Wolfgang Trapp: Kleines Handbuch der Münzkunde

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Kleines Handbuch der Münzkunde und des Geldwesens in Deutschland

Das Buch ist im Jahre 1999 im Philipp jun.Verlag aus Stuttgart erschienen. Es ist stolze 320 Seiten dick. Das Buch gehört zu Reclams Universal-Bibliothek und trägt dort die Nummer 18026.

Die Inhaltsangabe

Das Buch ist inhaltlich dreigeteilt. Im ersten Drittel gibt es eine Begriffsbestimmung. Unter der Kapitelüberschrift „Münzkunde“ geht Trapp auf Themen wie Münzstoff, Münzfuß, Münzgewicht, den Edelmetallgehalt und münzähnliche Stoffe ein.

Im Kapitel „Münzen- und Geldgeschichte“ beschreibt Trapp, wie sich das Geld bei uns in Deutschland im Laufe der Zeit entwickelt hat. Die Zeitspanne reicht dabei vom Mittelalter bis zur Zeit vor dem Euro. Trapp findet dabei auch ein paar Worte zum bargeldlosen und elektronischen Zahlungsverkehr.

Der dritte Teil beschreibt die öffentliche Geldpolitik. Die Europäische Währungsunion kommt hier genauso vor wie die Preise und Löhne und der Kameralismus.

Das Buch enthält 60 Tabelen und 21 Abbildungen. Die Abbildungen sind leider alle nur in Schwarzweiß. Sie zeigen auch kein Geld. Mit „Abbildungen“ sind hier eher Zeichnungen gemeint, die zeigen, wie in früherer Zeit Geld hergestellt wurde. Daß dabei auf ältere Zeichnungen zurückgegriffen wird, ist wohl nicht weiter verwunderlich. Überraschend ist eher, daß weder Dukaten noch Gulden noch Taler gezeigt werden. Gerade sie wären – zumindest für numismatische Laien – doch interessanter gewesen.

Zwischeneinschub: Über den Autoren

Trapp ist Jahrgang 1918. Er studierte Fernmelde- und Hochfrequenztechnik an der Technischen Hochschule Braunschweig und promovierte dort auch. Zunächst Leiter des Laboratoriums für Neigungswaagen an der Physikanisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, war er ab 1964 Leiter der Eichverwaltung von Schleswig-Holstein und ab 1967 Direktor des Bayerischen Landesamtes für Maß und Gewicht. 1983 wurde er pensioniert. Da im Internet vorrangig Informationen über einen Frankfurter Fußballspieler gleichen namens zu finden sind, ist an dieser Stelle leider nichts über den weiteren Verbleib des Autoren bekannt.

Fortsetzung der Buchbesprechung

Dieser berufliche Hintergrund ist dem Buch deutlcih anzumerken. Die Ausführungen sind umfangreich, gut recherchiert und sicherlich auch leicht verständlich geschrieben. Die Bezüge zu Numismatik und Betriebswirtschaftslehre sind nicht sehr deutlich ausgeprägt. Die geschichtswissenschaftlichen Ausführungen sind wirklich nur auf das Thema Geld reduziert. Themen wie beispielsweise die staatliche Haushalts-, Steuer-, Wirtschafts- und Sozialpolitik oder geldtheoretische Ansätze werden völlig vernachlässigt.

Von daher ist das vorliegende Buch nicht so leicht einzuordnen. Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten ist es etwas zu oberflächlich. Was die münzkundliche Seite anbelangt, ist es genauso unausgegoren. Wer sich für die Münzkunde interessiert, der wird viele materialkundliche und historische Fakten sicherlich kennen. Und der Laie wird (farbiges) Bildmaterial vermissen.

Das Fazit

Bei einer Neubearbeitung wäre es schon sinnvoll, beide Bereiche, Wissenschaft und Praxis, deutlich zu schärfen.

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