Metallica – 72 Seasons

Inhaltsverzeichnis
Musik

Saltatio Mortis – Finsterwacht

Musik

Daryl Hall – D

Klassik

Stephan Moccio – Legends, Myths And Lavender

IM BESTEN SINNE OLD SCHOOL!

Die Band:

Über eine Anzeige in einer kalifornischen Lokalzeitung lernte der aus Dänemark stammende Schlagzeuger Lars Ulrich den Gitarristen James Hetfield kennen. Dies war die Geburtsstunde von Metallica. 1983 erschien das Debütalbum „Kill `Em All“, das mit seinem halsbrecherischen Tempo den Thrash Metal revolutionieren sollte. Mit dem dritten Album „Master Of Puppets“ wurde die Band dann endgültig zu einer Ikone der Metalszene. Diesen Ruf festigten sie mit dem nächsten Longplayer „…And Justice For All“. Der darauf enthaltene Song „One“ wurde mit dem Grammy ausgezeichnet und gilt noch heute als einer der größten Metalsongs aller Zeiten. Im Oktober 1990 begann die Gruppe dann mit Starproduzent Bob Rock ein Album zu produzieren, dass Metallica den nächsten Schritt auf der Erfolgsleiter garantieren sollte. „Metallic“, wegen seines schwarzen Covers als Black Album bekannt, schob die Band mit Hits wie „Enter Sandman“ oder „Nothing Else Matters“ in Richtung Mainstream. Jetzt füllten Metallica die großen Stadien rund um den Globus. Der globale Erfolg blieb aber nicht ohne Folgen. Bassist Jason Newstead stieg aus und wurde von Robert Trujillo ersetzt. Heute zählen Metallica mit 100 Millionen verkaufter Alben zu den erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten. 

Das Album:

Eigentlich wollte die Band ihre Fans nicht mehr so lange auf ein Album warten lassen, wie zuletzt auf „Hardwired … to Self Destruct“. Nun sind es doch sieben Jahre geworden, die James Hetfield und seine Männer gebraucht haben, um das elfte Studioalbum zu veröffentlichen. Ein Werk, an dem sich wieder die Geister scheiden. Viele werfen Metallica vor, im Midtemposumpf zu versinken, und bemängeln vor allem die Tatsache, dass sich Produzent Greg Fidelman nicht durchsetzen kann. Eine Kritik, die ich angesichts des Albums nicht nachvollziehen kann. Aber der Reihe nach.

Als im November die erste Single „Lux Aeterna“ herauskam, hat es mich fast aus den Socken gehauen, so frisch und temporeich hatte ich die Band nicht erwartet, obgleich auch auf dem letzten Werk solche Tracks zu finden waren. Es war also eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden.

Da es heute üblich ist, im Vorfeld weitere Nummern zu veröffentlichen, kannte ich Songs wie „Streaming Suicide“ (bärenstarker Text) und „If Darkness Had A Son“ bereits und auch diese konnten mich überzeugen. Als dann kurz vor der Veröffentlichung der Titelsong bekanntgemacht wurde, war es endgültig gesehen. Ja, das neue Werk kann richtig gut werden.

Am 14.04.23 war ich bei der globalen Kinopremiere dabei (was es heutzutage nicht alles gibt) und sage: Ja, das Album ist gut. Richtig gut! Die vier Männer aus der Bayarea legen mit „72 Seasons“ ein echtes Brett vor. Sicher, einige Songs spielen sich im Midtempobereich ab, doch wenn man sich die Discografie der Band ansieht, ist es jetzt nichts, was wirklich neu ist. Allerdings ist das hier verwendete Material verdammt gut. Der Titelsong ist fast ein kleines „Master Of Puppets“ und Titel wie „You Must Burn!“, „If Daarkness Had A Son“ oder „Room OF Mirrors“ werden live sicher ordentlich krachen. Überhaupt legen Metallica eine große Spielfreude an den Tag und James Hetfield ist stimmlich so präsent wie lange nicht mehr.

Mit „Inamorata“ präsentieren sie zum Abschluss mit rund elf Minute den längsten Track der Bandgeschichte vor. Auch hier bewegt sich die Band auf einem tollen Niveau. Der Song ist spannend genug, um über die gesamte Dauer den Hörer bei der Stange zu halten.

Trackliste:

01 – 72 Seasons

02 – Shadows Follow

03 – Streaming Suicide

04 – Sleepwalk My Life Away

05 – You Must Burn!

06 – Lux Aeterna

07 – Crown Of Barbed Wire

08 – Chasing Light

09 – If Darkness Had A Son

10 – Too Far Gone?

11 – Room Of Mirrors

12 – Inamorata

Fazit:

Metallica legen mit „72 Season“ ein Album vor, dass mich komplett überzeugt. Sicher sind viele Midtemponummern vorhanden, aber das Songmaterial ist so abwechslungsreich, dass in den rund 77 Minuten meiner Ansicht nach überhaupt keine Langweile aufkommt. Im Gegenteil. In jedem Song gibt es etwas zu entdecken. Wo das letzte Album kleine Längen hatte, kann mich dieses vollständig abholen. Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt!

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Texte: 5

Hörspaß: 5

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