Xscape

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

FÜR IMMER DER KING OF POP!

Der Sänger:

Mit nur sechs eigenen Studioalben, die er zu Lebzeiten veröffentlicht hat, ist der in Indiana geborene für alle Zeiten zum King of Pop aufgestiegen. Bereits in den 70ern stand er als Teil der Jackson Five mit seinen Brüdern auf der Bühne. Seit seinem Album „Off The Wall“ war er als Solokünstler aktiv. Sein 1982 erschienenes Album „Thriller“ ist bis heute das meistverkaufte Album aller Zeiten. Doch sorgte nicht nur für positive Schlagzeilen. Zahlreiche Schönheitsoperationen sorgten immer wieder für Spott und spätestens seit den Missbrauchsvorwürfen geriet er endgültig in die Schlagzeilen. Diese Vorwürfe gipfelten in einen Prozess, in dem er 2005 jedoch von allen Anklagepunkten freigesprochen wurde. Im März 2009 kündigte er das Ende seiner Karriere mit einer geplanten Konzertserie in London an. Zu diesen Konzerten sollte es nicht mehr kommen, da am 25.Juni 2009 verstarb.

Das Album:

Mit posthumen Veröffentlichungen ist es immer so eine Sache. Egal ob in der Musik oder in der Literatur. Oft stehen geschäftliche Gründe im Vordergrund, ein solches Album oder einen solchen Roman auf den Markt zu werfen. Zumal aus dem Nachlass mit „Michael“ bereits ein Album veröffentlicht wurde. Weitere werden folgen, da mit den Nachlassverwaltern einen langfristigen Plattenvertrag abgeschlossen hat.

Nun also „Xscape“, dass acht unveröffentlichte Titel enthält. Eines vorweg: Wer wirklich in den Genuss der neuen Titel kommen will, muss sich die Deluxe Edition anschaffen, da hier neben den neu abgemischten Versionen auch die Originalversion enthalten sind. Und die zeigen eindrucksvoll, dass es sich lohnt, den Nachlass von Michael Jackson zu durchstöbern. Hier werden sich mit Sicherheit noch weitere Perlen finden lassen. Dies liegt in der Arbeitsweise von Michael Jackson begründet. Zu jedem Album hat er bis zu 70 Songs komponiert und aufgenommen, aus denen er dann die auswählte, die wirklich auf das Album kamen. So sind auch zu seinen Lebzeiten bekannte Hits erst später zu ihren Ehren gekommen. Der „Earth Song“ ist beispielsweise bei den Aufnahmen zu „Dangerous“ entstanden, wurde aber erst auf „HIStory“ veröffentlicht. Man kann also ahnen, was da noch in den Tresoren der Erben schlummert.

Einen Einblick davon liefert diese Album. Sieben der acht Titel sind echte Kracher, die der Konkurrenz einmal mehr zeigen, das Michael Jackson wohl auf ewig der King of Pop bleiben wird. Lediglich „Loving You“ (entstanden zu „Bad“-Zeiten) hat mich eher an eine Urfassung von „I Just Can’t Stop Loving You“ erinnert und mich nicht ganz so begeistert. Die restlichen Songs sind so, wie man Michael Jackson kannte und liebte.

„Love Never Felt So Good“ (geschrieben 1983 zusammen mit Paul Anka) ist kurz nach „Thriller“ entstanden und klingt genauso zeitlos. Der Song fungiert auch als Single, wobei mir die ruhigere Urfassung wesentlich besser gefällt. Mit „Blue Gangsta“ und “ Do You Know Where Your Children Are“ gibt es zwei Titel, die ebenfalls an bekannte Jackson-Songs erinnern, aber auch eigenständig funktionieren. „Blue Gangsta“ greift das Smooth-Criminal-Thema auf, während der Children-Song ein wenig an „They Don’t Care About Us“ erinnert.

Drei Titel sind dann die ganz großen Highlights: Der Titelsong „Xscape“ ist während der Invincible-Sessions entstanden und strahlt die gleiche Härte und Dynamik aus, wie seinerzeit „Jam“ vom Dangerous-Album. Mit „Slave To The Rhythm“ gibt es dann einen Dancefloorkracher, der weder altmodisch noch angestaubt, sondern einfach nur genial klingt. Wobei auch hier das Original die deutlich bessere Nummer ist. Und dann gibt es da noch „A Place With No Name“. Schon in der neuen Fassung ist mir der Song positiv aufgefallen. Als ich dann die Originalfassung hörte, ist mir jedoch die Kinnlade heruntergeklappt. Ein grandioser Song, in dem Michael Jackson mit dem Eröffnungsriff von America’s Klassiker „A Horse With No Name“ (daher sicher auch der abgeleitete Titel) spielt. Für mich ist dieser Titel einer der besten Jackson-Songs überhaupt.

Trackliste:

01 – Love Never Felt So Good

02 – Chicago

03 – Loving You

04 – A Place With No Name

05 – Slave To The Rhythm

06 – Do You Know Where Your Children Are

07 – Blue Gangsta

08 – Xscape

09 – Love Never Felt So Good (Originalversion)

10 – Chicago (Originalversion)

11 – Loving You (Originalversion)

12 – A Place With No Name (Originalversion)

13 – Slave To The Rhythm (Originalversion)

14 – Do You Know Where Your Children Are (Originalversion)

15 – Blue Gangsta (Originalversion)

16 – Xscape (Originalversion)

17 – Love Never Felt So Good (feat. )

 

Fazit:

Betrachtet man nur den regulären Teil von „Xscape“ würde mir das Album nur bedingt zusagen. Daran ändern auch die Gastmusiker wie Justin Timberlake. Mary J.Blidge oder Questlove nichts. Lediglich „Love Never Felt So Good“ und „A Place With No Name“ sind mir hier wirklich aufgefallen. Begibt man sich dann an die Originalversionen, findet man sieben weitere Beweise dafür, warum Michael Jackson der King of Pop bleiben wird. Zusammen mit Dewey Burnnell, Dr. Freue, L.A. Reid oder Babyface sind hier Songs entstanden, die allesamt auch würdige Vertreter der damaligen Alben geworden wären. Doch eins müssen die Produzenten künftig unbedingt beachten: Sie sollten sich an die von Michael aufgenommenen Originalfassungen halten, denn dieses Album zeigt, dass die Urfassungen wesentlich authentischer und zeitloser klingen, als jeder aufgemotzte Remix. Daher stelle ich meine Bewertung auch nur auf diesen Teil des Albums ab.

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