Wulf D. Wagner: Das Königsberger Schloß

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Das Königsberger Schloß Eine Bau- und Kulturgeschichte Band 1 Von der Gründung bis zur Regierung Friedrich Wilhelm I (1255 – 1740); Regensburg 2008; 390 Seiten; ISBN: 978-3-7954-1936-3

Das 1255 vom Deutschen Orden gegründete Schloß zu Königsberg war die älteste Residenz des brandenburg-preußischen Staates. Bis zum Jahre 1701 war das Schloß einer der herausragenden Herrschersitze Nordosteuropas.

Die Einordnung

Das vorliegende und hier besprochene Buch wurde von der Stadtgemeinschaft Königsberg (Pr) herausgegeben. Es ist gleichzeitig Band 5 der Publikationen des Museums Stadt Königsberg, das in der Ruhrgebietsstadt Duisburg angesiedelt ist.

Die eigentliche Buchbesprechung

Was auf den ersten Blick wie ein regionalkundliches Buch aussieht, ist bei genauerem Hinsehen ein umfangreiches Geschichtsbuch – was sich allein schon daran erkennen läßt, daß Königsberg unter dem Namen „Kaliningrad“ unter russischer Verwaltung steht.

Schon beim oberflächlichen Querlesen wird schnell deutlich, daß die historischen Fakten so gründlich wie heute noch möglich recherchiert sind. Dies läßt sich schon an den umfangreichen „Anmerkungen“ am Ende eines jeden Kapitels erkennen. Daß die Ausführungen trotzdem leicht zu lesen sind, liegt daran, daß hier weitestgehend auf eine unverständliche Fachsprache verzichtet wird.

So gründlich, wie die Ausführungen angelegt sind, muß es einen erheblichen Aufwand an Arbeit und Recherche bedeutet haben, dieses Buch zusammengestellt zu haben. Wieviele Arbeitsstunden muß Wagner in Büchereien und Archiven verbracht haben, um all die Daten und Fakten zusammenzutragen, zumal ja auch ungezählte Zeichnungen und Schwarzweißfotographien in dem Buch enthalten sind.

Band 2 ist hier ja schon anderer Stelle beschrieben worden; daher braucht darauf hier nicht weiter eingegangen werden.

Der Verlag Schnell & Steiner aus dem bayerischen Regensburg ist ja eigentlich für seine „kleine Kunstführer“ genannte Schriftenreihe bekannt, in der er beispielsweise Literatur über Museen, Schlösser und Kirchen herausgibt. Auch wenn diese Bücher kunsthistorischen und wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, sind sie auch Hefte, die man leicht verschenken kann, weil sie gut transportabel sind.

Bei diesem königsbergbezogenen Buch reicht es schon, es zugeschlagen in den Händen zu halten, um festzustellen, daß es allein vom Gewicht her schwer ist. Ein kartonierter Einband und eine gute Papierqualität tun das ihre, um einen guten Eindruck zu erwecken. Ein Buch wie dieses ist etwas für den heimischen Bücherschrank.

Trotzdem ehrt es den Verlag, ein solches Buch überhaupt herausgegeben zu haben. Zum einen, weil so historisches Wissen nicht verlorengeht, zum andern aber auch, weil es schwierig ist, einzuschätzen, wie gut es sich verkaufen läßt.

Das Fazit

Hier liegt ein sehr gründlich recherchiertes und gut geschriebenes Werk vor, das allen geschichtswissenschaftlichen Anforderungen genügt und trotzdem gut zu lesen ist. Wer einen Bezug zur (alten) ostpreußischen Heimat und seiner Hauptstadt Königsberg hat, sollte sich dieses Buch zulegen.

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