Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig

Autorenwertung
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  • Texte
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

WIE DER TITEL SAGT: EIN WERK FÜR DIE EWIGKEIT!

Die Sängerin:

wurde 1953 in Usingen im Taunus geboren und lernte 1976 Udo Lindenberg kennen. Sie folgte ihm nach Hamburg, leitete sein Büro und nahm in dieser Zeit ihr erstes Album „Von toten Tigern und nassen Katzen“ auf, welches zum Großteil von Lindenberg komponiert wurde. Mit ihrem zweiten Album „Meinecke Fuchs“ wurde sie überregional bekannt. 1979 zog sie nach West-Berlin, wo sie kennenlernte, der sie produzierte und sie mit Songschreiberin und Keyboaderin Rosa Precht bekannt machte. Ihre kommerziell erfolgreichste Zeit hatte in den 1980er Jahren. Seit 2000 konzentriert sie sich auf´s Theaterspielen, bringt aber weiterhin Musikalben heraus.

Das Album:

1983, die Neue Deutsche Welle hat gerade ihren Höhepunkt erreicht, scharrt Ulla Meinecke mit Herwig Mitteregger, Rosa Precht und Edo Zanki eine Schar Musiker um sich, die zum Besten gehören, was die damalige Szene zu bieten hat. Unter der kompositorischen Führung von Herwig Mitteregger entsteht das bis heute erfolgreichste Album von Ulla Meinecke.

Hauptgrund für den Erfolg des Album ist sicherlich der Titel, der für immer untrennbar mit ihr verbunden ist: „Die Tänzerin“ (komponiert von Edo Zanki) ist Dank seines minimalistischen Drumcomputers, einer ganz sparsamen E-Piano-Unterstützung und dem Schnipsen ein Song, der bis heute fasziniert und der damals Maßstäbe gesetzt hat. Keine Stereoanlagenvorführung ist in den 80ern ohne diesen Song ausgekommen. Eine Produktion, die damals Maßstäbe gesetzt hat und noch heute begeistert.

Aber auch die anderen Songs sind Klasse. „Nie wieder“ ist ein schöner Liebessong, der ebenso wie „Kleine Schwester“ über eine hervorragende Songstruktur verfügt und textlich bis heute zeigt, wie gut deutsche Musik sein kann. Weitere Highlights sind „Feuer unterm Eis“, das nicht nur aus jedem Ton die Handschrift des -Drummers Herwig Mitteregger versprüht, sondern bei dem der Musiker auch gesanglich mit eingreift.

Und das ist natürlich noch „50 Tips“, die kongeniale deutsche Version von Paul Simons „50 Ways To Leave Your Loser“, die es ohne Probleme mit dem Original aufnehmen kann und bei der Ulla Meinecke stimmlich eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Julia Werding aufweist.

An der einen oder anderen Stelle kann das Album natürlich sein Alter nicht verhehlen. „Schieß die Lichter aus“ oder „Süße Sünden“ sind typische 80er-Songs, die sehr keyboardlastig sind und die mit einer klaren Gitarrenlinie weitaus zeitloser klingen würden. Doch auch diese Titel machen noch Spaß und lassen den Hörer in Erinnerungen schwelgen.

Trackliste:

01 – Nie wieder

02 – Die Tänzerin

03 – Zauberformel

04 – Feuer unterm Eis

05 – Schieß die Lichter aus

06 – 50 Tips

07 – Süße Sünden

08 – Steinbergholz

09 – Kleine Schwester

 

Fazit:

Im Gegensatz zu Kollegen wie oder hat Ulla Meinecke nie den ganz großen Durchbruch geschafft. Vielleicht weil ihre Musik nicht ganz so massenkompatibel war. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) ist „Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig“ ein Album, dass deutsche Musikgeschichte geschrieben hat und das bis heute eines der besten Alben einer deutschsprachigen Sängerin ist.

 

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