Wumpscut – Böses Junges Fleisch

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Produktion
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Böses Junges Fleisch

  1. Wolf
  2. Totmacher
  3. Ich Will Dich
  4. Flucht
  5. Zerstörte Träume
  6. Hexentanz
  7. Draussen
  8. Ewig
  9. Vergib Mir
  10. Sag Es Jetzt
  11. Sehnsucht

Wumpscut, die Band

Das 1991 gegründete deutsche Projekt Wumpscut gehört zu den typischen Vertretern des elektronischen Industrial. Schnelle treibende Synthie-Beats, die eine gewisse Nähe zum EBM aufweisen, bilden dabei das Grundgerüst dieser Musik. Hinzu kommen diverse gesampelte Filmzitate und die aggressive Stimme von Rudy Ratzinger, der mit unserem deutschen Papst übrigens nicht verwandt ist. Die Musik von Wumpscut ist vor allem in einschlägigen Szeneclubs beliebt.

Böses Junges Fleisch, das Album

Als offener Musikfreund wurde mir auf Nachfrage dieses Album von Wumpscut im Bekanntenkreis empfohlen, ich kannte das Projekt vorher nicht und kann daher mit einer bestimmten Unbefangenheit ins Gericht gehen. Was nun zuerst auffällt, sind die doch reichlich klischeebeladenen Songtitel, die von wenig Innovation und Einfallsreichtum zeugen. Oder hat hier jemand wirklich auf Titel wie „Ich Will Dich“, „Vergib Mir“ und „Sehnsucht“ gewartet? Das klingt reichlich nach Seifenoper und auch hochgradig unfreiwilliger Komik. Ist das in Textform schon schlimm, ist dies erst der Anfang, denn wenn man die Texte zu den einzelnen Stücken hört, ist es nun völlig vorbei, man muss sich ungemein fremdschämen.

Die Stimme von Herrn Ratzinger ist sehr eindimensional, eigentlich ist es egal auf welchem Track er gerade „singt“, er klingt immer gleich. Die elektronischen Klänge die auf Böses Junges Fleisch geboten werden, könnten auch gut von einem Vierjährigen stammen, so dumpf und belanglos tönt es da aus den Boxen, frei nach dem Motto: „Bass rein, Hirn raus“. Das ganze Konzept dieses Album ist völlig unauthentisch. Man merkt ab dem ersten Stück, dass das hier eigentlich nur Clubmusik ist. Die Songs gleichen sich wie ein Ei dem anderen, nur ab und zu gibt es auch mal einen Anflug von verträglichen Stücken und zwar dann, wenn Ratzinger auf den Gesang verzichtet, so z.B. in „Hexentanz“ und „Draussen“, das im Übrigen gleich noch mit einer genreuntypischen Streichereinlage daherkommt. Die weiblichen Vocals in „Sag es jetzt“ sind an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten, eine unsichere „Sängerin“ quält sich tapfer durch den Song, bis sie und wir nach gut fünf Minuten erlöst werden.

Fazit

Wumpscut können mit Böses Junges Fleisch bei mir keinen Blumentopf gewinnen. Die Songs sind plakativ und klischeebeladen, von Anspruch keine Spur, das ist Musik für’s Partyvolk, aber nichts für Freunde des guten harten Industrials, da habe ich schon weitaus bessere Alben gehört. Die Stimme von Herrn Ratzinger ist sehr monoton und fängt bereits nach wenigen Minuten an zu nerven. Finger weg !

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