Vom Ende einer Geschichte

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Vom Ende einer Geschichte

Gertraude Krueger (Übersetzer). Kiepenheuer&Witsch 2011, Gebundene Ausgabe, 192 Seiten, € 16,00

Rezension von: Corinna0603 | Rezensionsdatum:

„Vom Ende einer Geschichte“ von  

„Am Ende ist das, was man in Erinnerung behält, nicht immer dasselbe wie das, was man beobachtet hat.“  Tony Webster, der im Ruhestand lebende Protagonist in Julian Barnes Roman „Vom Ende einer Geschichte“, dachte eigentlich, dass die Erlebnisse aus seiner Vergangenheit für ihn nicht mehr weiter von Bedeutung seien.

 Doch er muss bald feststellen, dass er sich mit dieser Annahme geirrt hat. Colin, Alex und Tony sind nicht nur Klassenkameraden sondern auch beste Freunde. Sie philosophieren gerne über das Leben und als der wortgewandte und intelligente Finn Adrian in ihre Klasse kommt nehmen ihn die drei Jungs schnell in ihren Kreis auf. 

Auch als sich die Wege der vier nach der Schulzeit trennen bleibt der Kontakt zwischen den einstigen Klassenkameraden und  Freunden noch lange Zeit bestehen. Damals ahnt Tony nicht im Geringsten, dass die Freundschaft zwischen Finn und ihm einmal ein unglückliches Ende finden würde.

Viele Jahrzehnte nach dem Besuch der Schule lebt Tony alleine in einer kleinen Wohnung. Zu seiner mittlerweile erwachsenen Tochter hat er nur selten Kontakt und seine Ehe mit Exfrau Margaret ist schon vor einigen Jahren in die Brüche gegangen.

Nur noch selten verlässt er das Haus. Sein Leben ist ruhig geworden. Doch Tony ist glücklich mit diesem Leben und blickt im Großen und Ganzen zufrieden auf seine Vergangenheit zurück.

Bis zu dem Tag an dem ein Brief seines Anwalts, in dem es um eine Erbschaft geht, Tonys vermeintlich sicheren Erinnerungen an die Vergangenheit  in Frage stellt. Er macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und hofft diese zu finden indem er wieder Kontakt mit seiner einstigen Jugendliebe Veronica aufnimmt.

Doch nach einem ersten Treffen findet sich Tony in einem Gefühlschaos wieder und je mehr er in der Vergangenheit wühlt, desto undurchsichtiger und unsicherer wird diese. „In jungen Jahren kann man sich an sein kurzes Leben in seiner Gesamtheit erinnern. Später wird die Erinnerung etwas aus Fetzen und Flicken zusammengestoppeltes.“

Fazit

„Vom Ende einer Geschichte“ ist ein Text mit überraschenden Wendungen der den Leser nicht nur fesselt sondern auch viel Raum für Spekulationen lässt. Mit seinem unverwechselbaren und außergewöhnlichen Schreibstil gelingt es Barnes den Leser auf eine tiefgründige Reise in das Leben des Tony Webster mitzunehmen.

Am Ende dieser Geschichte stellt sich nicht nur für den Protagonisten sondern auch für den Leser die Frage ob Erinnerung auch wirklich immer das ist was sie vorgibt zu sein. Denn: „……je länger wir leben, desto weniger verstehen wir.“

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