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Phariah´s Child

von Michael Krause · 2014-10-03 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Phariah´s Child ist das achte Album der finnischen Band Sonata Arctica mit 10 Titeln, auf dem sie zum schnellen Power Metal ihrer Anfangstage zurückkehrt. Die Rezension vom 3. Oktober 2014 sieht darin den bisherigen Gipfel der Bandgeschichte, eine Mischung aus Metal, Musical und Kitsch, und empfiehlt es Fans von Nightwish und Avantasia.

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METAL MEETS MUSICAL!

Über die Band

Unter dem Namen Tricky Beans wurde die Band 1996 von Tony Kakko gegründet. Zunächst hatte man noch nichts mit der harten Rockmusik zu tun. Erst 1999 wandte man sich dem Metal zu und änderte den Bandnamen in Sonata Arctica. Im gleichen Jahr erschien das Debütalbum „Ecliptica„. Waren die ersten Alben der Band geprägt vom Melodic Power Metal in seiner reinsten und schnellsten Form, wandte man sich mit der Zeit eher progressiven Rhythmen zu. In der Besetzung gab es auch immer wieder Veränderungen. Derzeit besteht das Line Up aus Tony Kakko (Gesang), Elias Viljanen (Gitarre), Henrik Klingenberg (Keyboards), Pasi Kauppinnen (Bass) und Tommy Portimo (Schlagzeug).

Das Album im Überblick

Nach dem düsteren „The Day Of Grays„ und dem rocklastigen „Stones Grow Her Name„ wollten die Finnen für ihr achtes Album wieder den Sound ihrer Anfangstage beschwören. Gerade die Fans der ersten Stunde waren von dieser Ankündigung angetan, hatte sie doch der Sound der letzten Alben etwas abgeschreckt.

Hört man sich „Phariah’s Child„ in einem Durchgang an, wird man schnell feststellen, dass die Finnen eine hervorragende Gratwanderung zwischen Metal, Musical und Kitsch hinbekommen haben.

Schon der Opener „The Wolves Die Young„ zeigt dem Hörer, was der Band auf diesem Album wichtig war: Schneller, melodiöser Power Metal. Und der geneigte Fan bekommt noch mehr. Songs wie „Running Lights„ oder „Blood„ sind nicht nur handwerklich gut gemacht, sondern zünden beim ersten Hören. Mit „Cloud Factory„ gibt es einen fast schlagerhaft-verkitschten Ohrwurm, der aber vollkommen zu recht als zweite Single ausgewählt wurde.

Überhaupt ist der Kitsch-Faktor (im positiven Sinne) relativ ausgeprägt. Gerade „X Marks The Spot„ oder das abschließende, bombastische „Larger Than Life„ klingen, als haben Sonata Arctica die Musik für ein Musical verfasst. Gerade der letztgenannte Song verbindet Bombast und Dramatik in Perfektion.

Doch die finnische Band kann auch die leisen Töne. Mit „Love„ gibt es eine wunderschöne Ballade ohne jeden Pathos, die sicherlich zu den Höhepunkten eines ganz ausgezeichneten Albums gehört.

Trackliste

01 - The Wolves Die Young

02 - Running Lights

03 - Take One Breath

04 - Cloud Factory

05 - Blood

06 - What Did You Do In The War, Dad

07 - Half A Marathon Man

08 - X Marks The Spot

09 - Love

10 - Larger Than Life

Fazit: Lohnt sich Phariah´s Child?

Mit „Pharia’s Child„ ist die finnische Band Sonata Arctica auf dem Gipfel ihres bisherigen Schaffens angekommen. Reine Anhänger eher düsterer Bands wie Dimmu Borgir oder Slipknot werden bei den teilweise zuckersüßen Melodien sicher nur mit der Nase rümpfen. Wer aber auf den bombastischen Sound von Bands wie Nightwish oder Avantasia steht, kann auch hier zugreifen. Man bekommt mit „Pharia’s Child„ ein in sich geschlossenes Album mit tollen Songs und eine Band, der man die Spielfreude mit jedem Ton anhört.

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