Walther Sallaberger: Das Gilgamesch-Epos

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Das Gilgamesch-Epos

Walther Sallaberger. C.H.Beck 2008, Taschenbuch, 128 Seiten, € 8,95

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Walther Sallaberger: Das Gilgamesch-Epos Mythos, Werk und Tradition

Das Buch ist im Jahre 2008 im Verlag C. H. aus München erschienen. Es ist 128 Seiten dick.

Das vorliegende Werk gehört zu der Buchreihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“. Wer mehr über den Verlag wissen möchte, sei an dessen Internetauftritt bzw. den Wikipedia-Artikel verwiesen.

Von dem Autoren ist bekannt, daß er Professor für Assyriologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. Es ist also nicht verwunderlich, daß er sich mit diesem Thema beschäftigt.

Die Erforschung der Sprachen und Kulturen sowie der Geschichte des Vorderen Orients vom späten 4. bis zum Ende des 1. Jahrtausend v. Chr. gehört schließlich zum Arbeitsgebiet eines Altorientalisten.

Die Inhaltsangabe

Das Buch beschreibt den Gilgamesch-Mythos. Dies ist eines der ältesten literarischen Werke der Menschheitsgeschichte überhaupt. Es stammt aus dem alten Babylonien. Es ist auch ein Beweis dafür, daß sich der Mensch schon in ganz früher Zeit auf philosophischer und religiöser Ebene mit sich selbst beschäftigt hat.

Neben der Inhaltsangabe des Epos beschreibt das Sallaberger`sche Buch den historischen Kontext, in dem der Stoff entstanden ist, und die literarischen Bezüge, wozu auch die Rezeptionsgeschichte gehört.

Die Buchbesprechung

Ein Kompliment kann man Sallaberger durchaus machen. Das Buch ist so allgemeinverständlich geschrieben, daß es auch für den interessierten Laien sehr leicht zugänglich ist. Populärwissenschaftliche Literatur liegt in diesem Buch nicht vor. Der Autor schreibt schon auf einer sachlichen und neutralen Ebene, die es nicht nötig hat, Effekte zu heischen.

Der Inhalt ist gründlich recherchiert und ansprechend aufbereitet, was bei dem beruflichen Hintergrund des Autoren (siehe oben) allerdings auch nicht verwunderlich ist.

Allgemeine Geschichtswissenschaften und Literaturwissenschaft gehen hier eine symbiotische Verbindung ein. Die eine macht bei diesem Thema ohne die andere einen Sinn.

Der Gilgamesch-Epos gehört nicht zum Allgemeinwissen, das man in der Schule lernt. Ob es zum Standardrepertoire von Literaturwissenschaftlern gehört, sei einmal dahingestellt.

Es sei daher schon die Frage erlaubt, ob der Verlag hier ein exotisches Randthema aufgreift, das in der öffentlichen Wahrnehmung keine Rolle spielt. Der Frage, wie hoch die Verkaufszahlen liegen, soll hier nicht weiter nachgegangen werden.

Entscheidend ist die Antwort letztendlich nicht. Wer sich für historische / literaturhistorische Fragestellungen begeistern kann, hält hier auf jeden Fall ein lesenswertes Buch in den Händen.

Ein Fazit

Hier liegt ein sehr gutes, wenn nicht sogar eines der besten Bände aus der Beck`schen Reihe vor. Es beschäftigt sich mit einem vermeintlichen Randthema.

Es macht aber Spaß, ein solches Buch zu lesen. Betrachtet man die Mediengewohnheiten vieler junger Menschen in unserern heutigen Tagen, kann man nur staunen, wie sich Literatur vor so langer Zeit entwickelt hat und wie sie weitergegeben wurde.

Unverständliche Fachliteratur für Experten sieht anders aus.

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