Wilhelm von Ockham: Texte zur politischen Theorie

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Wilhelm von Ockham: Texte zur politischen Theorie

Das Heft ist im Jahre 1995 im -Verlag erschienen. Es ist genau 400 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

„Dialogus“ heißt der Inhaltsangabe dieses Buches zufolge das politische Hauptwerk von Ockhams. In lateinischer und deutscher Sprache legt der Reclam-Verlag Auszüge aus dem historischen Werk vor. Inhaltlich geht es unter anderem um den Papst als Ketzer, die Verpflichtung zum Widerstand, das Evangelium als Gesetz der Freiheit, die Amtskompetenz des Papstes, das Verhältnis von Papst und Römischem Reich und den Gehorsam gegenüber dem Kaiser.

Doch es gibt nicht nur die obligatorisches Anmerkungen und Literaturhinweise, sondern auch einen tabellarischen Lebenslauf. Das Nachwort bemüht sich um eine inhaltliche Einordnung des Werkes.

Über den Autoren

Der Philosoph, Theologe und kirchenpolitische Schriftsteller Wilhelm von Ockham wurde um 1288 in Ockham geboren; das genaue Datum ist unbekannt. Sein literarisches Werk umfaßt Arbeiten zur Logik, Naturphilosophie, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Ethik, Metaphysik und politischen Philosophie. Als Folge innerkirchlicher Auseinandersetzungen zwischen Papst und Franziskanerorden lebt Wilhelm ab 1330 in München, und zwar unter dem Schutz von König Ludwig des Bayern.

Die Internetenzyklopädie Wikipedia enthält mit Stand vom 13. Juni 2012 eine umfangreiche und detaillierte Biographie.

Die Beurteilung

Hier liegt ein Büchlein aus Reclams Universal-Bibliothek vor. Es trägt dort die Nummer 9412. Die orangene Farbe des Buchdeckels zeigt deutlich, daß hier ein zweisprachiges Werk vorliegt.

Der letzte Absatz des Nachwortes zeigt deutlich, welchen Sinn und Zweck das Buch hat: Es möchte eine Einführung – und nur sie – in das Denken des Wilhelm von Ockham sein. So ist es auch nicht weiter verwunderlich daß der „Dialogus“ hier fast das gesamte Buch ausmacht. Wie umfangreich ist eigentlich das historische Original? Wie viel Platz würde es einnehmen, wenn man es in lateinischer Sprache und deutscher Übersetzung komplett abdruckt? Wenn man schon ein solches Spartenbuch herausbringt, sollte man als Herausgeber und Verlag begründen, warum es nur in Ausschnitten geschieht. Ansonsten ist es für heutige Leser und Zeitgenossen schwierig, einzuordnen, warum die vorgelegten Texte wichtig und interessant sind und welchen Nutzen sie bieten.

Jürgen Miethke heißt der Herausgeber dieses Buches. Er hat auch die abgedruckten Texte ausgewählt und übersetzt. Aus dem Nachwort erschließt sich nicht eindeutig, nach welchen Kriterien hier die Texte ausgewählt wurden.

An wen wendet sich dieses Reclam-Heft? So könnte man nun fragen. Es hat sicherlich einen geistesgeschichtlich und theologisch-philosophisch interessierten Leser im Auge.

Und was ist mit politisch interessierten Leser? Wilhelm von Ockham spielt heute in der politischen Diskussion schon lange keine Rolle mehr, geschweige denn daß Kenntnis über ihn zum Schulwissen gehören. Das Reclam-Heft wendet sich also auch an ein akademisch interessiertes Publikum, das seine historischen Kenntnisse erweitern möchte.

Das Fazit

Kurzum – das Fazit lautet kurz und bündig: Hier liegt ein Buch für Fachleute vor.

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