der einheimische Reiseleiter Isa behauptet, dass nur Marokkaner in Marokko führen dürften und bei den Stadtspaziergängen verbannt er Paul ans Ende der Gruppe, damit niemand verloren geht.

Das gibt Paul Zeit sich in das Land zu „träumen“ und er vergisst fast alles um sich herum, wäre da nicht eine Mitreisende, die ihn „unauffällig“ begleitet. Ute ist an Isas Seite und informiert Paul über das, was Isa erzählt.

So erfährt er doch so einiges, was er für seine weiteren Reisen brauchen kann, zum Beispiel über gut erhaltene Stadtmauern in Rabat, verwinkelte, schmale Gassen und Märkte in Fes, den „Platz der Gehenkten“ in Marrakech und dass die „unauffällige Begleitung“ Juliane heißt. Mit ihr und Ute tanzt Paul in das neue Jahr.

So geht die erste Reise mit Informationen über Weinanbau, Arganbäume, Beschneidung der Jungen, Baraka und vielem mehr in Casablanca zu Ende.
Zu Hause, bei seiner Frau Karin, berichtet Paul von den Marokkanern, Moscheen und Minaretten. Von Juliane berichtet er natürlich nicht.

Veränderungen
Nach einigen Reisen in andere Richtungen, mal in Begleitung von Karin, dann von Juliane, klingelt eines Tages bei Paul das Telefon. Es war Isa, der aus Innsbruck anrief und Paul einlud ihn zu besuchen. „Aber gern“ sagt Paul und zu welcher Adresse? Paul war sprachlos, die Adresse kannte er bereits.

Die nächsten zehn Jahre bringen für Paul einige Veränderungen. Er zieht nach Innsbruck, wird von Karin „vor die Tür gesetzt“, zieht bei Juliane ein und wird nach der Hochzeit mit ihr Vater zweier Töchter. Er reist nach Ägypten und in andere Länder und hofft, endlich ein treuer Ehemann zu werden, doch es kommt anders.

Weitere Marokko-Reisen
Endlich kann Paul wieder, Ende 1986, nach Marokko reisen. Er fliegt nach Tanger und von dort geht es weiter nach Asila, Lixus, Volubilis, Meknes, Fes, Marrakech, Essaouira, Casablanca, Rabat und zurück nach Tanger. Eine sehr interessante und informative Rundreise mit vielen Eindrücken für Pauls Gäste, doch Paul selbst erlebt in Marrakech seinen Alptraum. Hat er Veronika wieder gesehen, sie war es doch, warum hat sie auf seine Rufe nicht reagiert? Oder war sie es doch nicht?

Die nächste Reise führt Paul 1994 in den Süden Marokkos und gleich am Flughafen in Casablanca steht zu einer Überraschung – Ute. Sie hat zusammen mit Isa eine eigene Reiseagentur gegründet, was nun schon bald zwanzig Jahre her ist.

Ende gut – alles gut
Inzwischen sind wieder mehr als zehn Jahre vergangen. Pauls Töchter sind erwachsen und fahren selbst, natürlich nach Marokko, seine Frau Juliane, von einer gemeinsamen Trekkingtour mit den Mädchen ebenfalls vom „Marokko-Virus“ infiziert, lässt sich scheiden, um einen Marokkaner zu heiraten.
Und Paul ? Er ist natürlich nicht allein. Aber hat er seine Veronika gefunden? Wie es mit Ute, Juliane, Gitti, Anna und vielen anderen Reisebegleiterinnen weitergeht, lesen Sie besser selbst.

Autor:
Der österreichische Lehrer, literarische Übersetzer und Autor Karl Plepelits bringt seine Begeisterung für Marokko sehr gut zum Ausdruck. Mit Sicherheit ist sein Titelheld Paul weit mehr als „nur“ eine Romanfigur die „zufällig“ auch Reiseleiter ist. Weitere Reiseromane von Karl Plepelits sind im erschienen: Unterwegs in Ägypten, 2009 und Unterwegs in Libyen, 2010.

Fazit:
Reiseleiter Paul reist gern nach Marokko. Das Land und seine Bewohner begeistern ihn immer wieder aufs Neue. Die besondere Architektur, die Landschaft und die herzlichen Begegnungen mit den Marokkanern, aber auch viele delikate Geschichten mit den weiblichen Mitreisenden (um das Klischee von Busfahrern und männlichen Reiseleitern zu bedienen) machen das Buch zu einer kurzweiligen, amüsanten Lektüre.

Über 30 Jahre Erfahrung als Reiseleiter in Marokko und anderen Ländern bringt der Autor geschickt und locker in den Dialogen ein, so dass das Buch auch während einer Reise durch das westlichste Land des Maghreb durchaus nützlich sein kann.

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