Wilhelm Ruprecht Frieling: Ly-La-Lyrik

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Ly- La- Lyrik 96. Edition 1996

Wilhelm Ruprecht. Frieling (Herausgeber). Frieling Verlag Berlin 2001, Gebundene Ausgabe, 592 Seiten, € 0,69

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

(Herausgeber): Ly – La – Lyrik Edition 1996; Frieling-Verlag Berlin 1996; 591 Seiten; ISBN: 3-8280-0070-3

94 Lyriker veröffentlichen hier „einen bunten Strauß poetischer Novitäten“, wie die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel verrät. „In ihrer inhaltlichen und stilistischen Mannigfaltigkeit, in ihrem Empfindungs- und Gedankenreichtum“ sollen sie „ein wahres Schatzkästlein der Poesie“ darstellen.

Sylvia Brodde, Ingrid Landwehr-Felke, Nadja Voß, Anita Blazejczak, Annemarie Jacobs, Jutta Köhler, Hildrun Hausthal-Stegner, Horst-Heinz Meyer, Christoph Rytka, Joachim G. Raftopoulo und Gertrud van Agteren-Kepnik sind nur einige der Autoren, die Beiträge zu diesem Buch beigesteuert haben.

Die Autoren veröffentlichen hier nicht nur ihre Texte, sondern stellen sich auch anhand ihrer Biographie vor. Ohne irgendjemandem zu nahe treten zu wollen, sind hier nur Freizeit- und Hobbylyriker aktiv, die ansonsten auf dem Buchmarkt keine Chance gehabt hätten.

Dazu muß man wissen, daß das Buch in einem sogenannten Druckkostenzuschußverlag erschienen ist. Wie dieses Wortungetüm andeutet, liegt hier verkehrte Welt vor. Hier trägt nicht der Verlag das unternehmerische Risiko. Er bittet vielmehr die „Damen und Herren Schriftsteller“ zur Kasse, wenn es um die Herstellung des Buches geht. Honorar oder Beteiligung an den Verkaufserlösen sind hier genauso Fehlanzeige wie ein Vorhandensein der Bücher im Buchhandel und in Büchereien.

Um ein Mißverständnis gleich von vornherein zu vermeiden: Es geht in dieser Buchkritik nicht darum, das vorliegende Werk zu diskreditieren. Es sei eher der Hinweis erlaubt: Trotz Internet sollte man es sich schon überlegen, wie man seine literarische Karriere beginnt. Wer dafür bezahlt, daß seine literarischen Ergüsse veröffentlicht werden, setzt sich dem Verdacht aus, daß seine Texte nichts taugen. Es wird es letztendlich umso schwerer haben, sich bei Literaturzeitschriften und Buchverlagen als seriöser Autor zu etablieren. Einen Königsweg, wie man seine Texte publizieren kann, kann es natürlich nicht geben. Dafür sind die Autoren und ihre Texte zu unterschiedlich. Auch wenn es für die eigene Eitelkeit nicht unbedingt schmeichelhaft sein mag, so ist es für den eigenen Geldbeutel immer noch angenehmer, vom Verlag und Literaturzeitschrift eine Ablehnung zu erhalten als für die Veröffentlichung zu bezahlen. Bei Druckkostenzuschußverlagen verdient in der Regel nämlich nur der Verleger.

Über den Autoren

Wilhelm Ruprecht Frieling wurde am 29. Mai 1952 in Bielefeld geboren. Am 1. Februar 1983 gründete er die Werbe- und Verlagsgesellschaft Frieling & Partner GmbH, die er bis zum 16. Dezember 2002 betrieb. Seit 1. Januar 2006 betreibt Frieling das offene Online-Forum Literaturzeitschrift.de.

Das Fazit

Wer eigene Texte veröffentlichen möchte, sollte es sich schon sehr gut überlegen, wie und wo er dies tut. Ein guter Verlag zahlt nämlich für die Veröffentlichung.

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