Rapid Foray

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

RUNNING WILD IST ROLF KASPAREK IST RUNNING WILD!

Die Band:

Auf dem Open Air 2009 gaben Rolf `Rock“n“Rolf´ Kasparek und seine Mannen ihr Abschiedskonzert. Mit dem Album „Under The Jolly Roger“ aus dem Jahr 987 prägten Running Wild ihr Image als -Piraten. Ein Image, das die Band bis zum Schluss beibehielt. Nach 33 Jahren on the Road und 13 Studioalben wollte sich Rolf Kasparek um andere Dinge in seinem Leben kümmern. Doch nur zwei Jahre später begann er, neue Songs zu schreiben. Und so wurde im Oktober 2011 die Ankündigung sehr gespannt aufgenommen, das es ein neues Running Wild Album geben wird.

Das Album:

Drei Jahre sind seit dem letzten Werk „Resilent“ vergangen. Drei Jahre, in denen Rolf Kasparek sich zunächst mit einer gebrochenen Schulter herumschlagen und sich anschließend intensiv auf den Comebackauftritt in Wacken vorbereiten musste. Jetzt ist die Kogge aber wieder flott, so dass er das inzwischen dritte Album seit dem ursprünglichen Bandende vorlegen kann. Sehr vollmundig erklärt Rock“n“Rolf dazu, dass es ein ganz starkes Werk sei, das an die alten Bandklassiker heranreicht.

Elf neue Songs haben den Weg auf den schnellen Beutezug (dt. Übersetzung von Rapid Foray) gefunden. Gespannt lauscht man den ersten Tönen des Openers „ Skies, Red Flag“. Und ganz ehrlich, wer auch nur eine kleine Vorliebe für diese Art von Musik hat, kann hier nur mitwippen. Ein treibender Beat, ein eingängiges Riff – was will das Rockerherz mehr? So kann es gerne weitergehen. Und das macht es auch. Das folgende „Warmongers“ ist ein Headbanger aller erster Güte, der wirklich das Zeug hat, an die alten Running-Wild-Klassiker heranzukommen. Rolf Kasparek scheint noch jede Menge Feuer zu besitzen, um die vollmundigen Versprechungen auch wirklich einlösen zu können.

Im weiteren Verlauf gibt es noch viele hörenswerte Songs: Midtempostampfer wie „Stick To Your Guns“ oder „By The Blood In Your Heart“ gefallen dabei ebenso wie flotte Rocker mit seemanstauglichen Titeln wie „Rapid Foray“ oder „Black Bart“. Ruhigere Töne werden im Prinzip nur beim Instrumentalstück „The Depth Of The Sea (Nautilus) angeschlagen. Mit „Last Of The Mohicans“ gibt es auch auf diesem Album zum Abschluss ein mehr als zehnminütiges Songmonster, das relativ ruhig beginnt, dann in ein treibendes Riff wechselt, aber mit der Zeit doch etwas monoton klingt.

Damit sind wir auch schon beim negativen Aspekt dieses Albums. Seit der Reunion ist Running Wild im Prinzip ein Soloprojekt von Rolf Kasparek. So hat er wohl auch auf diesem Album alle Instrumente selbst eingespielt oder den Drumcomputer programmiert. Daher klingt dieses Album stellenweise ein wenig nach Heimstudio. Gerade das Schlagzeug hätte durchaus ein wenig fetter klingen können.

Trackliste:

01 – Black Skies, Red Flag

02 – Warmongers

03 – Stick To Your Guns

04 – Rapid Foray

05 – By The Blood In Your Heart

06 – The Depth Of The Sea (Nautilus)

07 – Black Bart

08 – Hellelectrified

09 – Blood Moon Rising

10 – Into The West

11 – Lost Of The Mohicans

 

Fazit:

Wirkliche Innovationen und Abwechslung gibt es auf „Rapid Foray“ nicht. Running Wild bleiben Running Wild, so wie AC/DC immer AC/DC bleiben werden. Aber will man das einer Band wirklich ankreiden? Fest steht, dass Rolf Kasparek mit diesem Album das bisher beste Werk seit der Reunion vorlegt. Fans von Old School Metal und Hard Rock kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. An die alten Klassiker reicht das Album vielleicht nicht heran, aber Spaß macht es auf jeden Fall.

 

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