Zur Theorie der Sprechakte

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Zur Theorie der Sprechakte

Eike von Savigny (Übersetzer). Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag 1986, Taschenbuch, 219 Seiten, € 7,80

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

John L. Austin: Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with words)

John Langshaw Austins „Theorie der Sprechakte“ stammt aus dem Jahre 1955. Sie faßt zwölf Harvard-Vorlesungen zusammen, die heute nach Angaben des Verlages zu den „klassischen Äußerungen der Analytischen Philosophie“ gehören. Er muß wohl eine besondere Art gehabt haben, dazulegen, daß man etwas tut, indem man etwas sagt. „How to do things with words“ – so sagt man im Englischen. Auf diese Weise befruchtete Austin die philosophische wie die linguistische Forschung gleichermaßen.

Zu dem Buch

Das Buch gehört zu Reclams Universal-Bibliothek und trägt dort die Nummer 9396. Die deutsche Bearbeitung stammt von Eike von Savigny. Nach der „Vorbemerkung zur deutschen Bearbeitung“ gibt es eine Einleitung. „J. L. Austins Theorie der Sprechakte“ heißt der Text und bietet eine erste fachlich-philosophiewissenschaftliche EInführung in das Thema. Dann folgt der Text der Vorlesungen; abgeschlossen wird das Buch von editorischen Anmerkungen.

Eine Besprechung

Schon beim Querlesen wird schnell deutlich, daß hier ein Buch für Freunde der Philosophie und theoretischen Sprachwissenschaften vorliegt. Ein Ratgeber, wie man – beispielsweise – eine Rede vorbereitet, frei vor einem Publikum spricht, Gestik und Mimik einsetzt oder sein Lampenfieber loswird, liegt hier also nicht vor. Das Buch ist eindeutig für Fachleute zusammengestellt. Wer sonst sollte schon einen Nutzen davon haben? Es ist schon mutig von dem baden-württemberigschen Verlag, ein solches Buch herauszugeben. Sehr groß kann der Markt dafür nicht sein, bestenfalls öffentliche Bibliotheken und eine kleine Schichte von Leser, die beruflich damit zu tun hat.

Ein Wort zum Autoren

John Langshaw Austin wurde am 26. März 1911 im britischen Lancaste geboren. Er starb am 8. Februar 1960 in Oxford. in die Geschichte eingegangen ist der englischer Philosoph als  Begründer der Sprechakttheorie.

John Langshaw Austin studierte seit 1924 Klassische Philologie in Shrewsbury. Geprägt wurde Austin  durch den Moralphilosophen Harold Arthur Prichard. 1933 wurde Austin Fellow am All Souls College und 1935 Tutor am  Magdalen College.  Während des Zweiten Weltkriegs diente Austin als Offizier im britischen Geheimdienst. Nach dem 2. Weltkrieg nahm Austin seine akademische Lehrtätigkeit wieder auf. Gestorben ist Austin im Alter von 19 Jahren und zwar an Lungenkrebs.

Austin veröffentlichte nur wenige Aufsätze. Seine beiden Bücher sind erst nach seinem Tode erschienen. Sie sind Bearbeitungen seiner Vorlesungen. Seine Bekanntheit und seine Bedeuten sind – wenn man der Sekundärliteratur wie etwa der Internetenzyklopädie Wikipedia Glauben schenken kann – eine Folge seiner Lehrtätigkeit.

Ein Fazit

Ein Fazit zu diesem Buch fällt leicht. Wie schon gesagt: Hier liegt ein Buch für Fachleute vor, die sich mit philosophischen und philologischen Fragen auskennen. Der normale Leser, der sich mit pädagogischen oder anderen Fragen herumschlagen muß, wird also keinen Nutzen davon haben.

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