Wolkenbilder – Wettervorhersage

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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Wolkenbilder – Wettervorhersage: beobachten für Einsteiger
Do-ist-yourself-Kachelmann

Es könnte alles so einfach sein. Ein Hoch bringt den Menschen die Hochgefühle, ein Tief das Gegenteil. Im Fachsprech hieße das: Hoch Markus schenkt Sonne satt, Tief Theodor trübsinnige Regentage. Das kann so sein, muss aber nicht, denn Fronten, Inklusionen und manch andere höchst wissenschaftliche Bezeichnungen wirbeln miteinander um die Wette, um zusammen das zu fabrizieren, was wir Wetter nennen. Ein ewiges Phänomen, was die Menschheit – früher noch viel mehr – nicht nur beschäftigen, sondern existentiell bewegen muss.

Der Diplommeteorologe Walter Sönning hat zusammen mit dem Hobbywetterbeobachter und Fotografen Claus Keidel im Blv-Verlag ein kleines Handbuch zur Wettervorhersage für Einsteiger herausgegeben. So erfolgreich, dass dieses Jahr bereits die neunte Auflage auf den Markt kommt.

Historische Notizen, also Erinnerungen, wie und wann die Menschen in früheren Zeiten das Wetter beobachteten und analysierten, leiten das Buch ein. Verschiedene, uns allen mehr oder weniger geläufige Wetterelemente wie Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Wind sowie der Aufbau der Atmosphäre werden vorbereitend mit Text, Tabellen und Bild dargelegt; damit man mit den entsprechenden Informationen die Wetterdynamik und die Wetterphasen besser verstehen kann.

Zum Ende des Buches dann werden die verschiedenen Wolkenbilder (Cirrus, Altocumulus, Nimbostratus etc.) in die Wetterpraxis integriert. Aber wenn das so leicht getan wäre, wie es gesagt ist! Denn jede Wolkenart hat vielfältige Unterarten und die haben je nach Jahreszeit und Begleitumständen die unterschiedlichsten Auswirkungen. Was aber nicht heißen soll, das persönliche Prognosen nicht möglich sind. Man muß nur genau gucken und die Materie nach und nach kennen lernen.

Genau dazu will dieses Buch animieren. Zum Schauen nach einfachen Anzeichen am Himmel oder anderen Naturerscheinungen oder auf Thermometer und Barometer. Fängt man das Buch von hinten an, erfreut man sich an dem Praktischen, unter anderem an Wettergefahren für alpine oder maritime Ausflüge. Ein stark anwendungsbezogenes Ende vom Buch, das nach dem vorher erworbenen Wissen richtig Sinn macht.

Die Fotografien von Keidel sind nicht umsonst prämiert worden, sie unterstreichen das Gesagte immer anschaulich. Luft nach oben, im wahrsten Sinne des Wortes, bleibt noch in Aufbau und Struktur des Buches. Etwas übersichtlicher, vielleicht den ein oder anderen Merkkasten oder eine farbliche Absetzung hätte den nicht immer einfachen theoretischen Erklärungen noch etwas mehr frischen Wind (!) gegeben.

Fazit:

Eine feine, der Natur der Sache nach nicht immer leichte Einführung für alle Hobbymeteorologen; also für alle Menschen, die wieder das tun wollen, was die Alten tun mussten, um zu überleben. Im Sinne Ernst Haeckels also eine notwendige Rekapitulation der Phylogenese des Menschen. Verstehe das Wetter und emanzipiere dich von dem Wetterbericht – so wird’s funktionieren!

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