Warrior Cats – Die Macht der drei. Der geheime Blick

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Warrior Cats - Die Macht der drei. Der geheime Blick

Johannes Wiebel (Cover Design). Beltz & Gelberg 2016, Gebundene Ausgabe, 377 Seiten, € 10,90

Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Erin Hunter: – Die Macht der drei. Der geheime Blick, inklusive Stickerpostkarte

Ohne Augen sieht man echter
Wie wir werden, was wir sind, können Biologen oder Chemiker erklären. Dabei aber werden sie nur die Oberfläche der tierischen Welt streifen. Das geheime Innere, das leuchtende Feuer, die wirkliche Bestimmung des Lebens ist mit wissenschaftlichen Methoden nicht zu begreifen. Ebenso wie die ganz persönliche Bestimmung, das Schicksal, welches das Leben selbst für jeden Einzelnen bereit hält. Dies gilt für Menschen nicht mehr und nicht weniger wie für Katzen, und insbesondere gilt das für die Protagonisten der berühmtesten aller Katzenserien, der Warrior Cats. Drei junge Samtpfoten machen sich in dem neuesten Band auf, ihren wahren Bestimmungen entgegen zu gehen.

Häherjunges, Löwenjunges und Disteljunges werden in dem ersten Teil der neuen Serie Die Macht der Drei zu Schülern, dürfen also ihre Namensendung in Pfote umwandeln. Die dritte Staffel heißt nicht nur so, sondern es geht auch um diese mächtigen Drei, die er erst noch werden wollen und deren Initiationsriten in diesem Band als Hauptstrang funktionieren.

Am Ende werden wir es aber nicht mit ausgewachsenen Anführern zu tun haben, das, so lässt das Ende mehr als vermuten, wird aber in den nächsten Bänden der dritten Staffel passieren. Wer es gar nicht auszuhalten versteht, kann sich auch über englischsprachige Bücher oder Internetforen über die kommenden Bücher informieren, denn dort ist man mit den Warrior Cats schon so weit voraus, wie die Japaner mit der Technik.

Das im -Verlag veröffentlichte neue Highlight dieser beliebten Jugendserie erblickte im angloamerikanischen Raum bereits im April 2007 das Licht der Welt. Bereits zwei weitere Staffeln, dazu Sonderbände und Manga-Sequels gehen dort auch wie geschnitten Brot über den Tisch. Wie eine Anhängerin bereits warnend meinte, müsse das Autorenkollektiv Erin Hunter aufpassen, diesen goldenen Literaturschatz nicht zu einem Franchise-Zombie zu machen.

Damit hat man in Deutschland aufgrund der wohltuenden, langsam dosierten Herangehensweise (noch) keine Probleme. Vielmehr warten die Fans der Serie sehnsüchtig auf den neuen Band, der bereits mit dem Cover immer wieder beindruckt. Häherpfote bietet den geheimen Blick an und der Verlag ganz wunderbare Sticker-Postkarten der drei Auserwählten Warrior. Ein wirklich feines Extra.

Inhaltlich vollbringt der Plot kein neues Wunder, was ja aufgrund des bisherigen Erfolges auch gar nicht nötig ist. Die drei jungen Geschwister, allesamt Enkel des legendären Feuerstern, haben so manche Spezialfähigkeit in ihrem genetischen Erbe gespeichert und sind größtenteils damit beschäftigt, jene Fähigkeiten für sich herauszufinden.

Der geheime Blick, im englischen Original hat es auch der normale Blick getan, bezieht sich auf Häherpfotes Augenbehinderung, die trotz ihrer Blindheit den Schritt in die Verantwortung wagt, sich zu Beginn aber ihres Makels schämt und auf die anderen angewiesen fühlt. Dann aber realisiert sie, Turningpoint der Geschichte, die inneren Visionen – den Blick ohne die Benutzung der Augen.

Fazit:
Wie immer miauen und schnurren die Katzen anstatt zu sprechen, obwohl sie sich dennoch blendend unterhalten können. Der verbale Einfallsreichtum der Autorinnen kennt nach wie vor keine Grenzen – Borkenpelz, Lichtherz oder Mohnblüte geben dafür beredtes Zeugnis. Für Jungs und Mädchen ab acht, neun Jahren ist die einfache Sprache und ihre Dialoge in Ordnung, auch der Schriftsatz stimmt. Und das in Monden die Zeit gerechnet wird und die sozialen Dramen des Menschen in so wunderbare Bilder verpackt werden ist nach wie vor begeisternd bis fesselnd.

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