Wenn die Liebe nicht endet

Autorenwertung
  • Romantik
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  • Charaktere
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  • Spannung
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  • Informationen
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  • Dramatik
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  • Gesamt
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Rezension von: gerdahutt | Rezensionsdatum:

Wenn die Liebe nicht endet von

Inhalt
Der Roman „Wenn die Liebe nicht endet“ spielt während des 30-jährigen Krieges. Der Autorin gelingt es, auf gut 600 Seiten ein überzeugendes Sittenbild dieser grauenvollen Zeit zu zeichnen. Dabei bindet sie eine Menge an Zeitgeschichte mit ein. Sie vermittelt dem Leser anschaulich, wie der Adel, gespalten durch die beiden Konfessionen katholisch und protestantisch, damals lebte, dachte und fühlte. Aber auch die kleinen Leute werden mit ihren Existenznöten nicht ausgeklammert.

Ein blutjunges Mädchen, Margaretha von Ragnitz, wird in einem Frauenkloster auf ihr zukünftiges Leben an der Seite eines Mannes, den die Eltern für sie aussuchen, vorbereitet. Sie stammt aus Bayern und ist katholisch. Eines Tages lernt sie einen jungen Mann kennen, nämlich Richard von Tscharnini. Sie verlieben sich und treffen sich heimlich. Richard überredet sie, mit ihm in das protestantische Böhmen zu fliehen. Er verspricht ihr die Ehe. In Böhmen angekommen, stellt er seine auserwählte Braut den Eltern vor. Diese drohen ihm mit Enterbung, falls er Margaretha ehelicht.

Richard gibt nach. Auf die elterlichen Güter möchte er nicht verzichten. Margaretha ist verzweifelt. Zu ihren Eltern oder in das Kloster kann sie nicht mehr zurück. Sie zählt gerade 15 Jahre. Zunächst bleibt sie auf dem Schloss der Tscharninis. Später wohnt sie bei adligen Freunden. Sie lernt den Krieg von seiner schrecklichsten Seite kennen. Ihr Freund Richard und weitere böhmische Adlige werden von den Katholiken, die Prag eingenommen haben, zum Tode verurteilt und sollen enthauptet werden. Sie bittet einen katholischen Adligen, Maurice von Lavany, für Richard ein Wort beim katholischen Kaiser einzulegen, damit er begnadigt wird. Maurice tut ihr den Gefallen.

Flucht in die Ehe
Sie besucht Maurice öfters und schließlich hält er um ihre Hand an. Margaretha ergreift diese sich bietende Gelegenheit, obwohl sie für den Grafen kaum Gefühle hat. Richard ist inzwischen standesgemäß verheiratet, aber Margaretha liebt ihn immer noch. Da die Ehe zwischen den Lavanys nicht besonders glücklich ist, geht Maurice immer wieder freiwillig in den Krieg. Die junge Frau nutzt die Gelegenheit und verbringt einen Sommer mit Richard. Sie wird seine Geliebte, nachdem Richards Frau an der Pest gestorben ist.

Als Maurice wieder einmal auf seinem Anwesen ist, bittet sie ihn, mit ihr nach Bayern zu ihren Eltern zu reisen. Trotz Kriegswirren machen sie sich auf den langen Weg. Aber Margaretha hat sich bei ihren Eltern verschätzt. Sie haben ihr die Flucht trotz all der Jahre nicht verziehen. Das Paar wohnt einige Zeit bei der Schwester, die sich mit einem Trunkenbold als Mann nur knapp über Wasser halten kann. Maurice will nicht dableiben und zieht sich alleine auf seine Güter zurück. Erst später söhnen sich die beiden aus. Margaretha empfindet für Maurice endlich Gefühle und Liebe. Sie möchte mit ihm bis zum Ende glücklich sein und viele Kinder haben. Aber das ist ihr nicht vergönnt. Maurice stirbt an Herzversagen. Margaretha zieht sich in ihr früheres Kloster zurück. Sie bleibt dort bis zum Ende des Krieges und kehrt erst dann auf ihre böhmischen Güter zurück.

Fazit
Ein Liebesroman im herkömmlichen Sinne ist es nicht, obwohl der Roman so beginnt. Über lange Strecken hat man das Gefühl, dass sich für Margaretha und Richard alles zum Guten wendet. Aber plötzlich macht Margaretha eine Kehrtwende zu Maurice, den sie schätzen und lieben gelernt hat. Ein Happy End gibt es aber auch mit diesem nicht. Der Roman ist leicht verständlich geschrieben und führt uns das Leben und Denken der adligen Schicht und deren Auseinandersetzung um dem richtigen Glauben sehr hautnah vor Augen. Obwohl viel geschichtlicher Hintergrund miteingearbeitet ist, lässt sich der Roman zügig lesen.

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