Verzeichnis der Holz- und Metallblasinstrumentenmacher auf deutschsprachigem Gebiet

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Rezension von: skrueger | Rezensionsdatum:

Verzeichnis der Holz- und Metallblasinstrumentenmacher auf deutschsprachigem Gebiet von 1500 bis Mitte des 20. Jahrhunde von (Autor)

Autor
Günter Dullat hat etliche Bücher und Arbeiten zu Holz- und Blechbalsinstrumenten geschrieben. Er widmete sich sowohl Studien zum Instrumentenbau als auch zu den geschichtlichen Entwicklungsstufen und der Technologie der Blasinstrumente.

Geschichte des Verlags
Das vorliegende Werk wurde 2010 bei HANS SCHNEIDER in verlegt. Bereits im Jahre 1958 ergänzte Hans Schneider, der 1949 sein Musikantiquariat gegründet hatte, dieses durch einen musikwissenschaftlich ausgerichteten Verlag. Zu Beginn gab er hauptsächlich wichtiger Quellen zur Musikgeschichte als Faksimiles heraus. Im Laufe der Zeit wurden unzählige wissenschaftliche Buchreihen mit in das Verlagsprogramm aufgenommen.

Heutzutage kann der Verlag auf eine Zusammenarbeit mit mehreren bekannten musikwissenschaftlichen Institutionen in ganz Deutschland und Österreich zählen. Darunter finden sich die Universitäten Frankfurt, Mainz, München, Regensburg, Tübingen, Wien und Würzburg, die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, das Kunsthistorische Museum in Wien, die Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte, die Musikhochschule München, der Landesverband Bayerischer Tonkünstler, die Johannes-Brahms-Gesellschaft Internationale Vereinigung, die Hans Pfitzner-Gesellschaft, die Internationale Richard Strauss-Gesellschaft, die Internationale Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft, das Wiener Institut für Strauß-Forschung, die Internationale Joseph Haydn Privat-Stiftung Eisenstadt, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die Internationale Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik.

Schwerpunkte im Verlagsprogramm sind musikbibliographische Arbeiten, Musikinstrumentenkunde, Musikgeschichte, Studien zum Musikverlagswesen sowie Reprints wesentlicher Quellen zur Verlags- und Musikgeschichte.
Seit der Gründung des Verlags sind über 1300 Titel bei „Hans Schneider – Tutzing“ erschienen.

Aufbau
Nach dem kurzgefassten Vorwort gibt es Hinweise zum Aufbau und der Benutzung der vorliegende Ausgabe. Ein Verzeichnis der Abkürzungen und Symbole schließt sich an.

Das Kapitel „Die Entwicklung des professionellen Holz- und Metallblasinstrumentenbaus auf deutschsprachigem Gebiet“ untergliedert sich zeitlich jahrhunderteweise. Ein nächstes Kapitel widmet sich dem Signieren im Holz- und Metallblasinstrumentenbau und enthält auch allgemeingültige Hinweise zum Signieren. Darauffolgend geht es um Werkstattzeichen, Hersteller- und Besitzermonogramme, Händlerinschriften, Stimmvermerke und Stückkennzeichen, Beschau- und Warenzeichen sowie sonstige Signaturinschriften.

Es schließt sich eine chronologische Übersicht Deutscher Patente und Gebrauchsmuster an.
Dann folgt eine Übersicht über Modelle, Stempel- und Schutzmarken, Trademarks etc. sowie eine Auflistung der Holz- und Metallblasinstrumentenmacher auf deutschsprachigem Gebiet mit Informationen zu deren Wirkungsstätten. Mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis schließt das Werk.

Inhalt
Im vorliegenden Werk werden im großen und ganzen alle auf deutschsprachigem Terrain tätigen Holz- und Metallblasinstrumentenmacher von 1500 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts erfasst, mit Ausnahme der Namen und Werkstätten Schweizer Blasinstrumentenmacher, die in dieser Ausgabe nicht berücksichtigt wurden. Der Katalog wrude unter Berücksichtigung aller Personen, die auf Grundlage ihres Meisterbriefes oder einer Gewerbelizenz als selbständige Handwerker nachzuweisen sind aufgestellt.

Selbst wenn der Besitz bzw. die Ausstellung eines Gewerbescheins oder die Etablierung nicht amtlich belegbar, aber wahrscheinlich ist, wurden sie mit erfasst und dies gesondert angemerkt. Der Autor hat in seinen Forschungsarbeiten für diesen Band nicht nur übliche Quellenmaterialien und einschlägige Bestände wie Adreß-, Straßen- und Hausbesitzerverzeichnisse, Museums-, Hersteller- sowie Ausstellungskataloge ausgewertet, sondern auch biographische und werkstattgeschichtliche Nachforschungen durch Anfragen oder auch persönliche Recherchen in Stadt- und Kirchenarchiven (Einwohnermeldekarteien, Branchenverzeichnisse, Matrikelbücher etc.) durchgeführt.

In diesen umfangreichen Vorarbeiten spiegelt sich wieder, wie detailliert und umfassend das entstandene Werk geworden ist.
Die Einträge sind alphabetisch nach Namen aufgelistet. Es wurden jeweils Kurzbiographien mit aufgeführt. Darin wurden soweit in Quellen dokumentiert nicht nur das familiäre Umfeld und die berufliche Entwicklung der Instrumentenmacher erfasst, sondern auch die verwendeten Signaturen, Hersteller- und Werkstattzeichen, sowie Angaben zu den erteilten Patenten genannt.

Dem Verzeichnis, was den eingentlichen Haupteil des Werkes darstellt, ist ein ausführlicher Essay zur Entwicklung des Holz- und Metallblasinstrumentenbaus sowie zur Praxis des Signierens und Prägens von Instrumenten vorangestellt. Zudem sind Patente und Gebrauchsmuster, Modelle, Stempel- und Schutzmarken in Tabellen übersichtlich zusammengefasst. Ein zusätzliches Verzeichnis schlüsselt die Instrumentenmacher auch nach ihren Wirkungsstätten auf. Es zeigt sich, was für eine enorme dokumentatorische Arbeit dahintersteckt.

Fazit
Zur Geschichte des Holz- und Blechblasinstrumentenbaus ist dieser Band ein unverzichtbares Nachschlagewerk. Es ist nicht nur inhaltlich sonder auch von der Aufmachung her gelungen. Das Werk enthält zweifarbige Abbildungen und ist in Leinen gebunden.

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