Ursula Poznanski – Erebos

Autorenwertung
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Erebos

Ursula Poznanski. Loewe 2011, Taschenbuch, 488 Seiten, € 6,95

Rezension von: Christopher | Rezensionsdatum:

Du bist ein Teil von etwas ganz großem

 

Du denkst du bist es. So und nicht anders muss sich der Protagonist von Poznanskis Werk Erebos gefühlt haben nachdem er endlich die ersehnte CD erhalten hat. Denn vor geraumer Zeit haben seine Klassenkameraden angefangen sich komisch zu verhalten. Und immer ging es um eine CD. So steht nun Nick vor der Entdeckung das es sich zunächst um ein einfaches Spiel dreht, was jedoch im Verlauf – sein und das Leben aller – seiner Schulkameraden umdreht.

 

Das Spiel weiß alles

 

Der Auftakt, wie bei jedem Spiel, ist die Namensfindung. Doch muss Nick verwundert feststellen, dass alle seine bisherigen Nicknames vom Spiel nicht akzeptiert werden. Erst nach der Eingabe seines richtigen Namens begingt das Rollenspiel Erebos und schlägt ihn in seinen Bann. Denn die Gemeinschaft der Welt von Erebos hat es sich auf die Fahne geschrieben den Turm von zu zerstören. Mithilfe der anderen Spieler wird dies zum obersten Ziel erklärt und der Weg dorthin ist mit Monster aller Art gespickt. Wer diese Aufgaben erfolgreich löst darf sich bei Tapferkeit und Einsatz vom Boten eine weitere Stufe übergeben lassen. Alle, die es zu hart getroffen hat werden vom Boten mit einer Aufgabe betraut. Doch diese Aufgabe hat es in sich, wie auch Nick mehrere Male feststellen musste. Denn nicht die Spielewelt ist der Austragungsort dieser Aufgaben, sondern die reale Welt Londons. Die Aufgaben für Nick sind zunächst beobachtende Aufgaben, doch als er wiederholt dem Spieleaus (wer im Spiel stirbt verliert das Spiel endgültig) vor sich hat veranlasst ihn der Bote einen Mord zu begehen.

 

Aktuelle Themenwahl lädt zum Dialog ein

 

Die Themenwahl der ist angesichts der andauernden Debatten um die Auswirkungen derselbigen von Poznanski glücklich gewählt aber leider muss der wirkliche Rollenspiel-Spieler feststellen, dass die Welt von Erebos zu kurz kommt und das Flair eines packenden Rollenspiel nicht aufkommt. Jedoch will das Buch wahrscheinlich weniger die Leser damit in den Bann schlagen, sondern vielmehr mit dessen Auswirkungen. Denn diese sind sehr weitreichend und in einigen Fällen sogar strafbar. Die Überlegung, dass ein Computerspiel zu so weitreichenden Auswirkungen fähig ist, lässt unwillkürlich den älteren Leser an Skynet denken: Die allwissende Maschinenwelt. Zu kurz gerät dann doch der moralische Anspruch der ganzen Thematik, der in meinen Augen wenigstens in einem Jugendbuch vorhanden sein sollte. Die Reflektion eines solchen Themas kann man von einem Jugendlichen nicht verlangen. An dieser Stelle würde ich daher den Eltern zu gemeinsamen kritischen Lektüre raten, um nicht negative Effekte zu erzeugen. Denn manche Ereignisse, besonders die sexuelle Beschuldigung, bleiben ungeahndet und lassen an der Moralität des Buches zweifeln. Ebenso verhält es sich mit dem Ausgang der Geschichte, die nur ansatzweise kritisch hinterfragt wird.

 

Fazit

Und wo bleibt die der Geschicht?

 

Als Fazit lässt sich sagen: ein sehr spannendes Buch mit viel Potential aber einer etwas fragwürdigen Moral, die dazu aufruft die Eltern mit in die Pflicht zu nehmen im Gespräch mit den kleinen Lesern!

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