Bad Lieutenant

Autorenwertung
  • Umsetzung
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  • Story
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  • Kreativität
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  • Unterhaltung
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  • Verstrickungen
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  • Gesamt
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Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Bad Lieutenant

Inhalt
Terence McDonagh ist Beamter bei der Mordkommission in New Orleans und einer der Besten auf dem Revier. Während des Hurrikans Katrina hat er einem Sträfling das Leben gerettet, wobei er sich jedoch seinen Rücken verletzt hat. Fortan ist er auf Schmerzmittel angewiesen, die seine Sinne nicht unbedingt schärfen. Als eines Tages eine Familie illegaler afrikanischer Einwanderer ermordet aufgefunden wird, wird Terence mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Der einzige Zeuge der Morde, die schon eher an ein Massaker erinnern, ist ein 15-jähriger Botenjunge, der aus Angst vor der Rache des Täters versucht, sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen um nicht aussagen zu müssen. Der Schuldige für den Mord ist zwar schnell gefunden, genauso wie ebenfalls schnell klar ist, dass eine Drogengeschichte hinter den Morden steckt – doch die Überführung des Täters erweist sich als äußerst schwierig.

Lieutenant McDonagh gerät durch den Fall in einen wahren Abgrund. Er ist längst mehr als nur der „typische Bad Cop“, der bei einem Verhör gern mal etwas „drastischer“ wird, um aus dem Verdächtigen etwas herauszubekommen – McDonagh ist keiner, der Fälle gerne mit Gewalt löst, und so duldet er diese auch nicht bei seinen Kollegen. Ansonsten hat er aber keine Skrupel, Dinge zu tun, die so gar nicht zu einem „Gesetzeshüter“ passen: Er kokst was das Zeug hält, raucht auch während der Dienstzeit gerne mal Crack und häuft bei einem Buchmacher enorme Wettschulden an…

Ein obskurer, dunkler Thriller, der die Umschreibung „Cop-Thriller“ ad absurdum führt
Der Untertitel von „Bad Lieutenant“ lautet „Cop ohne Gewissen“, und wieder einmal hat man hierbei den Eindruck, dass der deutsche Untertitel nicht so recht zu dem Charakter des Films passt. Im amerikanischen Original lautet der Untertitel „Port of Call New Orleans“, was schon wesentlich besser passt. Sicher ist Terence McDonagh in dem Film ein Cop, der für sich das Recht beansprucht, außerhalb des Gesetzes stehen und agieren zu dürfen, aber mit einem fehlenden Gewissen hat das herzlich wenig zu tun.

Terence McDonagh ist längst schwerstabhängig von verschiedenen Drogen, und niemand glaubt noch ernsthaft daran, dass dieser abgehalfterte, halluzinierende Lieutenant wirklich „nur das nimmt, was der Doktor mir verschrieben hat“, so wie McDonagh es selbst behauptet. Die Rahmenhandlung des Films wird dann auch recht schnell zur Nebensache, der Regisseur begibt sich auf eine wilde, exzentrische und verwirrende Tour, in deren Verlauf er sich im Wesentlichen darauf konzentriert, skurrile Motive eines durch und durch süchtigen Lieutenants einzufangen, und der grandios aufspielende zeigt dabei immer wieder, dass er die Idealbesetzung für die Rolle eines Cops in einem Film ohne viel Handlung aber dafür mit umso mehr Verbrechen, Sex und Drogen ist.

Fazit
„Bad Lieutenant“ ist sicherlich ein Film, der polarisiert und die Geister scheidet – während der Film für die einen einfach nur abgrundtief schlecht ist, würdigen andere ihn als ein durchdachtes kleines Meisterwerk, dessen wahre Intention sich erst bei genauem Hinsehen entpuppt. „Bad Lieutenant“ ist aber zweifelsohne ein außergewöhnlicher Film, denn nur selten gibt es Filme, denen eine klare Rahmenhandlung fehlt, die man aber trotzdem nicht auf Anhieb durchschaut. Wer also mit leicht obskuren Filmen oder generell auch mit Werken aus dem Bereich „Film noir“  etwas anfangen kann, kommt an „Bad Lieutenant“ nicht vorbei.

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