Vestische Eisenbahnen: Auf Linie

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Gmbh (Hrsg.): Auf Linie Menschen, Mobilitä und mehr – 100 Jahre Vestische

Das vorliegende Buch ist im Jahre 2001 im Klartext-Verlag aus Essen herausgekommen. Es ist 145 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die Geburtssstunde des Unternehmens aus der Ruhrgebietsstadt Recklinghausen schlägt am 1. Mai 1901. An diesem Tag genehmigt nämlich der zuständige Regierungspräsident den Betrieb einer Straßenbahnlinie, die schon 10 Tage später Recklinghausen, Herne und Wanne miteinander verbindet.

Nach eigenen Angaben entstand daraus „ein modernes Dienstleistungsunternehmen, dessen Fahrzeuge heute mehr als 20 Millionen Kilometer pro Jahr zurücklegen, in einem Bedienungsgebiet von übre 1.000 Quadratkilometern mit rund einer Million Einwohnern“, wie es die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel berichtet.

Das Buch – eine Einordnung

Das Buch ist eine hübsch gemachte Zeitreise durch das 20. Jahrhundert. Es bietet nicht unbedingt Technikgeschichte und mehr als die Geschichte eines kommunalen Wirtschaftsunternehmens. Es zeigt auch, wie der Öffentliche Personennahverkehr das Leben (in) einer Stadt verändert, also ein Stück weit zur öffentlichen Infrastruktur beiträgt.

Cornela Wegener und Sibylle Brakelmann sind die Autorinnen des Buches. Es gelingt ihnen, sachlich und doch sehr anschaulich die historischen Fakten zu beschreiben. Es ist schon erstaunlich, wie viele Fotos und schriftliche Dokumente sie im Buch verwerten können. An manchen Stellen nehmen sie sogar einen Umfang an, der weit über den Textteil hinausgeht.

Ein Wort zum Verlag

Die Klartext Verlagsgesellschaft mbH, wie der Verlag aus Essen offiziell heißt, wurde im April 1983 gegündet. Der Buchverlag war ursprünglich mit dem Anspruch angetreten, „Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien zu schaffen“. Er wurde im Oktober 2007 von der WAZ-Mediengruppe übernommen. Inwieweit er da noch „Gegenöffentlichkeit“ bieten kann, wird der geneigte Leser schon selbst entscheiden können.

Klartext veröffentlicht populäre Sachbücher (darunter Ratgeber, Freizeitführer, Sport- und Fotobände) und wissenschaftliche Fachbücher (u.a. Monografien, Sammelbände und Tagungsbände). Im Sachbuchbereich liegt der Schwerpunkt auf regionalen Titeln zum Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen.

Im Bereich Wissenschaft konzentriert sich das Programm auf Geschichte (mit Schwerpunkten auf regionaler, neuerer und Zeitgeschichte) und Kulturwissenschaften. Der Verlag hat über 2.500 Titel im Programm.

Nach eigenen Angaben sind davon ca. 1.100 lieferbar. Die jährliche Produktion liegt nach Verlagsangaben  bei etwa 150 Titeln. Eines der erfolgreichsten Sachbücher ist Claus Spricks Hömma! Sprache im Ruhrgebiet, das zuerst 1984 erschienen ist und 2009 in 12. Auflage veröffentlicht wurde.

Der Verlag veröffentlicht u.a. die Schriftenreihen des Instituts für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, des Fritz-Hüser-Instituts für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur und des Westfälischen Industriemuseums sowie das Jahrbuch für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Der gibt verschiedene populäre und wissenschaftliche Zeitschriften zu den Themen Kulturwissenschaft (kultuRRevolution – Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie), Bildung (Wege der Weiterbildung), Industriekultur, Architektur und Denkmalpflege (Denkmalpflege im Rheinland; Industriekultur – Zeitschrift für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial,- Umwelt- und Technikgeschichte) sowie regionale und allgemeine Geschichte (Forum Geschichtskultur Ruhr; Geschichte im Westen; Heimat Dortmund; WerkstattGeschichte) heraus.

Ich beschreibte den Verlag hier nicht umsonst so umfangreich. Ich habe ihn im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit als Verlag kennengelernt, der sich mit seinem Programm durchaus um die Region bemüht, ohne sich in Details zu verzetteln.

Das Fazit

Wer sich – beispielsweise als Heimatforscher – für die Geschichte Recklinghausens interessiert, hält hier durchaus ein brauchbares Buch in den Händen. Es weckt Erinnerungen an die gute alte Zeit. Und macht auch so ganz nebenbei Werbung für das Unternehmen.

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