Violin Fantasien

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Violin-Fantasien

Schubert (Komponist). Naxos (Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-) 2004, Audio CD, € 0,99

Rezension von: Remary | Rezensionsdatum:

Violin-Fantasien von

Trackliste

  • 01 – Franz Schubert (1797 – 1828)
    Fantasy for violin and piano in C major, D. 934, Op. 159
  • 02 – Heinrich Wilhelm Ernst (1814-1865)
    Fantasie brillante sur l’opéra ‚Otello‘ de Rossini, Op. 11
  • 03 – Arnold Schönberg (1874-1967)
    Phantasy for violin with piano accompaniment, Op. 47
  • 04 – Franz Waxman (1906-1967)
    Carmen Fantasy

Based on themes from Bizet’s ‚Carmen‘
Frank Huang, Violin – Dina Vainstein, Piano


Die Künstler

Frank Huang, der 1978 in China geborene Geiger, ist der erste Preisträger des internationalen Violinwettbewerbs Hannover 2000. Als hochbegabtes Kind erhielt er Geigenunterricht von seiner Mutter, später war Fredell Lack in Housten sein Lehrer. Sein Studium absolvierte er an der Juilliard School in New York bei Robert Mann. Frank Huang trat solistisch bereits mit zahlreichen großen Orchestern auf und erarbeitete sich nach und nach den Ruf des brillanten Violinvirtuosen. Neben dem solistischen Spiel widmet sich Frank Huang sehr intensiv der Kammermusik und spielte mit dem Amadeus Chamber Orchestra und dem Ying Quartett. Seit 2009 ist er Professor für Violine und Kammermusik an der Eastman School of Music in New York.

Dina Vainstein, geboren und aufgewachsen in Russland, begleitete Frank Huang durch den Violinwettbewerb in Hannover 2000. Sie absolvierte ihre Klavierstudien am Barnaul College of Music und an der Russian Academy in Moskau.

Das Album

Was diese CD so interessant macht, ist die programmatische Annäherung an die Kompositionsform der Fantasie. 4 Fantasien, 4 Komponisten, 4 Epochen. Die erste hier vorgestellte Fantasie entstammt gegen Ende seines kurzen Lebens Franz Schubert. Dieses Meisterwerk ist eins der von Geigern am meist gefürchtetsten Werke. Gefürchtet, wegen seiner halsbrecherischen Dreiklangsmotivik und Akkordfolgen in ungünstigen Lagen, gepaart mit unbequemen Fingerkombinationen und Saitenübergängen. Dieses Stück kann schlecht vorgetragen zur Qual jedes Zuhörers werden. Auf dieser CD jedoch ist es ein Genuss Frank Huangs Interpretation zu lauschen. Auch die Otello-Phantasie Heinrich Wilhelm Ernsts ist ein Hörgenuss, das Stück witzig, schelmisch, heiter, der Interpret brillant, energisch, hoch virtuos. In Arnold Schönbergs Phantasie steht nicht die Darbietung schwindelerregender Virtuosität im Vordergrund, sondern Klangfarbenspiel, interpretatorischer Ideenreichtum und Verstand. Die Komposition beruht auf der Zwölftontechnik, also auf 12 aufeinander in Bezug stehenden Tonfolgen. Ganz im Kontrast dazu steht das hier vorgestellte Werk des Filmkomponisten Franz Waxman, der bekannt wurde durch seine Filmmusiken zu u.a. Alfred Hitchcocks Film ‚Rebecca‘. In Waxmans spektakulärer Carmen-Fantasie tobt sich der junge Virtuose wahrlich aus. Dabei kommt der Zuhörer in den Genuss zu erleben, mit wie viel Energie und Können dieser junge Geiger ans Werk geht.

Fazit
Diese 2002 bei erschienene CD ist ein Teil des Gewinnes des ersten Preises des internationalen Violinwettbewerbs Hannover 2000. Daher verwundert es nicht, dass dieses Album Stücke des Wettbewerbsrepertoires beinhaltet, was die Aufnahme jedoch keineswegs schmälert. Ganz im Gegenteil ist die Stückekombination hervorragend, die Aufnahmequalität tadellos. Diese CD ist der Beleg dafür, dass Frank Huang zu Recht als erster Preisträger aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist. Sein Spiel besticht durch makellose Beherrschung seines Instruments, durch klangliche Brillanz und interpretatorische Klasse.

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