Waldschrein

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ZEITREISE DURCH DIE BANDGESCHICHTE!

Die Band:

Equilibrium ist eine deutsche Metalband, die 2001 von Renè Berthiaume (Gitarre, Keyboards), Helge Stang (Gesang), Andreas Völkl (Gitarre) und Sandra van Eldik (Bass) gegründet wurde. Ihr Musikstil gehört dem an, in dem überwiegend mythologische Themen der Götter- und Sagenwelten besungen werden. 2005 erschien ihr erstes Album „Turis Fratyr“. Das nächste Album „Sagas“ erschien 2008 beim Branchenriesen Nuclear Blast und sorgte in der Metalszene für Furore. Im Februar 2010 verließ Sänger Helge Stang die Band. Sein Nachfolger wurde Robert Dahn. Mit ihm wurde das Album „Rekreatur“ eingespielt, das im gleichen Jahr immerhin die Top 20 der deutschen Albumcharts erreichte. Auf der Position des Schlagzeugers erlebte die Band bisher zahlreiche Umbesetzungen. Seit März 2010 gibt Tuval Refaeli hier den Ton an.

Das Album:

Seit „Rekreatur“ warten die Fans von Equilibrium auf neues Material der Bayern. Um die Wartezeit zu verkürzen, erschien im August 2013 die EP „Waldschrein“. Auf den fünf Songs werden die Fans auf eine Zeitreise durch ganz unterschiedliche Schaffensphasen der Band mitgenommen.

Den Auftakt bildet mit „Waldschrein“ ein ganz neuer Track, der vermutlich auch auf dem neuen Album zu Hören sein wird. Dieser Song steht ganz in der Tradition des letzten Albums. Gekonnt werden Folk und epische Elemente zu einem wummernden und mitreißendem Melodiebogen verknüpft. Auch die Vorliebe Renè Berthiaumes für die bombastischen Soundtracks von Hans Zimmer kommt hier deutlich zum Vorschein.

„Der Sturm“ ist eine Coverversion ihres Debütalbums „Turis Fratyr“, das mit Robert Dahn neu aufgenommen wurde. Das ist auch die Version, die von der Band bei Konzerten gespielt wird und die vor allem durch den längeren Instrumentalpart in der Mitte geprägt ist.

Mit dem „Zwergenhammer“ wurde ein Song aufgenommen, der aus den Anfangstagen der Band stammt. Das hört man ihm auch an, denn die Bombastelemente halten sich hier eher zurück. In einem Interview verriet Bassistin Sandra van Eldik jedoch, dass sie sehr froh ist, dass dieser Song endlich das Licht der Welt erblickt hat.

Nachdem Equilibrium schon auf ihrem letzten Album ein Videospiel vertont haben, gibt es mit „Himmelsrand“ ein Cover von „Dragonborn“ aus dem Videospiel „Skyrim“. Auch dieser Song ist im neuen, epischen Gewand der Band produziert und kann überzeugen.

Den Schlusspunkt setzt die akustische Instrumentalversion von „Waldschrein“, die unter Beweis stellt, dass hier wirklich gute Musiker am Start sind. Der Song unterstreicht die kompositorischen Fähigkeiten von Renè Berthiaume.

Trackliste:

01 – Waldschrein

02 – Der Sturm

03 – Zwergenhammer

04 – Himmelrand

05 – Waldschrein (Instrumentalversion)

 

Fazit:

Auf Grund der unterschiedlichen Schaffensphasen besitzt diese EP nicht die Homogenität eines vollständigen Albums. Trotzdem macht „Waldschrein“ Spaß, da die Songs sehr eingängig sind. Wer sich mit dem Thema Pagan Metal noch nicht näher beschäftigt hat, kann ein Ohr riskieren, sollte aber daran denken, dass der Gesang bei dieser Stilrichtung zu einem Großteil aus Growls (einem Kehlgesang, bei dem der Kehlkopf verengt wird) besteht. Gerade dieser Gesangsstil wirkt für viele Hörer eher verstörend. Echte Metalheads werden mit dieser EP jedoch gut bedient.

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