Werner Kaltefleiter: Spione im Vatikan

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Spione im Vatikan

Werner Kaltefleiter. Pattloch 2006, Gebundene Ausgabe, 376 Seiten, € 0,78

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

/ : Spione im Vatikan Die Päpste im Visier der Geheimdienste

Das Buch ist im Jahre 2006 im Pattloch Verlag aus München erschienen. Es umfaßt 368 Seiten.

Die Inhaltsangabe

Der Vatikan mag zwar der kleinste unabhängige Staat der Welt sein. Als Sitz des Papstes spielt er für die römisch-katholische Kirche aber die zentrale und entscheidende Rolle.

Als Heiliger Stuhl ist der Vatikan auch Völkerrechtssubjekt. In dieser Funktion ist der Vatikan oft auch politisch aktiv gewesen, beispielsweise zu den Zeiten, als das nationalsozialistische Dritte Reich und den kommunistischen Ostblock noch gab. Schließlich galt es, die eigenen Gemeinden vor Verfolgung und Unterdrückung zu schützen.

Die eigentliche Buchbesprechung

Der Titel des Buches ist ein wenig irreführend. Hier geht es nicht um gutmeinende und politisch naive Päpste, die von finsteren Mächten bedroht werden. Hier geht es auch nicht um durchgeknallte kriminelle Kirchenleute, oft Ordensbrüber, die in dubiose und zweifelhafte Machenschaften verwickelt sind – dafür eignen sich Thriller besser.

Nein: Dieses Buch liest sich wie ein Geschichtsbuch. Es beschreibt sehr ausführlich und anschaulich die Geheimdiplomatie des Vatikan im Kampf um den eigenen Einfluß und gegen Faschismus und Kommunismus als Ideologie. Schnell wird deutlich, daß es hier weder um den FBI noch um den KGB oder gar andere, unbekannte oder erfundene Geheimdienst geht. Sie dringen nicht in die Gemächer des Vatikans ein, um aktiv Kirchenpolitik zu betreiben.

Die Fakten, die in diesem Buch enthalten sind, wurden sicherlich umfangreich und gut recherchiert. Sie mögen auch ansprechend aufbereitet sein. Der Autor bearbeitet das Verhältnis des Vatikans zum Dritten Reich. Er geht auch auf das Verhältnis zu den kommunistischen Ländern Osteuropas, insbesondere zur Sowjetunion ein.

Es bleiben aber Fragen. Wie wichtig sind die hier erwähnten Ereignisse? Wenden sich nur an katholische Kirchenhistoriker? Wieviel Populismus steckt in diesem Buch? Gerade die Frage nach der populärwissenschaftlichen Ausrichtung haftet dem Buch doch ein wenig an. Es ist leicht, Bereiche wie Religion und Politik als ein schmutziges Geschäft darzustellen, das mit dunklen, geheimnisvollen Machenschaften verbunden ist. Eine geschichtswissenschaftliche Herangehensweise, die nüchtern objektive Tatsachen analysiert und einordnet, hätte dem Buch sicherlich gut getan.

Über den Verlag

Im Pattloch Verlag erscheinen religiöse Sachbücher, Geschenk- und Kinderbücher sowie teils aufwändig gestaltete Bibeln. Die Geschichte des Verlags läßt sich bis ins Jahre 1846 zurückverfolgen, als die Leipziger Dampfbuchbinderei Theodor Knaur entstand. Der Verlag gehört heute zur Verlagsgruppe Droemer Knaur.

Das Fazit

Das Buch ist gut lesbar geschrieben und bietet sicherlich gute Unterhaltung. Wie wichtig die hier aufgeführten allgemeinen historischen und kirchengeschichtlichen Fakten sind, kann der geneigte Leser ja selbst entscheiden.

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