Voyeur

Autorenwertung
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Voyeur

Johannes Steck (Sprecher). Argon Verlag 2010, Audio CD, € 1,99

Rezension von: Andreas Kurth | Rezensionsdatum:

Voyeur von

Inhalt
Donald Ramsey betreibt in der englischen Hauptstadt London eine Galerie. Er ist ein höchst leidenschaftsloser Mensch, Sex zu praktizieren gehört nicht zu seinem Leben. Deshalb sammelt Donald lieber erotische Kunst als irgendwelche Bett-Abenteuer. Dafür hat er in seiner Wohnung ein kleines Zimmer reserviert, das keiner seiner Gäste jemals zu Gesicht bekommt. In dieser emotionalen Einsamkeit kommt Donald gut zurecht – bis er durch einen Zufall im Spiegel seines Büros beobachtet, wie sich seine bislang von ihm nicht besonders beachtete Assistentin Anna – in seinen Augen eine überaus laszive Frau – zuerst aus- und dann umzieht.

Dressman Zeppo als Verführer
Die ebenso unschuldige wie sinnliche Pose entflammt Donald für die junge Frau. Als er kurz darauf ihren amerikanischen Freund Marty kennen lernt, hat er nur noch einen Gedanken. Er will die beiden trennen, um nicht Anna in Martys Armen sehen zu müssen. Diesen hält er für einen Schwächling und ihrer völlig unwürdig. Als Ramsey durch ein unabsichtlich belauschtes Telefonat erfährt, dass Anna mit Marty in die USA gehen will, glaubt er, schnell handeln zu müssen. Er engagiert den skrupellosen Dressman Zeppo, um das Paar auseinander zu bringen. Zeppo soll Anna verführen – und Donald bemerkt zunächst nicht, welches Unheil er damit herauf beschwört. Viel zu sehr ist Anna für Donald zum Objekt seiner obsessiven Begierde geworden.

Annäherungsversuche schlagen fehl
Anna zeigt sich außerordentlich resistent gegenüber Zeppos Verführungskünsten. Also zaubert Donald ganz locker Plan B aus der Schublade. Er hat nämlich Infos über Zeppos Vergangenheit, und weiß, dass dieser homosexuelle Erfahrungen hat. Also soll Zeppo jetzt Marty verführen – mit der gleichen Wirkung, dass seine Beziehung zu Anna in die Brüche geht. Zeppo macht zunächst Zicken, aber dann trifft er sich mit Marty in einer Schwulen-Kneipe. Donald hat zuvor Anna zu einer Auktion noch Amsterdam geschickt – und so ist der Weg frei für Zeppo. Sein Pech nur, dass Marty aus Studiengründen öfter dorthin geht, und gegen seine Annäherungsversuche genauso resistent ist wie seine Freundin. Donald ist zunächst fassungslos, und macht Zeppo für die Fehlschläge verantwortlich. Aber dennoch ist er mit seinem Latein noch nicht am Ende – und so nimmt das Drama seinen Lauf.

Mordplan gelingt
Da Zeppo mehrfach im Streit geäußert hat, er sei bereit, Donald zu erschlagen, nimmt ihn dieser beim Wort. Er soll tatsächlich einen Mord begehen – Marty muss weg, koste es, was es wolle. Wieder macht Zeppo zunächst Zicken, aber als ihm Donald die Fotos aus seiner Vergangenheit unter die Nase hält, knickt er ein. Die beiden schmieden einen sorgfältigen Plan, Anna ist immer noch in Amsterdam, und so gelingt der Coup tatsächlich. Als Anna zurück kommt, ist sie zunächst fassungslos, aber als sie dann die Polizei damit beauftragt, Marty zu finden, geht es Donald und seinem Kompagnon mächtig an den Kragen. Martys Vater taucht irgendwann auf und macht die Lage total kompliziert, aber das Ende des Romans hat es dann richtig in sich.

Fazit
„Voyeur“ ist der erste Roman von Simon Beckett, und wurde jetzt veröffentlicht, nachdem er einige Bestseller geschrieben hatte. Das Buch ist mit den bekannten Werken Becketts kaum zu vergleichen, denn es ist eigentlich kein richtiger Krimi, sondern eher ein erotischer Roman mit Krimi-Einlage. Aber bereits in seinem ersten Buch zeigt der Autor, dass er ein guter Erzähler ist, und seine Leser von Beginn an fesseln kann. Der Mord wird – im Unterschied zu Becketts späteren Werken – eher unblutig geschildert. Dafür malt der Autor die erotischen Details bis zum Ende farbenprächtig aus. Hier und da gibt es kleine logische Brüche, aber das fällt im Grunde kam auf. Wer Becketts andere Thriller gelesen hat, wird immerhin ziemlich überrascht sein. Dabei ist es Geschmackssache, wie diese Überraschung ausfällt. Ein ungewöhnliches, aber allemal lesenswertes Buch.

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