Shine A Light

Autorenwertung
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  • Instrumentalisierung
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

LEIDER WIE ERWARTET UND DOCH ANDERS!

Der Sänger:

Der kanadische Sänger zählt seit den 1980er zu den internationalen Superstars. Sein Durchbruch gelang ihm 1983 mit dem Album „Cuts Like A Knife“, dass in den USA und Kanada die Top Ten erreichte. 1991 feierte er mit dem Album „Waking Up The Neighbours“ seinen größten kommerziellen Erfolg. Die Single-Auskopplung „(Everything I Do) I Do It For You“ stand von Juli bis November auf Platz 1 der englischen Charts. Auch in Deutschland wurde dieser Song größter Hit. Garde in Europa konnte der Kanadier seinen Erfolg wiederholen, während die letzten Alben in den USA allesamt eher erfolglos blieben.

Das Album:

In den vergangenen Jahren ist man, was neue Alben von Bryan Adams angeht, nicht gerade verwöhnt worden. Das letzte, halbwegs gute Werk datiert aus dem Jahr 2004 („Room Service“). Jetzt kommt der kanadische Superstar, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, mit seinem inzwischen dreizehnten Studioalbum daher. 

Der im Vorfeld ausgekoppelte Titeltrack verhieß nicht viel Gutes. Vollkommen uninspirierter Radiopop, mit leichter Rockattidüde. Ein Titel, der durchaus in einer Sendung mit oder Helene Fischer laufen könnte und der auch durch die Tatsache nicht besser wird, das den Song für ihn geschrieben hat. Sehr skeptisch sah ich dem Album entgegen. Leider haben sich meine Befürchtungen bestätigt, wenn auch anders. 

Neben dem Titelsong gibt es mit „That´s How Strong Our Love Is“ eine weitere Radionummer, bei der diesmal (ich habe ihre Stimme kaum erkannt) als Duettpartnerin herhalten muss. Und dann passiert das Merkwürdige. Irgendwie muss sich Bryan Adams daran erinnert haben, dass er mal Rockmusiker war (und was für ein guter). Ab dem dritten Titel verlässt er die Radiopfade und zieht die alte Lederjacke an. Das klingt bei „Part Friday Night, Part Sunday Morning“ und vor allem bei „Driving Under The Influence Of Love“ noch ganz passabel. Doch spätestens bei der vollkommen überflüssigen -Anbiederung „All Or Nothing“ zieht sich die Stirn kraus. 

Was dann folgt, ist nur noch traurig. Die verbleibenden Titel klingen eher nach unfertigen Demoaufnahmen. Dumpfe Instrumentalisierung und ein Songschnipsel wie „I Could Get Used To This“, der nicht einmal zwei Minuten dauert, ist einfach nur ärgerlich. Ansonsten ein bisschen Beatles hier, eine Prise Stones da, doch kein echter Adams. Und dabei meine ich gar nicht den Waking-Up- oder Reckless-Adams. Mein Favorit ist seit jeher das unterschätzte Album zwischen diesen beiden Megasellern. „Into The Fire“ war das Werk, auf dem Bryan Adams für mich am authentischsten klang. Und das er mal der König der Rockballaden war, hört man hier überhaupt nicht. Er ist auch hier nur noch ein Schatten seiner selbst. Schade, sehr schade. 

Trackliste:

01 –

02 – That‘s How Strong Our Love Is (feat. Jennifer Lopez)

03 – Part Friday Night, Part Sunday Morning

04 – Driving Under The Influence Of Love

05 – All Or Nothing

06 – No Time For Love

07 – I Could Get Used To This

08 – Talk To Me

09 – The Last Night On Earth

10 – Nobody‘s Girl

11 – Don‘t Look Back

12 – Whiskey In The Jar

Fazit:

„Shine A Light“ ist für mich der absolute Tiefpunkt in der Karriere von Bryan Adams. Angesichts des runden Geburtstages im November wäre es vielleicht angebracht, die Gitarre an den Nagel zu hängen und sich nur noch auf das Fotografieren zu konzentrieren. Denn ganz ehrlich, solche Alben braucht kein Mensch. 

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