Wie man über Orte spricht, an denen man nicht gewesen ist

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Wie man über Orte spricht, an denen man nicht gewesen ist

Lis Künzli (Übersetzer). Verlag Antje Kunstmann 2013, Gebundene Ausgabe, 224 Seiten, € 4,95

Rezension von: skrueger | Rezensionsdatum:

Wie man über Orte spricht, an denen man nicht gewesen ist [Gebundene Ausgabe]
(Autor), Lis Künzli (Übersetzer) erschienen im

Autor
Pierre Bayard wurde 1954 geboren. Er lebt als französischer Literaturprofessor, Psychoanalytiker und Schriftsteller in Paris. Er lehrt dort Französische Literatur an der Universität Paris VIII. Er hat zahlreiche literarische Essays veröffentlicht. In Deutschland wurde er vor allem durch seinen in zwölf verschieden Sprachen übersetzten Bestseller »Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat« (Kunstmann 2007) bekannt.

Inhalt
Das Buch hat eine gewisse Parallele zu dem Vorläufer des Autors „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat“. So wie dort vier Arten des Nicht-Lesens vorgestellt werden, gibt der Autor als Basis vier Arten des Nicht-Reisens vor. Die Orte, die man noch nicht bereist hat lassen sich einteilen in Orte, die man überhaupt nicht kennt, Orte, die man überflogen hat, Orte, die man vom Hörensagen kennt, und Orte, an denen man gewesenist, die man jedoch vergessen hat.

Die Imagination unbekannter Welten
Es besteht die Möglichkeit sich fremde Welten in Gedanken vorzustellen, sozusagen eine imaginäre Reise zu vollführen. Die Gedankenreise ist schon ein aus der Literatur bekanntes Motiv.

Die Fiktiven Reisen
In Reisebeschreibungen werden oft wahre Begebenheiten mit erfundenen vermischt. Selbst der bekannte Marco Polo hat viel Fanasie mit in seine Beschreibungen einfließen lassen. Es ist bis heute ungeklärt ob er zum Beispiel überhaupt jemals Asien bereist hat, oder ob seine Berichte frei erfunden sind.

Die Diskrepanz zwischen Wissenschaflichkeit und Anschaulichkeit
Selbst bei wissenschaftlichen Untersuchungen muss darauf geachtet werden, welche Quellen hinzugezogen wurden und wie verlässlich diese sind. Auch der direkte Einfluss des Wissenschaftlers auf seine Studie ist nicht zu vernachlässigen.

Orte aus der Distanz „beobachten“
Eine weitere Möglichkeit sich über Orte, die man selbst nie bereist hat, Informationen zu beschaffen ist die „Beobachtung“ aus der Distanz. Ein gut bekanntes Beispiel dafür wäre Karl May, der nie im Wilden Westen war, jedoch in seinem Geiste die Geschichte zu Leben erweckte.

Fazit
Das Buch ist wie auch schon der Bestseller »Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat« des Autors wieder vergnüglich, witzig und dennoch intelligent geschrieben. Es macht Spaß es zu lesen. Besonders geeignet scheint das Werk für Leute, die eher sesshaft sind, das Reisen nicht mögen, keine Zeit dafür haben oder es sich nicht leisten können. Natürlich wollen sie trotzdem mitreden können, wenn ihre Freunde, Verwandten und Bekannten von ihren großartigen Reisen berichten. Mit dieser Lektüre im Hinterkopf wird das bald auch kein Problem mehr sein.

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