Wolfgang Zwickel: Das heilige Land

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Das Heilige Land

Wolfgang Zwickel. C.H.Beck 2009, Taschenbuch, 128 Seiten, € 8,95

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Das Heilige Land Geschichte und Archäologie

Das Buch ist im Jahre 2009 im Verlag C. H. aus München erschienen. Es ist 128 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Lange Zeit diente die Biblische Archäologie dazu, die Aussagen der Bibel zu beweisen. Nur ein Beispiel: Archäologen suchten unter Umständen nach Beweisen für den Auszug der Juden aus Ägypten oder das Großreich von König David.

Dieses Spezialfach der Archäologie hat sich inzwischen von solchen Vorgaben befreit, wie die Inhaltsangabe berichtet. So entstand ein neues Bild von der Geschichte Israels. Es unterscheidet sich zwar von den Aussagen der Bibel, ist aber hoffentlich unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten haltbarer.

Über den Autoren

Zwickel erblickte 1957 das Licht der Welt. Er ist Professor für Altes Testament und Biblische Archäologie an der Universität Mainz.

Die Buchbesprechung

Dieser berufliche Hintergrund des Autoren ist dem Buch gleich doppelt anzumerken.

Sehr kenntnisreich schreibt er; die Ausführungen sind ausführlich und wohlbegründet. Die Ausführungen in dem Buch, das zur Reihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“ gehört, sind nicht literaturwissenschaftlich, sondern eher historisch und archäologisch orientiert – so sind beispielsweise nur wenige direkte Zitate aus dem Alten Testament hier vorzufinden.

Ein Hauch Populärwissenschaften wabert aber auch durch das Buch. Wie wörtlich, wie wortgetreu darf man die Bibel und insbesondere das Alte Testament, das an einigen Stellen als blutrünstig gilt, nehmen?

Ist die Bibel vielleicht nur ein literarisches Produkt mit theologischer Aussage? Es paßt – gewollt oder ungewollt – in den Mainstream, der mit aller Gewalt der Frage nachgeht, religiöse Bücher in Frage zu stellen.

Was nicht eindeutig bewiesen ist, ist unglaubwürdig. Oder? Es wird dabei leider viel zu leicht übersehen, daß die Bibel gar nicht historische Wahrheiten wiedergeben möchte, schon uns Menschen (auch heute noch) eine Anleitung für ein gelingendes Leben.

Zwickel betrachtet die Anforderungen an die wissenschaftliche Disziplin „Biblische Archäologie“ und deren Wandel im Laufe der Zeit. Der Frage, warum es überhaupt eine solche Disziplin gibt, wird aber nicht nachgegangen.

Die Bibel ist ein theologisches Werk; sie steht damit nicht unter dem Zwang, ihre Inhalte auf deren Wahrheitsgehalt überprüfen lassen zu müssen.

Zwickel setzt vertiefte Kenntnisse biblischer Texte voraus, aber auch Interesse an der Alterstumkunde. Sind sie beide vorhanden, wird der Leser sicher einen guten Zugang zu dem Buch haben.

Das Fazit

Inhaltlich und hinsichtlich der Schreibweise ist das Buch sicherlich gut zu lesen. Es bleibt aber die Frage, warum Zwickel die Biblische Archäologie nicht dahingehend kritischer hinterfragt, warum sie unbedingt Beweise für die Richtigkeit eines wichtigen theologischen Werkes sucht.

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