Blackstar

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DAS VERMÄCHTNIS!

Der Sänger:

ist mit über 140 Millionen verkaufter Tonträger einer der erfolgreichsten Popsänger der Musikgeschichte. Geboren und aufgewachsen in London gelang ihm 1972 der kommerzielle Durchbruch. Das Album „Ziggy Stardust And The Spiders From Mars“ und die skandalträchtige Bühnenshow dazu, machten zu einem der umstrittensten Sänger seiner Zeit. Von 1976 bis 1978 lebte er in Berlin. 1983 erschien mit „Let´s Dance“ sein kommerziell erfolgreichstes Album. Vor allem die Single „China Girl“ platzierte sich weltweit in den Top Ten. In den darauf folgenden Jahren wurde es ruhiger. Bowie arbeitete mit der Band Tin Machine und weiter als Solokünstler, konnte aber an die Erfolge der 70er und 80er Jahre nicht mehr anknüpfen. Im Jahr 2013 erschien sein bisher letztes Album „“. Bis zu seinem Tode lebte in New York und war seit 1992 in zweiter Ehe mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet.

Das Album:

Als David Bowie zu seinem 69. Geburtstag am 08.01.16 sein 28. Studioalbum veröffentlichte, ahnte die Öffentlichkeit noch nicht, dass dieses Album das Vermächtnis des Chamäleons der Popmusik sein wird. Nur zwei Tage später verstarb er im Kreise seiner Familie an einer Krebserkrankung, die bis dato vor den Augen der Welt geheim gehalten wurde.

Mit „Blackstar“ legt David Bowie abermals ein Album vor, das jenseits aller Massentauglichkeit seine enorme Kreativität und seine Wichtigkeit für die Musikwelt unterstreicht. Allein der fast zehnminütige Titelsong „Blackstar“ zeigt, dass es David Bowie überhaupt nicht interessiert hat, ob ein Song radiotauglich ist oder nicht. Vielmehr rotzt er hier eine vom Jazz inspirierte Nummer hin, die kantig, sperrig und trotzdem absolut hörenswert ist.

Bowies erklärtes Ziel ist es gewesen, sich mit „Blackstar“ so weit wie möglich vom Rock zu distanzieren. Ein Vorhaben, dass ihm und seinen Produzenten Tony Visconti nicht zu einhundert Prozent gelungen ist. „Tis A Pity She Was A Whore“ oder „Sue“ sind mit ihren Riffs durchaus rockig inspiriert. Es dominieren aber Klänge, wie man sie von Kraftwerk oder Edgar Froese kennt. Dabei fällt auf, das „Blackstar“ alles andere als ein leichtes, schnell hörbares Album ist. Vielmehr ist es, wie viele andere Bowie-Alben auch, ein Werk, dem man Zeit und Ruhe geben muss. Mit dem abschließenden „I Can’t Give Everything Away“ gibt es sogar eine poppige Nummer, die ein Album beschließt, welches man mit einer Spur Wehmut und einer Träne im Auge hören wird.

Trackliste:

01 – Blackstar

02 – Tis A Pity Was A Whore

03 – Lazarus

04 – Sue (Or In A Season Of Crime)

05 – Girl Loves Me

06 – Dollar Days

07 – I Can’t Give Everything Away

 

Fazit:

Wer David Bowie nur auf Songs wie „Let’s Dance“ oder „China Girl“ reduziert, wird dem Mann, der seinerzeit als Ziggy Stardust polarisierte, niemals gerecht werden. „Blackstar“ mag vielleicht nicht das beste Bowie-Album sein, jedoch ist es ein Werk, das Fest für das steht, was der Sänger Zeit seines Lebens gewesen ist: ein Künstler, der sich und seine Musik als Gesamtkunstwerk verstanden und inszeniert hat. So ist „Blackstar“ aber zumindest das überaus hörenswerte Vermächtnis eines Mannes, der eine große Lücke in der modernen Musikwelt hinterlassen hat. Ruhe in Frieden David Bowie.

 

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