Weißglut

Autorenwertung
  • Story
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  • Charaktere
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  • Übersetzungsqualität
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  • Realismus
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  • Gesamt
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Weißglut

Christoph Göhler (Übersetzer). Blanvalet Taschenbuch Verlag 2008, Taschenbuch, 512 Seiten, € 8,95

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Weißglut von

Sayre Hoyle fährt widerwillig an ihren Heimatort zurück, an dem ihr Vater und ihr Bruder die größte Firma des Ortes, eine Eisengießerei, besitzen. Anlaß ist die Beerdigung ihres Lieblingsbruders, der kurz vor seinem Tod noch versucht hatte, sie telefonisch zu erreichen. Da Sayre jedoch Jahre zuvor mit ihrer Familie gebrochen hatte, hatte sie auch seine Anrufe nicht entgegengenommen, was sie nun schwer bereut und belastet. Sie möchte ihrem Bruder nur den letzten Dienst erweisen und nicht mit der Familie zusammentreffen, wird jedoch von Beck Merchant, dem Anwalt und Mann für alle Fälle der Familie und des Unternehmens, am Friedhof angesprochen, der es auch schafft, sie zu überreden, mit zum Leichenschmaus zu kommen.

Sie plant, danach direkt wieder zu ihrem normalen Leben zurückzukehren, wird jedoch aufgehalten, als der Sheriff und sein neuer Stellvertreter ins Haus ihres Vaters kommen und der junge Polizist Zweifel an der Selbstmordtheorie des Bruders äußern. Sayre fühlt sich ihrem jüngeren toten Bruder gegenüber verpflichtet, ein paar Nachforschungen anzustellen. Dabei eckt sie immer wieder mit Beck an, der für sie das Schlechte ihres Vaters nochmals potenziert, da er freiwillig für ihn arbeitet. Die Methoden ihres Vaters, der nicht nur den Sheriff und den Arzt durch zusätzliche Gehaltszahlungen unter Kontrolle hat, sondern auch im Gießereiwerk die Arbeiter ausbeutet und die schlechten Arbeitsbedingungen nicht verbessern will, sind ihr verhaßt und daher haßt sie auch Beck, da dieser dies unterstützt.

Plötzlich wird Chris, ihr älterer Bruder, der sich die Methoden seines Vaters zu eigen gemacht hat, des Mordes an seinem Bruder verdächtigt. Zunächst nimmt Chris dies auf die leichte Schulter, aber der neue Mitarbeiter des Sherrifs läßt sich von dem Gutsherrengebaren von Vater und Sohn nicht einschüchtern und der alte Sheriff kann und will aus Alters- und Krankheitsgründen ihn nicht von weiteren Nachforschungen abhalten. Chris hat darüber hinaus kein Alibi, beteuert jedoch überzeugend, seinen Bruder nicht erschossen zu haben und verdächtigt stattdessen Slap, einen stadtbekannten Unruhestifter. Sayre traut ihm so etwas jedoch durchaus zu, zumal ihr Bruder schon einmal wegen Mordes angeklagt war, jedoch freigesprochen wurde.

Plötzlich passiert im Werk ein Unfall; einer der Arbeiter verliert an einer schlecht abgesicherten Maschine einen Arm, Beck kümmert sich um die Angelegenheit, indem er der Familie unter anderem finanzielle Hilfe zusichert. Die Ehefrau jedoch ist sehr aufgebracht und will sich nicht „kaufen“ lassen. Parallel erzählt Beck Sayres Vater Huff, daß es einen Mann gibt, der Arbeiter in Firmen wie seiner zum Streit aufwiegele und nun seine Firma im Visier habe.

Parallel nimmt die Anziehung zwischen Beck und Sayre zu, wobei beide versuchen, dies – aus unterschiedlichen Gründen – zu verhindern.

Es wird jedoch immer schwerer, Lüge und Wahrheit von einander zu unterscheiden. Sayre ist gefangen im Haß auf ihren Vater, deren Ursache sie erst sehr spät verrät und ihrem Mißtrauen gegenüber Beck, dem sie dennoch im Feuer der Gefühle Dinge verrät, die sie vielleicht nicht anderen erzählen sollte.

Als der Sheriff als letzten Dienst Huff ein Dokument mit Informationen über den unbekannten Agitator gibt, der ganz in der Nähe ist, geraten alle in Gefahr, aus unterschiedlichen Gründen.

 Fazit

Wieder einmal ein absoluter Pageturner von Sandra Brown. Gut aufgebaute Handlung und plötzliche Wendungen, glaubhafte Charaktere – einfach empfehlenswert! Die Übersetzung wurde wiederum vom herausragenden Christoph Göhler gemacht – sie ist so gut und treffsicher, daß der Leser nicht merkt, daß das Original eigentlich auf Englisch ist!

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