Berte Bratt: Nur ein Jahr, Jessica

Autorenwertung
  • Charaktere
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  • Lesbarkeit
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  • Realismus
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  • Gefühle
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  • Romantik
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  • Gesamt
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Rezension von: LunaBlue | Rezensionsdatum:

„Nur ein Jahr, Jessica“ von  

Inhalt

Jessica hat gerade eine wichtige Prüfung in ihre Medizinstudium bestanden, da kommt eine Hiobsbotschaft von ihren Eltern: Diese müssen ihr Geschäft verkaufen und können Jessica vorerst nicht mehr finanziell unterstützen. Jessica muss daher ihr Studium ein Jahr lang aussetzen.

Jessica ist natürlich traurig darüber, doch ihr Freund muntert sie schnell wieder auf und schlägt vor, sie solle in diesem Jahr in einem Haushalt als Köchin arbeiten, da sie ein unglaubliches Talent am Herd hat. Geagt, getan. Jessica verschlägt es nach Frankfurt, wo sie für ein reiches Ehepaar die Köchin spielt. Der Hausherr ist den ganzen Tag unterwegs und ein freundlicher, älterer Herr.

Seine Frau ist sehr jung und hübsch, allerdings vollkommen unfähig und geistig unbedarft. Ihre merkwürdigen Ideen und Handlungen treiben Jessica oft an den Rand der Verzweiflung. Zum Glück lernt sie die Familie Grather kennen und freundet sich mit Mutter Bernadette an, die Jessica bei ihren Problemen hilft.

Doch da erfährt Jessica, dass ihr Freund mit einem anderen Mädchen gesehen wurde. 

Meinung

Die Geschichte ist wie immer schön erzählt und flüssig zu lesen. Jedoch stören mich hier so einige Punkte. Da wäre zunächst die Familie Grather, die offenbar am Helfersyndrom leidet und sich jedem annehmen muss und natürlich auch gleich die richtige Lösung parat hat, die sofort Erfolg hat.

Jessica himmelt diese Leute an, was ziemlich nervt. Die Nebenstory über das Mädchen, dass Drogen nimmt, war eher peinlich, denn oft tun Berte Bratts brave Hauptcharaktere nichts anderes als eine Zigarette nach der anderen zu paffen.

Dass Jessica später unglaublich großen Erfolg dabei hat, der Familie Grather bei Werbesprüchen weiterzuhelfen und dadurch das nötige Geld zusammenbekommt, war auch äußerst unrealistisch bis nervig.

Zumindest bringt die Autorin auch ein paar gute Lacher ein, zum Beispiel, dass Jessicas Hausherrin den Unterschied zwischen Koffein und Kokain nicht kennt. Auch an sich ist die „Gnädige“ eine unterhaltsame Figur, allerdings finde ich es befremdlich, dass eine Frau so geistig zurückgeblieben und hilflos sein soll, nur weil sie jung geheiratet hat und sich dadurch als Frauchen am Herd nicht mehr weiterbilden konnte. Erst ihr viel älterer Mann kann sie zu einem schlaueren Menschen machen und behandelt sie dabei wie ein Hündchen. 

Fazit

Eher ein schwächeres Berte Bratt Buch. Einige Themen wie das mit den Drogen war eher unglaubwürdig dargestellt und hat nicht überzeugt. Die Familie Grather mit ihrer Perfektion geht einem einfach nur auf den Keks und die Geschlechteraufteilung der damaligen Zeit wirkt heute sehr altmodisch.

Wer Berte Bratt mag, sollte trotzdem mal reinlesen.

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