Hölzinger/Klösch: Schlafcoaching: Wer wach sein will, muss schlafen
Lieber schlafen als lesen
Wenn man mit dem Buch Schlafcoaching seine Batterien wieder auftanken kann, um zu gesundem Schlaf zu finden, dann erwartet man zwangläufig auch praxisbezogene Tipps. Die aber, das merkt man dann irgendwann kurz vor Ende des Buches, sind aber äußerst rar gesät; ein systematischer Ratgeber ist dieses Buch nicht. Vielmehr eine leider häufig viel zu komplizierte und umständliche Beschreibung des Phänomens Schlaf und der Ursachen und Begleitumstände, die zu gutem oder unruhigem Schlaf führen können.
Das Buch selbst ist in sich widersprüchlich, bemerkt es dabei aber nicht. Denn Schlaf ist das genaue Gegenteil von Leistung, genau diejenige aber soll aus Sicht der Autoren abrufbar sein durch besseren Schlaf. Paradox? Definitiv. Ebenso wie der Versuch den Begriff Schlafedukation auf mehreren Seiten breit wälzend zu rechtfertigen, anstatt sich auf die eigene Didaktik zu besinnen. Dann ist der Begriff, den man dafür wählt, völlig unwichtig. Andererseits zeugt diese Form gesunder Selbstkritik von einem puristisch wissenschaftlichen Ansatz, der aus zahlreichen Untersuchungen, Schlaflabors und biologischen Überzeugungen seine Kraft findet. Dann aber ist es wiederum traurig, wenn man so schlappe Sätze von sich gibt, wie bereits im Mittelalter war der Zusammenhang zwischen Essen und Schlafen bekannt. Ach nein, sollte man den Autoren zurufen, wir hatten bislang gedacht, dass alle außer den aufgeklärten Europäern völlig am Leben vorbei gelebt haben.
Dieser wissenschaftliche Ansatz mit seinen nicht immer leicht verdaulichen Folgen zieht sich dann durch das ganze Werk, selbstredend im Rahmen der Traumforschung erfolgt dann die finale Kapitulation, wenn man sich der Phänomene versucht, logisch anzunähern. Geht aber nicht, so oft man es auch probiert.
Weitaus bedenklicher erscheint da vielmehr der von den Autoren propagierte (wiewohl bewusste und vorsichtige) Umgang mit Pyschopharmaka im Rahmen des Schlafcoachings. Das kann eigentlich echt nicht wahr sein, denn genau das Gegenteil – nämlich viele praktische Überlegungen – hatten wir in diesem Buch erwartet und nicht die Aussage, dass man eben manchmal nicht anders kann, als schön dosiert Pillen einzuwerfen.
Auch die Versuche mit Morgen- oder Abendmenschen sind halbgar (einfach sich näher mit dem Atemtyp beschäftigen, hätte den Autoren hier viel Aufklärung gegeben), die Behauptung dass nur Säugetiere träumen geradezu grotesk und das Ganze wird garniert mit Professoren, Forschern und Wissenschaftlern – in dieser Hinsicht werfen die aber kein gutes Licht auf die Angelegenheiten des Schlafens, was man ja auch schon vorher wusste; denn wie soll so eine biologisch regenerative Angelegenheit wie der Schlaf im Rahmen einer wissenschaftshörigen Leistungsgesellschaft verstanden werden? Richtig: gar nicht oder nur krampfhaft. Die einzig kraftvolle Parole ist die, zum Ende des Buches hin, zu erkennen, dass die schlaflose Gesellschaft durch Entwicklungen wie der Glühbirne maßgeblich negativ beeinflusst wurde.
Fazit:
Immerhin attestieren die Autoren, selbstredend von Haus aus Wissenschaftler, dem Mensch die Möglichketi des bewussten Träumens. Das vielleicht eine Anregung dieses von der Idee so großartige Buch mal komplett zu überarbeiten und sich die Inspirationen wie Einstein (der in dem Buch zitiert wird) aus dem Traum zu holen. Kommt mehr bei rum.
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