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Hexe Lilli fliegt zum Mond

4,5 von 5 Redaktion · 2011-12-27 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Hexe Lilli fliegt zum Mond ist ein Kinderbuch von Knister, in dem Lilli mit einem Mondstein aus dem Museum auf den Mond hext und Außerirdischen bei der Suche nach ihrer Prinzessin hilft, und erhält 4,5 von 5 Punkten (Rezension vom 27. Dezember 2011). Hexe Lilli fliegt zum Mond ist Teil 18 der Hauptreihe, nach der Neuzählung ab 2014 Band 15, und richtet sich an geübte Leser.

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Hexe Lilli fliegt zum Mond

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Hexe Lilli fliegt zum Mond von Knister, illustriert von Birgit Rieger, Arena Verlag

Worum geht es in Hexe Lilli fliegt zum Mond?

Lilli liest die letzte Zeit immer wieder in ihrem Mondkalender. Da kommt ihr die Idee, sich mal selbst auf den Mond zu hexen. Und die passende Gelegenheit kommt auch direkt - eine Ausstellung im Museum. Von dort möchte sie einen Gegenstand von einer Mondexpedition mitnehmen - diesen benötigt sie schließlich, um sich auf den Mond hexen zu können.

Der Mondstein aus der Vitrine

Lilli geht mit ihrer Klasse in die Ausstellung und während der Führung wird Lilli klar, dass sie sich einen Mondstein aus einer Vitrine nehmen möchte - da diese aber sehr gut geschützt sind, wird das nicht einfach werden. Sie muss sich nachts ins Museum hexen, um sich einen der Mondsteine zu „leihen“. Es funktioniert auch alles super - sie löst zwar einen Alarm aus bei dem Diebstahl, aber als die Polizei eintrifft, ist Lilli schon längst auf dem Weg zum Mond.

Dass die Heldin für ihren Zauber erst einmal in ein Museum einbricht, ist erzählerisch der Kniff des Buches: Die Hexerei braucht einen echten Gegenstand vom Mond, also muss Lilli sich einen besorgen. Kinder lesen das als Nervenkitzel, Erwachsene dürfen an dieser Stelle mit dem Kind über den Unterschied zwischen Ausleihen und Stehlen sprechen. Die Geschichte selbst nimmt den Diebstahl nicht schwer.

Begegnung auf dem Mond

Kaum ist sie dort angekommen, landet eine Rakete und drei Gestalten steigen aus - wie sich später herausstellt sind es Außerirdische vom Planeten GrünürG. Sie wurden geschickt von ihrer Kaiserin, die ihre Tochter, Prinzessin SüsyrysüS sucht. Die drei Außerirdischen haben schon alle Planeten abgesucht und können die Prinzessin einfach nicht finden - sie denken, sie sei von Weltraumpiraten entführt worden. Als sie bei ihrem Flug plötzlich Leben auf dem Mond bemerken, denken sie natürlich, es sei ihre verschwundene Prinzessin. Doch leider ist es nur Lilli.

Die Suche nach der Prinzessin

Die Außerirdischen bitten sie um Hilfe und nehmen sie mit zu ihrem Planeten. Dort trifft Lilli die Kaiserin und sagt ihr zu, dass sie ihre Tochter finden und nach Hause bringen wird. Den zweiköpfigen Hund der Tochter, BelleB, nimmt sie ebenfalls mit auf die Reise. Mit einem Hextrick hext sie sich zur Prinzessin - wie sich herausstellt wurde sie gar nicht entführt, sondern ist mit ihrem Geliebten geflüchtet.

Ihr Geliebter ist leider ein Rotling und eine Beziehung zwischen einem Rotling und einem Grünling ist in der Welt der Außerirdischen strikt verboten. Als Lilli verspricht, den beiden Verliebten zu helfen, stimmen sie zu, zurück nach GrünürG zu gehen und die Kaiserin davon zu überzeugen, ihrer Liebe eine Chance zu geben.

Welche Figuren treten auf?

Lilli

Lilli bleibt sich treu: neugierig, mutig und vor allem lösungsorientiert. Ihr Hexenbuch ist kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug, das sie mit Grips einsetzen muss. Der Zauber zum Mond funktioniert eben nur mit einem echten Mondstein.

Die Grünlinge von GrünürG

Die Außerirdischen sind bewusst harmlos gezeichnet. Auf den Bildern sehen sie aus wie die netten Wesen von nebenan, ihre Namen sind Palindrome und Wortspiele, die beim Vorlesen für Gelächter sorgen. Der zweiköpfige Hund BelleB liefert die komischen Zwischentöne.

