Zinzensdorf – ein Graf ohne Grenzen

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Graf ohne Grenzen

Paul Peucker. Comenius-Buchhandlung 2000, Broschiert, 240 Seiten, € 5,79

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Universitätsarchiv in Herrnhut (Hrsg.): Graf ohne Grenzen Leben und Werk von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf; Herrnhut 2000; 215 Seiten; ISBN: 3-9804690-9-3

Hier liegt ein Ausstellungskatalog vor. Die dazugehörige Ausstellung war vom 26. Mai 2000 bis zum 7. Januar 2001 im Völkerkundemuseum Herrnhut, Außenstelle des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden, zu sehen.

Interessant dabei: Die ausgestellten Exponate werden erst im zweiten Teil des Buches vorgestellt. Das Wort „vorgestellt“ meint damit nicht so sehr, daß es zu jedem Ausstellungsstück ein Bild gibt (auch wenn einige Exponate natürlich gezeigt werden). Wichtiger ist hier eher, daß die ausgestellten Stück der Reihe nach aufgelistet sind, einschließlich ihrer technischen Daten und einer kleinen, kurzeb Beschreibung.

Wichtig ist an diesem Buch etwas anderes (und das macht es auch so kirchengeschichtlich interessant). Gleich am Anfang gibt es eine chronologische und tabellarisch anmutende Biographie Zinzendorfs.

Anschließend bieten Autoren wie Ulrike Fischer, Albert Frank, Rudolf Dellsperger und Hartmut Beck eine Annäherung an die historische Figur. Die Mission der Herrnhuter kommt hier genauso vor wie Zinzendorfs Auslandsaufenthalte, die Anfänge der Gemeinde und die Theologie Zinzendorfs, um hier nur einige Beispiele zu geben.

Das Buch enthält reichhaltig historische Bilder und Dokumente. Die leicht verständlich geschriebenen und gründlich recherchierten Texte bieten eine chronologische Übersicht über Graf, Gemeinde und deren Entwicklung im Laufe der Zeit. Die Lektüre dieses Ausstellungskataloges ist nicht nur wegen der Biographie des Grafen interessant. Er ist auch als Kirchengründer in die Geschichte eingegangen. Wer sich dieses Buch zu Gemüte führt, erfährt also auch etwas über die geistigen, geistlichen und weltlichen Gegenbenheiten jeder Zeit. In dieser Hinsicht spielt es keine Rolle, ob man die Ausstellung gesehen hat oder nicht. Das Buch kann ja ein guter Anlaß sein, sich mit den Herrnhuter Brüdern zu beschäftigen und zum eigenen Glauben zu finden.

Den Verlag hier vorzustellen lohnt sich nicht, zumal im Internet auch keine eigenen Informationen enthalten sind. Erwähnenswert ist allerdings, daß die Comenius-Buchhandlung die Buchhandlung der Evangelischen Brüder-Unität Herrnhut ist. Sie ist im Internet vertreten und kann unter www.comeniusbuchhandlung.de eingesehen werden.

Die Kreissparkasse Löbau-Zittau und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung haben die Herausgabe des Ausstellugnskataloges finanziell gefördert. Sie haben damit nicht nur die Ausstellung mit der Finanzierung des Ausstellungskataloges geholfen. Sie haben auch mit dazu beigetragen, daß die unbekannte Kirche aus ihrem Schattendabei heraustreten kann. Wer die Herrnhuter Brüder einmal selbst erlebt hat, weiß, daß es sich bei ihnen um eine seriöse und erwähnenswerte evangelische Freikirchen handelt.

Das Fazit

Wer sich für kirchengeschichtliche Begebenheiten interessiert und dabei auch nicht vor einem (nur!) vermeintlich nebensächlichen Thema zurückschreckt, hält mit diesem Ausstellungskatalog auf jeden Fall interessante Lektüre in den Händen.

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