Vergiss deine Brille

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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Leo Angart: Vergiss deine Brille: Mit effektiven und gezielten Übungen zurück zur natürlichen Sehkraft

Siehste! Es funktioniert.

Wer weiß auf Anhieb was ein Business Consultant ist? Also, das ist ein, äh, ja also… Leo Angart ist ein Business Consultant, zumindest in der Autoren-Beschreibung des Verlags, das seinen Bestseller Vergiss deine Brille im deutschsprachigen Raum verlegt. Vielmehr aber ist Angart ein Physiologe, ein Optiker, ein Wissenschaftshistoriker und zuallererst ein Praktiker. Ein Praktiker für ein natürliches Sehtraining, für die tatsächliche Möglichkeit, mit Hilfe gezielter Übungen Augenproblematiken in den Griff zu bekommen und sogar zu verbessern.

Eigentlich handelt es sich dabei um eines der ältesten und zugleich wichtigsten biologischen Gesetze überhaupt. La Roux formulierte bereits im 19. Jahrhundert das Gesetz der biologischen Anpassung, das einfach formuliert lautet: Die Funktion belebt das Organ. Anders ausgedrückt: wer funktionell trainiert, erhält als biologische Antwort Adaptionen. Muskeltraining baut Muskeln auf, Ausdauertraining die Kreislauffunktionen und Augentraining verbessert, so einfach ist es, die .

Der Urgroßvater allen Augentrainings, der Amerikaner William Bates, hat diese Logik bereits vor über 100 Jahren zu seiner obersten Arbeitsmaxime erhoben. An seiner Biographie erkennt man auch die Schwierigkeiten, die heute wie damals solchen Visionären (im wahrsten Sinne des Wortes) im Wege standen. Sie liegt in der oberflächlichen und stofflich linearen Weltsicht der modernen Naturwissenschaft, in diesem konkreten Fall der universitären Medizin. Dass diese auch in vielen anderen vergleichbaren Fällen der eigentlichen Ursache nicht auf den Grund kommen kann, ist ein altbekanntes Phänomen, das sich –auch das seit Langem offensichtlich – aufgrund politischer und vor allen Dingen wirtschaftlicher Interessen so schnell nicht ändern wird. Die Brillen- und Optikindustrie muss ja auch weiterhin Geld verdienen, mit Dingen, die laut Angart gar nicht in dem Maße nötig wären.

Klar und präzise, dabei aber verständlich und nachvollziehbar. So führt der Autor in die Welt des Sehens ein, stellt anatomische und physiologische Hintergründe vor (die immer mit sehr anschaulichen Bildern erklärt werden) und kombiniert diese glücklicherweise auch mit geistigen Aspekten menschlichen Daseins. Heraus kommt also eine fundamentale Weiterentwicklung der Batesschen Pionierarbeit, die mittlerweile eine ganze Reihe weiterer Publikationen und mehrere Auflagen erlebt hat.

Der Hauptteil des Buches ist die Vorstellung der einzelnen Augenproblematiken (u.a. Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Schielen, Farbproblematiken etc.) und eine reichhaltiges Angebot an Übungen zum Trainieren sowie zum Integrieren in den Alltag. Praktischerweise bietet der Autor auf einer im Buch angegeben Website die Sehtafeln, die zu manchen Übungen notwendig sind, zum kostenlosen Herunterladen an – für den Fall, dass diejenigen im Buch zu klein oder umständlich sind.

Von Seminarteilnehmern gibt es selbstredend positive Reaktionen (in Form von Zitaten) und auch die biologischen Grundlagen sprechen in jeder Hinsicht für eine erfolgreiche Option der Selbstbehandlung. Angart verspricht schnelle und unkomplizierte Hilfe. Letzteres ist nach Lektüre des Buches gesichert, ersteres wird jedem empfohlen selbst auszuprobieren. Besser und natürlicher kann der Weg zur Natur nicht gelingen.

Fazit:

Die Nahrungsergänzungsmittel hätte sich Angart sparen können, denn diese empfiehlt er in nicht gerade geringer Dosis zur Unterstützung. Die Übungen darf er weiterhin ausbauen und so klug und hellsichtig (sic!) präsentieren. Es ist ein kleiner, aber sehr feiner Weg der Geißel der Moderne, nämlich der Schulmedizin, den Rücken zu kehren und wieder zu dem zu werden, was man ist. Ein sinnliches Wesen der Selbstverantwortung.

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