Prinzessin SüsyrysüS und der Rotling

Hinter der Entführungsgeschichte steckt in Wahrheit ein verbotenes Liebespaar. Damit schmuggelt das Buch ein ernsteres Motiv in die Handlung: Zwei Gruppen dürfen nicht zusammenkommen, weil es die Regeln so wollen. Kindgerecht verpackt, aber deutlich genug, um darüber zu reden.

Wer steckt hinter Hexe Lilli?

Autor der Reihe ist Knister, mit bürgerlichem Namen Ludger Jochmann. Die Bilder stammen von Birgit Rieger, erschienen ist Hexe Lilli seit 1992 im Arena Verlag in Würzburg. Die Bücher sind in 38 Sprachen übersetzt, dazu kommen Zeichentrickserie, Musical und mehrere Kinofilme.

Die Zählung der Bände ist uneinheitlich: Hexe Lilli fliegt zum Mond ist Band 18 in der ursprünglichen Zählung bis August 2014 und Band 15 in der Neuzählung der Reihe ab September 2014. Daneben existieren Erstleser-Ausgaben im Bücherbär-Programm, Sonderausgaben und Hörbuchfolgen mit eigener Nummerierung. Da jeder Band für sich abgeschlossen ist, spielt die Reihenfolge beim Lesen keine Rolle.

Für wen lohnt sich das Buch?

Der Band gehört zur regulären Reihe und nicht zu den Erstleser-Ausgaben, ist also länger und textlastiger. Geübte Leserinnen und Leser kommen damit gut durch, zum Vorlesen funktioniert die Geschichte auch für jüngere Kinder. Kinder, die sich für Weltraum, Raketen und Mondlandung interessieren, bekommen hier eine Abenteuergeschichte mit genau diesen Motiven, ohne dass das Buch Sachwissen vermitteln will.

Wer dagegen realistische Geschichten sucht oder mit Fantasy wenig anfangen kann, wird mit den Grünlingen und Rotlingen nicht warm. Auch der Museumsdiebstahl als Ausgangspunkt ist ein Punkt, an dem manche Eltern hängenbleiben.

Fazit: Lohnt sich Hexe Lilli fliegt zum Mond?

Ein lustiges Abenteuer von der Hexe Lilli - in Band 18 der Reihe (nach der Neuzählung Band 15) fliegt Lilli zum Mond. Die Geschichte ist interessant und leicht verständlich geschrieben. Sie ist wieder sehr schön illustriert und das Cover sieht sehr hochwertig und futuristisch aus, da es auf Metall gedruckt ist.

Mal wieder ein tolles Abenteuer - nicht sehr realistisch, weil es um Außerirdische geht, aber mit ein bisschen Phantasie kann man sich diese Wesen auch ganz gut vorstellen und auf den Zeichnungen sind sie dargestellt, wie die süßen, netten Außerirdischen von nebenan - wie ein Kind sie sich vorstellen würde. Unterm Strich einer der fantasievolleren Bände der Reihe, der vor allem dann punktet, wenn das Kind Lust auf Weltraum und schräge Wesen hat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Hexe Lilli fliegt zum Mond?

In Hexe Lilli fliegt zum Mond hext sich Lilli mit einem Mondstein aus dem Museum auf den Mond. Dort trifft sie Außerirdische vom Planeten GrünürG, die im Auftrag ihrer Kaiserin nach der verschwundenen Prinzessin suchen, und übernimmt die Suche. Die Prinzessin wurde nicht entführt, sondern ist mit ihrem Geliebten, einem Rotling, geflüchtet, was in der Welt der Außerirdischen verboten ist.

Ab welchem Alter ist das Buch geeignet?

Hexe Lilli fliegt zum Mond gehört zur regulären Reihe und ist länger und textlastiger als die Erstleser-Ausgaben. Geübte Leserinnen und Leser kommen damit gut durch, zum Vorlesen funktioniert die Geschichte auch für jüngere Kinder.

Muss man die anderen Hexe-Lilli-Bände kennen?

Nein, jeder Band von Hexe Lilli ist für sich abgeschlossen, daher spielt die Reihenfolge beim Lesen keine Rolle. Auch Hexe Lilli fliegt zum Mond lässt sich ohne die anderen Bände lesen.

Der wievielte Band ist Hexe Lilli fliegt zum Mond?

Hexe Lilli fliegt zum Mond ist Band 18 der Hexe-Lilli-Reihe in der ursprünglichen Zählung bis August 2014. Nach der Neuzählung ab September 2014 trägt der Titel die Nummer 15. Hörbuchfolgen haben eigene Nummern, daher weichen die Angaben je nach Ausgabe voneinander ab.

Wer hat Hexe Lilli geschrieben und illustriert?

Hexe Lilli wurde von Knister geschrieben, hinter dem Pseudonym steht Ludger Jochmann. Die Bilder stammen von Birgit Rieger, die Reihe erscheint seit 1992 im Arena Verlag in Würzburg.

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